Newsletter | März 2026
Liebe Fußverkehrs-Interessierte,
wie lässt sich die Qualität von Fußwegen messen? Was sagt eine Metastudie zur Wirkung von Tempo 30? Und was ist eigentlich eine Dunkelampel? Diesen und andere Fragen gehen wir in unserem Newsletter auf den Grund.
Viel Spaß beim Lesen!
Die Themen im Überblick
- FUSSverkehrs-Akademie: Walkability messen
- E-Scooter: Wer haftet bei Unfallschäden?
- Metastudie belegt: Tempo 30 erhöht Verkehrssicherheit deutlich
- VCD-Mobilitätscheck “Freie Gehwege”
- Save-The-Date: FUSS-Mitgliederversammlung
- Praktikum bei FUSS e.V.
- FUSS e.V. vor Ort: Konstanzer Dunkelampeln
- Unser erfolgreichster Beitrag auf Social Media
FUSSverkehrs-Akademie: Walkability messen
Was macht einen Weg aus der Sicht von Zufußgehenden attraktiv? Und wie lassen sich solche Eindrücke systematisch erfassen und bewerten? Clara Reithmeier (kiVia Analytics, FUSS e.V.) stellt die Ergebnisse ihrer Masterarbeit vor, die genau diese Fragen untersucht hat. Anhand eines Walkability-Index und am Beispiel der Stadt Erlangen zeigt sie, wie sich die Qualität von Wegen sichtbar machen lässt und wie Planende diese Erkenntnisse nutzen können, um den Fußverkehr gezielt zu fördern.
Im Anschluss an den Vortrag ist wie immer Zeit für Fragen, Diskussion und Austausch.
Wann? Donnerstag, 2. April, 18-19 Uhr
Wo? Online per Zoom
Wie? Hier anmelden. Den Teilnahme-Link verschicken wir rechtzeitig an alle Angemeldeten.
E-Scooter: Wer haftet bei Unfallschäden?
In Sachen “Haftung von E-Scooter-Verleihern” gibt es einen Fortschritt: Das Bundeskabinett hat den Entwurf von Justizministerin Stefanie Hubig verabschiedet; als nächstes geht er in den Bundestag. Dort gilt zwar der Erfahrungssatz “Kein Gesetz kommt so raus, wie es als Entwurf reingekommen ist”. Aber wir sind guter Hoffnung, dass E-Scooter-Verleiher bald für die Unfallschäden haften müssen, die ihre Kunden auf der Straße anrichten.
Metastudie belegt: Tempo 30 erhöht Verkehrssicherheit deutlich
Eine Meta-Studie der Björn Steiger Stiftung zeigt: In 15 untersuchten Städten und Regionen in Europa und Kanada sank die Zahl schwerer Unfälle dank Tempo 30. Auch die Umweltbelastung nahm ab, während die Fahrzeiten nur gering stiegen. Insbesondere Zufußgehende profitieren von Tempo 30: Kürzere Bremswege und geringere Aufprallgeschwindigkeiten retten Leben. Zudem sinkt mit Tempo 30 die Luftverschmutzung, was ebenfalls Menschen schützt, die zu Fuß unterwegs sind.
FUSS e.V. fordert Kommunen auf, Tempo 30 vor allem an Schulwegen und Übergängen konsequent umsetzen! Mehr Infos zur Metastudie.
VCD-Mobilitätscheck “Freie Gehwege”
Anfang des Monats veröffentlichte der VCD die Ergebnisse seiner Gehwegparken-Aktion. Über 3.300 Meldungen über zugeparkte Gehwege gingen ein. Vielen Dank an den VCD für diese Aktion, die sichtbar macht, wie sehr der Fußverkehr an den Rand gedrängt wird! Nun sind die Kommunen gefragt, die gemeldete Stellen zu überprüfen. Denn zugeparkte Gehwege sind nicht nur nervig, sondern können zu einem handfesten Risiko werden, wenn Zufußgehende gezwungen sind, auf die Fahrbahn auszuweichen.
Zu den Ergebnissen der Aktion.
Save-The-Date: FUSS-Mitgliederversammlung
Mitglieder des FUSS e.V. können sich schon mal den 7. November 2026 im Kalender notieren: An diesem Tag findet unsere Mitgliederversammlung statt – diesmal aus Kostengründen in Berlin, dafür mit einem Rahmenprogramm. Über alles Weitere informieren wir euch rechtzeitig.
Praktikum bei FUSS e.V.
Studierende der Verkehrs-, Stadt- und Regionalplanung, Geografie und verwandter Fachrichtungen sind herzlich eingeladen, sich auf ein Praktikum beim FUSS e.V. zu bewerben. Bei uns kannst du dein Fachwissen im Bereich Fußverkehr vertiefen und nebenbei miterleben, wie Lobbyarbeit für bessere Gehbedingungen funktioniert. Praktikumsstart ist ab dem 4. Mai 2026 möglich, Praktikumsort unsere Geschäftsstelle in Berlin-Wedding. Das FUSS-Team freut sich auf deine Bewerbung! Weitere Infos hier
FUSS e.V. vor Ort
Konstanzer Dunkelampeln
Was ist eigentlich eine Dunkelampel? Wer das nicht weiß, ist damit nicht allein. Selbst in Konstanz – eine der wenigen deutschen Städte, in denen es Dunkelampeln gibt – weiß das kaum jemand. Dunkelampeln befinden sich im „Schlafmodus“, zeigen also kein Signal, bis sie jemand betätigt. Fußgänger:innen können selbst entscheiden, ob sie zum Queren eine Ampel benötigen. Im Rahmen einer Aktion machte die FUSS-Ortsgruppe Konstanz Passant:innen darauf aufmerksam, dass sie queren dürfen, ohne die Dunkelampel zu betätigen. Die FUSS-Aktiven protestierten außerdem gegen die zu langen Wartezeiten an Ampeln, E-Scooter- und Radfahrende auf Gehwegen sowie fehlende Querungshilfen. Eine gelungene Aktion, über die auch in der Regionalzeitung Südkurier berichtet wurde. Demnächst möchte die Konstanzer FUSS-Gruppe im Arbeitskreis Rad- und Fuß der Stadt ihre Perspektive einbringen. Infos zu den Konstanzer Dunkelampeln







