Fachverband gibt Eltern Tipps, damit Ihr Kind sicher und gesund zur Schule kommt

Ein guter Vorsatz fürs neue Schuljahr, das in Ihrem Bundesland jetzt beginnt: Das Kind geht zu Fuß!  Es kommt wacher und ausgeglichener an, als wenn es im Auto gebracht wird. Er wird selbständiger und selbstbewusster. Nicht zuletzt ersparen sich Eltern und Kinder das allmorgendliche Auto-Gedrängel vor vielen Schulen.

Damit der Weg sicher wird, empfiehlt der FUSS e.V., Deutschlands Fachverband für Fußverkehr, vor dem Start ins neue Schuljahr Eltern und ihren Kindern einen „Schulweg-Check“:  „Gehen Sie gemeinsam los und achten Sie auf gefährliche Stellen.“ Das beginne oft vor der Haustür mit Gehwegen, die zugeparkt sind oder wo Erwachsene Rad fahren. Der Fachverband rät: „Fordern Sie Polizei oder Ordnungsamt auf, vor Schulbeginn und nach Schulschluss an solchen Stellen präsent zu sein!“

„Besonders heikel ist oft das Überqueren der Fahrbahn“, warnt der FUSS e.V.. Wichtig für die Sicherheit: Das Kind und die Fahrer auf der Fahrbahn müssen sich sehen können, bevor das Kind losgeht. Leider seien aber viele Kreuzungen rücksichtslos zugeparkt. Könnten Kinder die Fahrbahn nicht mehr überblicken und Fahrer sie nicht rechtzeitig erkennen, dann bestehe akute Gefahr. „Auch das ist ein Fall für die Polizei oder für das Ordnungsamt“, sagen die Fußweg-Experten. „Verlangen Sie, dass gefährdend geparkte Autos nicht nur einen Strafzettel erhalten, sondern abgeschleppt werden, um Leib und Leben der Kinder zu sichern.“

Grüne Ampeln seien leider keine Garantie für sicheres Überqueren, mahnt der FUSS e.V. „Oft überqueren Fahrer sie noch bei sogenanntem Dunkelgelb. Und besonders gefährlich sind Fahrer, die zu rasch und unachtsam abbiegen.“ Für Fahrer wie für Kinder auf dem Weg zur Schule gelte: Vorsicht an der Kreuzung! Kinder sollten auch bei Grün zunächst nach links und rechts gucken, bevor sie losgehen.

Am Zebrastreifen empfiehlt der Verband: Auf dem Gehweg nahe der Bordsteinkante den Arm vorstrecken und deutlich machen, dass man losgehen will. Aber erst gehen, wenn klar ist, dass die Fahrzeuge halten! Und wo Autofahrer  häufig den Vorrang der Fußgänger ignorieren und einfach durchfahren, müsse ebenfalls Polizei her.

Viele Gefahren lassen sich nur durch kleine Umbauten, durch Verlangsamung des Fahrzeugverkehrs, Halte- und Parkverbote im Nahbereich von Schulen und  mehr Kontrollen der Ämter  beheben. Der FUSS e.V. rät: „Vernetzen Sie sich mit anderen Eltern und machen Sie Druck bei der Stadt und bei der Polizei. Oder bitten Sie örtliche Medien an besonders gefährliche Punkte.“

Vorbeugung durch Ämter und Druck von Eltern hätten schon an vielen Orten geholfen: Der FUSS e.V. verweist darauf, dass sich das Unfallrisiko für Schulkinder in den letzten 30 Jahren nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts fast halbiert habe, von 468 Verunglückten pro 100.000 Einwohner auf 264.  Am gefährlichsten sei dabei ohnehin nicht der Fußweg: „In Deutschland verunglücken mehr Kinder, die im Auto gefahren werden als  Kinder, die zu Fuß unterwegs sind.“

Kontakt: FUSS e.V., Exerzierstr.20, 13357 Berlin    www.fuss-ev.de

Dipl.-Ing. Roland Stimpel, Pressesprecher

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