Verein

In unserem Online-Shop bekommen Sie vieles, was engagierte Fußgänger*innen benötigen.

  • Im „eigentlichen“ Shop können Sie Aufkleber, Plakate, Flyer, Broschüren und unsere Zeitschrift „mobilogisch“ erwerben.
  • Bei unseren kostenlosen Downloads können Sie Materialien zu unseren Projekten und thematischen Websites einsehen und herunterladen. Von unserem jeweils letzten BUVKO-Kongress finden Sie dort die Vortragsfolien. Und natürlich Logos und Slogans von FUSS e.V.
 Kinderspiel verboten -Schild

FUSS e.V. hat aus zahlreichen Bewerbungen sechs Gruppenleiter*innen bzw. Teams ausgewählt, die bis Herbst 2022 in sechs deutschen Städten Kindergruppen anleiten werden. Wir haben sie interviewt und stellen sie Ihnen hier vor.

Gute Gehwege werden immer wichtiger: Die Städte sind eng, hier leben mehr ältere Menschen und auch wieder mehr Kinder. Und Corona hat gezeigt, dass wir Freiraum brauchen statt Gedrängel. Mit Ihrer Spende kommt die Sache auf den Weg!

Schulkinder b250

Bewegung ist für die kindliche Entwicklung essenziell. Neben der körperlichen Fitness und Geschicklichkeit werden ebenso kognitive und soziale Fähigkeiten gefördert. Vor allem bereitet es den Kindern Freude. Dass Kinder sich anders als Erwachsene bewegen, zeigt sich in ihrer Mobilität: Mit einem Anteil von 32% tätigen Kinder weitaus mehr Wege zu Fuß als Jugendliche und Erwachsene (infas 2019: 50). Dabei stellen sie bestimmte, altersgemäße Anforderungen und Bedarfe an Raum und Verkehr, die in der Planung häufig missachtet werden.

Das Projekt "Kinder bewegen sich selbst – und ihre Welt" will mit Kindergruppen deren Mobilitätsalltag untersuchen, Qualitäten und Defizite herausarbeiten, Verbesserungen konzipieren und umsetzen. Dabei sollen Kinder ihre Mobilitätswelt betrachten, Stärken und Schwächen herausfinden und Verbesserungen vorschlagen. Das Projekt hat den Zeithorizont 2020 bis 2022 und wird durch die Phineo gAG im Rahmen ihrer Initiative Mobilitätskultur gefördert.

Auch wenn es an Berliner Baustellen eng wird, soll laut Gesetz Raum zum Gehen und Radfahren bleiben. Aber erneut droht das Gegenteil: Autoverkehr wird bevorzugt, ein Parkweg wird Asphaltpiste. Ein Fall fürs Verwaltungsgericht?

Die Projektaktivitäten in Berlin beginnen voraussichtlich im Herbst 2021.

Diese Website befindet sich im Aufbau. Weitere Informationen folgen demnächst.

 

 

 

 

 


Ansprechpartnerinnen in Berlin



Yana Schulz
E-Mail: yaanaschulz[at]web.de



Stefanie Schulz
E-Mail: stefanie.schulz[at]
t-online.de

 

Wer Falschparker und andere anzeigt, muss selbstverständlich die Adresse angeben – anonym geht es nicht. Aber besteht dann die Gefahr, dass Angezeigte die Adresse erfahren und sich womöglich wütend rächen? Dazu fragten wir den Berliner Rechtsanwalt Olaf Dilling (mit Link zu ) , der uns mitteilt:

Das Problem ist bekannt: Ordnungsämter und Polizeivollzugsdienst sind überlastet und Politik und Verwaltung räumen der Verkehrsüberwachung nicht ausreichend Priorität ein. Vor allem, wenn es um Parkverstöße von Kfz geht. Daher sind Anzeigen durch private Betroffene an sich erfolgversprechend. Allerdings wird dafür in der Regel die Angabe der Wohnanschrift verlangt, um auf die Anzeige-Erstatter als Zeugen zurückgreifen zu können. Das führt oft zur Preisgabe personenbezogener Daten der Anzeigenden – entweder schon bei Ausstellung eines Bescheides oder in einer Anhörung im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens, spätestens aber bei Akteneinsicht durch einen Anwalt.

Die Fälle häufen sich, bei denen Anzeigende von den Falschparkern als „Denunzianten“ bedroht werden oder Repressalien ausgesetzt sind. Daher stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten es gibt, die private Adresse nicht preiszugeben und dennoch effektiv Anzeige zu erstatten und gegebenenfalls eine Zeugenaussage zu ermöglichen.

Anonyme Anzeige

Eine anonyme Anzeige oder Anzeige ohne Angabe des Wohnortes ist - entgegen der Auffassung mancher Polizeivollzugsbeamten - rechtlich grundsätzlich möglich. In manchen Bundesländern oder Kommunen werden anonyme Anzeigen von Falschparkern aber faktisch nicht verfolgt (z.B. in Düsseldorf, siehe diesen Text). Auch sonst ist die Wahrscheinlichkeit einer Verfolgung geringer als üblich. So gehen andere Städte zwar anonymen Anzeigen nach, wenn der Sachverhalt es erfordert. Die Anzeigenden kommen dann aber nicht als Zeugen in Frage. Insofern sind anonyme Anzeigen zwar rechtlich möglich, werden in manchen Kommunen nicht berücksichtigt und bleiben in Zweifelsfällen mangels Zeugenbeweis wirkungslos.

Benennung als Zeuge

Bei namentlichen Anzeigen wird der Name und Wohnort der Anzeigenden oft nicht nur aktenkundig. Vielmehr kann er auch im Bescheid und bei der Anhörung preisgegeben werden, wenn der Anzeigende zugleich Zeuge ist. Lediglich die Wohnanschrift soll aus datenschutzrechtlichen Gründen verschwiegen werden.

Wenn die Anzeige-Erstatter nicht als Zeugen benannt werden müssen, ist dies dagegen nicht nötig. Dies ist der Fall, wenn die Behörde selbst Nachforschungen anstellen kann, die den Vorwurf der Ordnungswidrigkeit bestätigen (vgl. dazu etwa in NRW: RdErl. d. Ministeriums für Inneres und Kommunales -43.8 -57.04.16

Drittschutzinteresse des Anzeigeerstatters

Bei konkreten Gefährdungen gibt es Möglichkeiten, von der Angabe persönlicher Daten abzusehen oder sie einzuschränken:

  • Keine Benennung als Zeuge

Laut Verwaltungspraxis kann auch ein überwiegendes Drittschutzinteresse des Anzeigenerstatters gegen die Benennung als Zeuge sprechen (s.o. unter 3.1.1.). Dafür müssen im konkreten Fall Gefährdungen für Leib, Leben, Eigentum, Besitz oder Hausfrieden des Zeugen bzw. seiner Angehörigen zu erwarten sein. Das heißt, dass bereits Anhaltspunkte bestehen müssen, dass der oder die Täter gewaltsam reagieren werden. Das allgemeine Droh-und Gewaltpotential bei Verkehrsordnungswidrigkeiten dürfte streng genommen nicht reichen. Außerdem wird der Anzeigeerstatter vor „bloßen Belästigungen“ nicht geschützt. Das heißt, dass z.B. wiederholte direkte Ansprache oder das bloße Klingeln an der Haustür zu üblichen Zeiten nicht umfasst ist. Der als Beispiel genannte Hundekot im Briefkasten dürfte dagegen keine bloße Belästigung mehr sein, da hier die genannten Rechtsgüter beeinträchtigt sind. Fazit: Die Anforderungen sind relativ hoch. Es muss schon etwas passiert sein oder ein handfeste Drohung im Raum stehen, dass die Behörde von einer Benennung als Zeuge absieht, obwohl sie den Fall nicht selbst abschließend ermitteln konnte.

2.FUSS e.V. als Geschäftsanschrift

Für alle Mitglieder, die zugleich regelmäßig ehrenamtlich für den FUSS e.V. arbeiten, könnte die Anschrift von FUSS e.V. als Geschäftsanschrift angegeben werden. Das Ordnungswidrigkeitsrecht sieht die Möglichkeit der Angabe von Geschäftsanschriftengemäß § 46 Abs. 1 OWiG in Verbindung mit § 68 Abs. 1 und 2 Satz 1 StPO vor. Voraussetzung ist erstens, dass die Anzeigenden unter der Adresse regelmäßig anzutreffen sind, und zweitens ebenfalls der Fall einer konkreten Gefährdung.

Auch hier gilt also wieder: Es muss schon etwas passiert sein oder eine handfeste Drohung im Raum stehen. Da die Verwaltungspraxis in den Ländern und Kommunen jedoch einigermaßen uneinheitlich ist, wäre es sicherlich nicht verkehrt, auszutesten, was möglich ist. Allerdings ist diese Möglichkeit auf Mitglieder beschränkt, die entweder für FUSS e.V. arbeiten oder dort zumindest regelmäßig anzutreffen sind.

3. Bestellung einer Rechtsanwaltskanzlei als Empfangsbevollmächtigte

Wenn Anzeigenerstatter eine ladungsfähige Adresse angeben müssen und eine konkrete Gefährdung vorliegt, dann ist dies nach § 46 Abs. 1 OWiG in Verbindung mit § 68 Abs. 1 und 2 Satz 1 StPO auch über eine Empfangsvollmacht möglich. Als Empfangsbevollmächtigte kommen unter anderem aus haftungsrechtlichen Gründen vor allem Rechtsanwaltskanzleien in Frage. Voraussetzung dafür ist die Ausstellung einer entsprechenden Vollmacht.

Die Projektaktivitäten in Bremen beginnen Voraussichtlich im Herbst 2021.

Diese Website befindet sich im Aufbau. Weitere Informationen folgen demnächst.

 

 

 

 

 


Ansprechpartnerin in Bremen



Angelika Schlansky

E-Mail: schlansky[at]gekaplan.net
Tel.:0421/ 44 64 57

www.gekaplan.net

 

Gehen ist einfach – gutes Planen für den Fußverkehr ist eine Wissenschaft für sich. Hintergründe und Know-How vermittelt unsere neue FUSSverkehrs-Akademie. Sie ist ein Fortbildungsangebot für Vereinsmitglieder und Interessierte.

Die Projektaktivitäten in Dresden beginnen voraussichtlich im Frühjahr 2021.

Diese Website befindet sich im Aufbau. Weitere Informationen folgen demnächst.

 

 

 

 

 


Ansprechpartner in Dresden



Carsten Irmer

E-Mail: kinder_bewegen[at]dresden-gruna.de
Tel.: 0176 767 929 44

 

Die Phineo gAG fördert das FUSS-Projekt „Kinder bewegen sich selbst – und ihre Welt“. Darin sollen Kinder ihre Mobilitätswelt betrachten, Stärken und Schwächen herausfinden und Verbesserungen vorschlagen.

> zum Projekt

Die Projektaktivitäten in Aachen beginnen voraussichtlich im Frühjahr 2021.

Diese Website befindet sich im Aufbau. Weitere Informationen folgen demnächst.

 

 

 

 

 


Ansprechpartner in Aachen



Edmund Heidenthal

E-Mail: edi.heidenthal[at]t-online.de
Tel.: 0178 80 99 236

 

Baden-Württemberg verpflichtet seine Städte und Gemeinden, gegen Falschparken vorzugehen. Anderswo mauern Ordnungsämter – und bedrohen sogar Bürger, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen wollen.

In Leipzig findet ein Teilprojekt im Rahmen des Projekts "Kinder bewegen sich selbst - und ihre Welt" statt. Die Vorbereitungen vor Ort haben im Spätherbst 2020 begonnen. Im Folgenden informieren wir Sie über:

Diese Seite befindet sich im Aufbau. Weitere Informationen folgen mit Fortschritten in der Projektbearbeitung.

 

 

Veranstaltungstermine

  • Startveranstaltung: Termin noch offen
  • Infos zu weiteren geplanten Veranstaltungen werden folgen.

 

Projektverlauf

Momentan sind wir auf der Suche nach einer geeigneten Kindergruppe für das Projekt. Wir finden es wichtig, möglichst viele unterschiedliche Perspektiven auf den Fußverkehr aus Kinderaugen einzubeziehen. Daher wünschen wir uns eine inklusive Gruppe, sodass beispielsweise auch seh- und/oder hörgeschädigte Kinder oder Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen oder Lernschwächen eine Stimme in diesem Projekt bekommen. Allerdings ist es coronabedingt schwierig eine Gruppe zu finden. Eine gemischte Gruppe neu zu gründen wäre aktuell problematisch. Daher konzentrieren wir uns auf die Zusammenarbeit mit einer Schule. Außenstehende dürfen aktuell in Sachsen nicht in die Schulgebäude und die Schulen haben vermehrt einen anderen organisatorischen Fokus als neue Projekte zu beginnen. Deshalb sehen wir es als realistisch, im 2. Schulhalbjahr mit der Arbeit mit den Kindern anzufangen und bis dahin das Projekt so gut wie möglich vorzubereiten.

Weitere Informationen werden folgen.

 


Ansprechpartnerinnen in Leipzig


Ricarda Andreh

E-Mail: alisea.a[at]web.de


Sarah Neumann

E-Mail: sarahneumann.le
[at]gmail.de

 

 

FUSS e.V. präsentiert 66 Schritte zu fairen Regeln im Straßenverkehr. Es geht um freie, sichere und breite Wege, Tempolimits auf der Fahrbahn und den Fußgänger-Grünpfeil, der das Gehen auch bei Rot erlaubt.

Die Projektaktivitäten in Köln beginnen im Spätherbst 2020.

Diese Website befindet sich im Aufbau. Weitere Informationen folgen demnächst.

 

 

 

 

 

 


Ansprechpartner in Köln



Gunda Wienke

E-Mail: gunda.wienke[at]gmail.com
Mobil: 0151 - 233 537 01


Reinhold Goss

E-Mail: info[at]ringfrei.org
Tel.: 0221 - 168 569 55

 

Fachkundige Mitarbeit, Spenden für Konzeptualisierung und Aktualisierung unseres im Aufbau befindlichen Internet-Services

Obwohl der Fußverkehr allmählich in Politik, Verwaltung und Wissenschaft „ankommt“ gibt es noch viele, teilweise grundsätzliche Wissenslücken bei diesem Thema. Um nur drei Beispiele zu nennen: Ist der Fußverkehr „zählbar“; wie hoch ist der Anteil der Füße am Mobilitätsgeschehen wirklich? Wie hängen Siedlungsdichte und Fußverkehr zusammen? Wie breit müssen Gehwege sein, damit xx Fußgänger/innen gut vorankommen? Wenn es Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt, dann sind sie verstreut im Internet und Bibliotheken oder versteckt unter einer anderen, z.B. motorisierten Sichtweise.

Das wollen wir ändern! Wir werden fleißig an verschiedenen Stellen nach Zahlen fahnden, die Ergebnisse gliedern und immer wieder selbst Fragen stellen. Denn wir wollen Ihnen keine unübersichtlichen Tabellen vorsetzen, sondern die wichtigen und richtigen Aussagen zusammenstellen, mit denen Sie etwas in den Köpfen von Politiker/ innen und Verwaltungsmenschen bewegen können. Damit Sie einen sinnvollen Zugriff auf die Daten haben, wollen wir das Angebot nach Fragestellungen gliedern. So, wie es in der Praxis anfällt. - Ein großes Projekt für uns, was wohl nie abgeschlossen sein wird. Mit Ihrer Hilfe gehen wir den ersten Schritt.

  • Sie können uns mit Ideen und Hinweisen helfen, aber auch Fragestellungen beisteuern. Nehmen Sie bitte mit dem FUSS e.V. Kontakt auf.
  • Darüber hinaus sind wir für jede Spende unter dem Stichwort „Gehen nach Zahlen“ dankbar:
    Hier finden Sie unsere Bankverbindung.
    FUSS e.V. ist gemeinnützig, Spenden können Sie daher bis zu einem Anteil von 20% des “Gesamtbetrages der Einkünfte” (entspricht bei Arbeitnehmern ohne andere Einkünfte dem Bruttoverdienst minus der Werbungskosten) von der Steuer absetzen.
    Sie erhalten automatisch eine Spendenbescheinigung.

Erste inhaltliche Informationen finden Sie auf www.fuss-ev.de > Fußverkehr in Zahlen

Was treibt Radfahrer auf den Gehweg? Nur die Angst vor Autos und Enge an der Fahrbahn, sagen viele. Und versprechen: Gäbe es richtig gute Wege (im Jargon: "Rad-Infra") dann würde uns keiner mehr vor die Füße fahren.

Das haben wir uns an drei Berliner Orten mit bester "Rad-Infra" angesehen. Nach unseren Beobachtungen fahren dort 50 bis 80 Prozent auf den für sie gedachten, hier auch gut gebauten und sicheren Wegen - aber die anderen auf dem Gehweg. 

Warum eigentlich? Es ist auf solchen Gehwegen nicht sicherer, es ist nicht geräumiger - und es laufen auch noch störende Menschen zu Fuß herum. Aber es scheint oft bequemer: Die Fahrt startet oder endet auf dem Weg, man fährt links, weil man von anderswo zuerst auf die linke Seite kommt und nicht die Fahrbahn überqueren will. Und viele denken sich gar nichts.

Es gibt wirklich Verteidiger des Gehwegradelns. Sie behaupten, das täten vor allem hilflose nd bedrohte Kinder, Alte, Frauen und Kranke. Die nebenstehenden Biler haben wir nicht nach Personentyp ausgewählt. Es radelten uns aber nur gesund wirkende Männer zwischen etwa 20 und 50 vor die Linse - Herren im durchsetzungsfähigen Alter und von robustem Willen, den man auf dem Sattel so unbekümmert ausleben kann wie hinterm Steuer.

Warum tun sie's? Ein Grundproblem ist die Annahme einer Radler-Minderheit, ihr gehöre die Welt, ganz und komplett. Fahrbahn, Radweg und Gehweg, Bahnsteig oder Parkrasen, Bergpfad oder Kurpromenade - völlig egal. Wo man physisch fahren kann, da fährt man eben auch.

So denkt zum Glück nicht die Mehrheit unter den Radfahrern. Sie respektiert Regeln und Grenzen - auch die Bordsteinkante. Mit dieser Mehrheit engagieren wir uns weiterhin für gute Wege wie die hier gezeigten.

Aber bei der Minderheit? Da ist alles vor tauben Ohren verpufft - Verkehrsunterricht, Bußgeldkatalog, Polizei, die Appelle von Verkehrswacht, ADFC oder uns. Da muss es wohl ab und zu ganz deutlich werden - mit einem Bußgeld, das richtig wehtut. So weh, dass nach einem bis zweimal zahlen niemand mehr den Gehweg missbrauchen mag. In Frankreich kostet auf dem Gehweg das Radeln, E-Rollern und Parken 135 Euro. Auch darum kann man auf den Pariser Boulevards entspannt flanieren.

Beispiel 2: Quitzowstraße. Verkehrsberuhigt, Tempo 30, ein bremsendes Kissen alle 50 Meter, kaum fahrende Autos, breite Radspuren mit genug Abstand zu parkenden Autos. Aber wo sind die Radfahrer?
Auf dem Quitzowstraßen-Gehweg natürlich, und die Gründe sind dringend: Erstens fährt man entspannter. Zweitens nebeneinander. Drittens kann man aufs Handy gucken. Und Fußgänger hüpfen ja aus dem Weg.
Beispiel 2: Quitzowstraße. Verkehrsberuhigt, Tempo 30, ein bremsendes Kissen alle 50 Meter, kaum fahrende Autos, breite Radspuren mit genug Abstand zu parkenden Autos. Aber wo sind die Radfahrer?
Es geht natürlich auf auf dem Gehweg gegenüber, da ist noch ein bisschen mehr Platz. Nur die Fahrradstraße ist irgendwie pfui für diese Radfahrer. Da kann dann die Familie mit dem Kinderwagen laufen.
Beispiel 3: Mauerpark. Da gibt es eine fast autofreie Fahrradstraße - aber mag die der Hund? Im Zweifel auf dem Gehweg fahren. Mit Fiffi an der Leine ist man da schön breit und kriegt verdienten Respekt.

 

 

Auch links rum ist der Gehweg am bequemsten. Es gäbe zwar auch einen guten Radweg auf der anderen Straßenseite. Aber dorthin müsste man über die Ampel - unzumutbar!
Beispiel 1: Holzmarktstraße, Berlin. Rechts neue drei Meter Radspur, glatt, geräumig, vor Autos mit Baken geschützt. Aber auf dem Gehweg ist es irgendwie bequemer - und am bequemsten dicht vor der Fußgängerin.

 

 

 

Das Projekt „Kinder bewegen sich selbst – und ihre Welt“ will mit Kindergruppen deren Mobilitätsalltag untersuchen, Qualitäten und Defizite herausarbeiten, Verbesserungen konzipieren und umsetzen. Ziel ist, dass Menschen und insbesondere Kinder mehr, lieber und unter besseren Bedingungen zu Fuß gehen. An deutschlandweit sechs unterschiedlich strukturierten Orten (große und kleinere Städte, urbane und suburbane / ländliche Raum- und Verkehrsverhältnisse) werden mit Hilfe von Schulen, Betreuungseinrichtungen, Elternvertretern und -gruppen, Stadtteilinitiativen und -vereinen, lokalen Verkehrsinitiativen o.a. Gruppen mit einer Stärke bis ca. 25 Kindern (Größe einer Schulklasse) gebildet.

 


Aktuelles

Hier erfahren Sie, was sich im Projekt bewegt – und wie die Kinder sich und ihre Welt bewegen:

Corona-Lockdown bremst Projekt aus

Die ersten beiden Teilprojekte in Köln und Leipzig, die im Oktober 2020 gestartet sind, werden nun durch einen erneuten Lockdown ausgebremst. Während in Köln schon Kindergruppen bzw. Schulen für die Teilnahme gefunden sind, sind hingegen in Leipzig bislang alle angefragten Schulen abgeneigt, jetzt an einem Projekt teilzunehmen. Eines steht fest: Die Veranstaltungen werden sich in jedem Fall nach hinten verschieben. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Projektteam traf sich online zum Auftakt

Das Projektteam traf sich am Donnerstag, 12.11.20 mit den sechs Gruppen-leiter*innen zum gemein-samen Projektauftakt – wegen Corona natürlich digital.

Gruppenleiter*innen gehen's mit uns an

FUSS e.V. hat aus zahlreichen Bewerbungen sechs Gruppenleiter*innen bzw. Teams ausgewählt, die bis Herbst 2022 in sechs deutschen Städten Kindergruppen anleiten werden. Wir haben sie interviewt und stellen sie Ihnen vor.

 

 

Das Projekt

Nachfolgend beantworten wir alle wichtigen Fragen rund um das Projekt:

Hintergrund und Ziele des Kinder-Projekts

Das Projekt "Kinder bewegen sich selbst – und ihre Welt" will mit Kindergruppen deren Mobilitätsalltag untersuchen, Qualitäten und Defizite herausarbeiten, Verbesserungen konzipieren und umsetzen. Dabei sollen Kinder ihre Mobilitätswelt betrachten, Stärken und Schwächen herausfinden und Verbesserungen vorschlagen.

Wie bewegen sich Kinder?

Bewegung ist für die kindliche Entwicklung essenziell. Neben der körperlichen Fitness und Geschicklichkeit werden ebenso kognitive und soziale Fähigkeiten gefördert. Vor allem bereitet es den Kindern Freude. Dass Kinder sich anders als Erwachsene bewegen, zeigt sich in ihrer Mobilität.

FUSS e.V. schreibt Kinderschutz groß

Der Vorstand des FUSS e.V. hat für das Projekt eine Erklärung zur Selbstverpflichtung des Vereins zum Kinderschutz verabschiedet. Alle Projekt-Mitarbeitenden haben die vereinsinternen Leitlinien zum Kinderschutz unterschrieben. Ansprechperson für Belange des Kinderschutzes im Verein ist Katalin Saary.

> siehe Downloads

 

 

 

Vor Ort

In folgenden sechs Städten gehen wir es zusammen mit Kindern an:

Informationen zu den einzelnen Teilprojekten in den sechs Städten erhalten Sie durch Anklicken des jeweiligen Stadtnamens.

 

 

Downloads

Alle Dokumente und Veröffentlichungen zum Projekt finden Sie im Online-Shop > Kostenlose Downloads > Themen-Websites > Kinder gehen's an.

 

 


Ansprechpartner


Patrick Riskowsky
M.Sc. Stadt- und Regionalplanung


Katalin Saary 
Dipl.-Ing.
Verkehrsplanerin und Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung

 

 

Projektleitung
E-Mail: patrick.riskowsky[at]fuss-ev.de
Tel.: +49 (0) 30 492 74 73

Kinderschutzbeauftragte des Vereins
und Mitglied im Vorstand

E-Mail: katalin.saary[at]fuss-ev.de
Tel.: +49 (0) 6151 950 94 86

 

 

Logo Phineo gAG

Förderer

Das Projekt "Kinder bewegen sich selbst – und ihre Welt“ wird durch die Phineo gAG im Zeitraum 2020 - 2022 im Rahmen der Initiative Mobilitätskultur gefördert.

Literatur Recherche, Nennung von guten Beispielen, Spenden für Aktualisierung und Ausbau unserer Beratung aktiver Bürger/innen und Verwaltungen

Fußverkehrs-Checks nehmen in den Kommunen in Deutschland, die eine Förderung des Fußverkehrs anstreben, eine zentrale Rolle ein. Sie dienen der Analyse der Gegebenheiten, bieten ein Forum für praxisnahe Vor-Ort-Diskussionen und führen in der Regel zumindest zu ersten konkreten Verbesserungsvorschlägen. Seit langem werden diverse Formate für die Durchführung von Fußverkehrs-Checks entwickelt. Mittlerweile ist die Vielfältigkeit der Methoden und Begriffe eher hinderlich.

Um Mitarbeiter/innen in Stadtteilgruppen, Verbänden, städtischen Gremien und Verwaltungen Entscheidungen zu ermöglichen und ihnen die eigene Durchführung bzw. eine Auftragsvergabe zu erleichtern, will FUSS e.V. auf einer Website einen praxisnahen Überblick bieten. Ein Fußverkehrs-Check muss darauf abgestimmt sein, ob zum Beispiel ein Straßenzug fußgängerfreundlicher werden soll oder die Stadt eine strategische Förderung des Fußverkehrs anstrebt. Da sehr verschiedene thematische Schwerpunktsetzungen möglich sind, muss man sich vorher genau überlegen, welches Ziel man mit dem Check erreichen will. Um die Hürden für diesen häufig ersten Schritt in Richtung Fußverkehrsförderung abzubauen, sollen entsprechende Hilfsmittel und praktische Beispiele zur Verfügung gestellt werden.

  • Sie können uns mit Ideen und Hinweisen helfen. Nehmen Sie bitte mit dem FUSS e.V. Kontakt auf.
  • Darüber hinaus sind wir für jede Spende unter dem Stichwort „Politik aktiv“ dankbar:
    Hier finden Sie unsere Bankverbindung.
    FUSS e.V. ist gemeinnützig, Spenden können Sie daher bis zu einem Anteil von 20% des “Gesamtbetrages der Einkünfte” (entspricht bei Arbeitnehmern ohne andere Einkünfte dem Bruttoverdienst minus der Werbungskosten) von der Steuer absetzen.
    Sie erhalten automatisch eine Spendenbescheinigung.

Bisher finden Sie erste Informationen auf www.fussverkehrsstrategie.de, Informationen auf www.fussverkehrscheck.de werden folgen. Außerdem berichten wir in unserer Vierteljahreszeitschrift mobilogisch! regelmäßig über die damit zusammenhängenden Themen. Einzelhefte dieser Zeitschrift für Ökologie, Politik & Bewegung können Sie in unserem Online-Shop in der Rubrik Zeitschrift bestellen.

Alle unsere Aktivitäten werden aus Vereinsmitteln und durch ehrenamtliches Engagement entwickelt. Auch die von der FUSS e.V.-Bundesgeschäftsstelle kontinuierlich durchgeführte direkte Beratung von Interessierten wird nicht in Rechnung gestellt. Zur Bewerkstelligung dieser Aufgaben bittet der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. dringend um Spenden. Wir würden uns natürlich auch über Ihrer Mitgliedschaft freuen, weil diese eine kontinuierlichere Absicherung unserer Tätigkeiten darstellt.

 

 

 

Fachkundige Mitarbeit, Recherchen, erfolgreiche Beispiele nennen, Spenden für Aktualisierung und Ausbau unserer Beratung aktiver Bürger/innen

Inhaltlich sind wir bei vielen Themen inzwischen gut aufgestellt: Wir können Ihnen sagen, wie breit Gehwege sein müssen und wie Ampeln geschaltet werden sollten. Wenn Sie jedoch mit unseren Argumenten bei der zuständigen Politik vor Ort auf Granit beißen, dann sind auch wir bisweilen ratlos.

Wir benötigen für unsere Beratung und für Ihren Erfolg einen Werkzeugkasten, aus dem wir Ihnen das richtige Instrument liefern können: Wie verschaffe ich mir Partner für mein Anliegen? Wen muss ich wie ansprechen? Welche politikinternen Abläufe muss ich beachten und wie kann ich sie nutzen?

Bei all den Tipps, welche Wege eingeschlagen werden sollten und welche Kniffe im Politiksprech die Zuständigen (re)agieren lassen, werden wir einen Aspekt nicht aus den Augen verlieren: Wir sollten der Politik vermitteln, dass unser Engagement eine Hilfe ist, ihre Arbeit bürgerfreundlich zu gestalten!

  • Sie können uns mit Ideen und Hinweisen helfen. Nehmen Sie bitte mit dem FUSS e.V. Kontakt auf.
  • Darüber hinaus sind wir für jede Spende unter dem Stichwort „Politik aktiv“ dankbar:
    Hier finden Sie unsere Bankverbindung.
    FUSS e.V. ist gemeinnützig, Spenden können Sie daher bis zu einem Anteil von 20% des “Gesamtbetrages der Einkünfte” (entspricht bei Arbeitnehmern ohne andere Einkünfte dem Bruttoverdienst minus der Werbungskosten) von der Steuer absetzen.
    Sie erhalten automatisch eine Spendenbescheinigung.

Bisher finden Sie erste Informationen auf www.geh-recht.de > Behörden . Außerdem berichten wir in unserer Vierteljahreszeitschrift mobilogisch! regelmäßig über die damit zusammenhängenden Themen. Einzelhefte dieser Zeitschrift für Ökologie, Politik & Bewegung können Sie in unserem Online-Shop in der Rubrik Zeitschrift bestellen.

Alle unsere Aktivitäten werden aus Vereinsmitteln und durch ehrenamtliches Engagement entwickelt. Auch die von der FUSS e.V.-Bundesgeschäftsstelle kontinuierlich durchgeführte direkte Beratung von Interessierten wird nicht in Rechnung gestellt. Zur Bewerkstelligung dieser Aufgaben bittet der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. dringend um Spenden. Wir würden uns natürlich auch über Ihrer Mitgliedschaft freuen, weil diese eine kontinuierlichere Absicherung unserer Tätigkeiten darstellt.

 

 

 

Das gemeinnützige Analyse- & Beratungshaus PHINEO hilft uns dabei, größer und professioneller zu werden. Wir streben eine breitere Basis vor Ort an, eine Fuss-Akademie und eine auf Wachstum eingestellte Organisation. PHINEO ist ein gemeinnütziges Analyse- & Beratungshaus für wirkungsvolles Engagement in Berlin, das unter anderem die Initiative Mobilitätskultur betreibt und uns beim Gewinn von mehr Wirksamkeit und Schlagkraft unterstützt. Im April haben wir mit Unterstützung von PHINEO einen Prozess der Organisationsentwicklung eingeleitet, der drei Schwerpunkte hat:

  • Fußverkehr ist vor allem eine kommunale Angelegenheit. Wir wollen darum in möglichst vielen Städten Ortsgruppen gründen und die rund 20 bestehenden stärken. Sie sollen als Starthilfe Information und Rat erhalten, den Rahmen für eine eigene Website, Material für die Öffentlichkeitsarbeit, Aktionsideen und Informationen zum planerisch hoch komplexen Thema Fußverkehr.
  • Unsere Fuss-Akademie setzt die Gewinnung und Aufbereitung von Fachwissen fort, die wir seit 35 Jahren betreiben. Wir dürfen uns schon jetzt als nationales Kompetenzzentrum für planerische, technische, rechtliche und politische Fragen rund ums Gehen bezeichnen. Das Wissen muss ständig gepflegt, aktualisiert und vergrößert werden. Nicht zuletzt muss es vermittelt werden: Auf unseren Websites, mit schriftlichen Publikationen, in Seminaren, Schulungen, Vorträgen und Antworten auf die zahlreichen Anfragen, die wir erhalten. All diese Aktivitäten werden in der Fuss-Akademie gebündelt und von ihr organisiert.
  • Mehr Mitglieder, mehr Ortsgruppen und mehr Aktivitäten verlangen mehr Organisation. Unser engagiertes Geschäftsstellen-Team erhält mehr bezahlte Arbeitszeit und baldmöglichst Verstärkung, eine neue IT und Handwerkszeug, um effektiver Mitglieder zu gewinnen und zu betreuen, Geld zu sammeln und zu verwalten, Projekte zu akquirieren und umzusetzen.

In diesem Prozess berät und begleitet uns die SOCIUS Organisationsberatung, die Entwicklungen in Non-Profit-Organisationen unterstützt. Wir haben in der Corona-Zeit mit einem Videokonferenz-Wochenende mit rund 20 Teilnehmern begonnen, viele Ideen gesammelt und Arbeitsgruppen gebildet. Ein Prozessbeirat, besetzt mit FUSS-Migliedern, schaut den Akteuren dieser Entwicklung dabei auf die Füße. Mitglieder und Unterstützer, die uns beim größer und stärker werden begleiten und unterstützen möchten, sind herzlich eingeladen. Einfach eine kurze Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schreiben!

Fachkundige Mitarbeit, Recherchen, erfolgreiche Beispiele nennen, Spenden für Aktualisierung und Ausbau unserer Beratung aktiver Bürger/innen

Inhaltlich sind wir bei vielen Themen inzwischen gut aufgestellt: Wir können Ihnen sagen, wie breit Gehwege sein müssen und wie Ampeln geschaltet werden sollten. Wenn Sie jedoch mit unseren Argumenten bei der zuständigen Behörde vor Ort auf Granit beißen, dann sind auch wir manchmal ratlos.

Wir benötigen also für unsere Arbeit in der Beratung und für Ihren Erfolg einen Werkzeugkasten, aus dem wir Ihnen das richtige Instrument bei Ihren Nachfragen liefern können: Auf welche Paragrafen beruft man sich am besten? Welche Fristen sollte man setzen? Muss man eine Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen oder reicht es aus, Ihr Anliegen genauer zu beschreiben?

Bei all den Tipps, welche taktischen Wege eingeschla­gen werden sollten und welche juristischen Kniffe in Verwaltungsdeutsch die Behörden(re)agieren lassen, werden wir einen Aspekt nicht aus den Augen verlieren: Wir wollen den Ämtern vermitteln, dass unser Engage­ment eine Hilfe ist, ihre Arbeit sachgerecht und bürgerfreundlich zu erledigen!

  • Sie können uns mit Ideen und Hinweisen helfen. Nehmen Sie bitte mit dem FUSS e.V. Kontakt auf.
  • Darüber hinaus sind wir für jede Spende unter dem Stichwort „Behörde aktiv“ dankbar:
    Hier finden Sie unsere Bankverbindung.
    FUSS e.V. ist gemeinnützig, Spenden können Sie daher bis zu einem Anteil von 20% des “Gesamtbetrages der Einkünfte” (entspricht bei Arbeitnehmern ohne andere Einkünfte dem Bruttoverdienst minus der Werbungskosten) von der Steuer absetzen.
    Sie erhalten automatisch eine Spendenbescheinigung.

Bisher finden Sie erste Informationen auf www.geh-recht.de > Behörde > Zuständigkeiten . Außerdem berichten wir in unserer Vierteljahreszeitschrift mobilogisch! regelmäßig über die damit zusammenhängenden Themen. Einzelhefte dieser Zeitschrift für Ökologie, Politik & Bewegung können Sie in unserem Online-Shop in der Rubrik Zeitschrift bestellen.

Alle unsere Aktivitäten werden aus Vereinsmitteln und durch ehrenamtliches Engagement entwickelt. Auch die von der FUSS e.V.-Bundesgeschäftsstelle kontinuierlich durchgeführte direkte Beratung von Interessierten wird nicht in Rechnung gestellt. Zur Bewerkstelligung dieser Aufgaben bittet der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. dringend um Spenden. Wir würden uns natürlich auch über Ihrer Mitgliedschaft freuen, weil diese eine kontinuierlichere Absicherung unserer Tätigkeiten darstellt.

Für gesundes und gefahrloses Gehen in der Corona-Zeit haben wir Ideen gesammelt. Normales Straßen- und Verkehrsrecht erlaubt manches nicht; Seuchenrecht lässt mehr zu. Die Kommunen mögen ihren Spielraum ausschöpfen.

Deutsche Städte entdecken das Gehen wieder. Zwölf von ihnen haben sich in den letzten Jahren vom FUSS e.V. strategisch beraten lassen. Gefördert wurde das Projekt vom Bundes-Umweltministerium und dem Umweltbundesamt.

Eine Reihe von Tweets, geschrieben von einer Radfahrerin übe Fußgänger. Wir haben nur Wörter vertauscht: Wo "Radfahrer" stand, steht jetzt "Autofahrer". Wo "Fußgänger" stand, steht jetzt "Radfahrer". Wo "klingele" stand, steht jetzt "hupe". Und fragen: Müssen sich Radfahrer sowas von Autofahrern gefallen lassen?

 

Liebe Radfahrer, ihr wollt zurecht nicht eng überholt und bedrängt werden. Macht es uns #Autofahrer|n doch bitte leichter, indem ihr nicht nach links UND rechts ausweicht und so eine Engstelle bildet, durch die wir fahren sollen. Noch unangenehmer ist das, wenn ihr Hunde dabei habt.

...Entweder alle nach links oder alle nach rechts, so können wir mit größtmöglichem Abstand an euch vorbeifahren. Da haben alle was davon, Radfahrer, Autofahrer und auch die Hunde

Hab auch angehalten und das den beiden nett erklärt.

Natürlich und dennoch kann es doch nicht schaden, die Leute nett drauf anzusprechen. Und gerade weil Hunde keine Roboter sind, liegt es vor allem an den Haltern, sie entsprechend im Blick zu behalten und ihnen die dichte Vorbeifahrt von Autofahrern zu ersparen

Eine Gasse zwischen 2 Hunden ist einfach unangenehm und vermeidbar und ich kann mich nun mal nicht aussenrum beamen. Wie wär's mit gegenseitiger Rücksicht? Ich nehme Rücksicht (hupe, bremse) und nix anderes erwartet ich von anderen Verkehrsteilnehmern

Ich habe nicht gesagt, sie sollen sich verdrücken sondern erklärt, dass es ein ungutes Gefühl ist, zwischen 2 Hunden durchzufahren. Ein Vorschlag im Sinne aller Beteiligter (Rad, Auto + Hund) Aufgrund Breite hätten die dort sogar noch nebeneinander fahren können während ich überhole.

So haben sie eine unnötige Engstelle geschaffen, die mir keine Ausweichmöglichkeit gibt und mich zwingt, dichter an ihnen und den Hunden vorbei zu fahren als ich das normalerweise, wg. Rücksicht auf Radfahrer mache. Die Strecke gehört im übrigen nicht allein den Radfahrern.

 

Berlins Verkehrssenat will einen Radschnellweg durchs Brandenburger Tor und über den Pariser Platz führen, auf dem er rund 30.000 Radfahrer pro Tag erwartet. FUSS e.V. protestiert: Berlins symbolisch wichtigster Stadtraum würde zerschnitten.

22 Symbolfiguren für 2019 getötete Fußgänger standen in einem Gedenkgottesdienst in der Berliner Marienkirche, zu dem Pfarrerin Corinna Zisselsberger FUSS e.V. eingeladen hatte. Wir dokumentieren ihre Predigt.

Am 6. September raste ein SUV auf den Gehweg der Berliner Invalidenstraße und tötete vier Menschen. Der Fahrer soll einen epileptischen Anfall gehabt haben. Der Unfall löste eine Debatte über SUVs und Tempo 30 aus.

Umwelt- und Klimaschutz

Tempo 30 ist ein Baustein für den Umweltschutz. Eine niedrigere Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge ist ein essentieller Beitrag für den Klimaschutz, sie reduziert die benötigen Verkehrsflächen und damit die Bodenversieglung sowie den Bedarf vieler anderer wichtiger Ressourcen. Nicht zuletzt kann hier eine enorme Menge Energie eingespart werden und damit auch Geld bei den Kraftfahrerinnen und Kraftfahrern. Durch die Reduzierung der Geschwindigkeitsdifferenzen wird eine gleichmäßigere Fahrweise erreicht, es werden weniger Abgase produziert und der Verschleiß der Bremsen wird verringert. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird gegenüber der Nutzung eines motorisierten Individualverkehrsmittels attraktiver, die Einfädelung von Bussen in die Fahrstreifen wird erleichtert. Der eindeutig größte Beitrag für den Umweltschutz und die eigene Gesundheit ist, zumindest die kurzen Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen und für längere Strecken öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.

Lebensqualität

Die Lebensqualität in einer Stadt oder einem Dorf setzt ein Gefühl voraus, sich in einem angenehmen Lebensraum und in sozialer Sicherheit aufhalten und bewegen zu können. Eine Kultur, in der Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren und Menschen mit Mobilitäts- und kognitiven Einschränkungen miteinander „verkehren“ und kommunizieren können, ist nur durch ruhigeres Verkehrsverhalten erreichbar. Tempo 30 würde daran mitwirken, die Ungleichheit der Wohnbedingungen an Neben- und Hauptverkehrsstraßen abzubauen. Es wäre ein Beitrag für eine sozialere Stadt, in der das sich wohl Fühlen Priorität hat und Ansätze von Vandalismus und Kriminalität frühzeitiger erkennbar sind.

Übersicht und Regel-Akzeptanz

Viele Städte haben in den letzten Jahrzehnten immer mehr Straßen per aufwändiger Beschilderung zu Tempo 30-Straßen oder –Zonen erklärt, um die kommunalen Anforderungen an die Verkehrssicherheit, Lämminderung und Luftreinhaltung erfüllen zu können. Diese punktuellen Maßnahmen mit einem ständigen Wechsel zulässiger Höchstgeschwindigkeiten haben häufig eine geringe Akzeptanz in der Bevölkerung zur Folge. Sie führten zu einem unverminderten oder gar schnellerem Tempo im restlichen Straßennetz und leider in der gesamten Stadt nicht zu einer Reduzierung von schweren Fußgänger- und Radfahrerunfällen. Die Kommunen wären erfolgreicher und könnten erhebliche Kosten und Aufwand sparen, wenn die Staaten die Empfehlung aus dem Initiativ-Bericht des Europäischen Parlaments umsetzen und ein reguläres Tempolimit von 30 km/h in den Städten einführen würden.

Erfahrungen aus Großbritannien

In Großbritannien haben verschiedene Städte mit insgesamt über 5 Millionen Einwohnern 20 mph (entspricht etwa 32 km/h) als zulässige Höchstgeschwindigkeit auf den Straßen innerhalb der Wohngebiete mit einzelnen Ausnahmeregelungen eingeführt. In Portsmouth, der ersten Stadt mit flächendeckend eingeführten Tempo 20 mph, verringerte sich die Zahl der Unfallschäden um knapp ein Viertel. Ohne Umbaumaßnahmen wurde auf schnelleren Straßen mit bisher über 40 mph eine Reduktion um mehr als 10 mph erreicht. Das ist zwar weniger, als mit einer Umbaumaßnahme zu einem Verkehrsberuhigten Bereich oder eine Spielstraße erreicht werden kann, die Fläche ist aber etwa 50-mal größer, die mit einem vergleichbaren Kostenansatz geschwindigkeitsreduziert werden kann. Die Einführung war für die Kommunen effektiv und kostengünstig und bei einer fast flächendeckenden Regelung spüren die meisten AutofahrerInnen die Vorteile von 20 mph auch auf ihrer eigenen Wohnstraße. Das steigert das „Vertrautheitsgefühl“ und dadurch auch das Einverständnis der Bürgerinnen und Bürger. Wenn all dies gut und wirkungsvoll in Großbritannien ist, kann es für Städte und Ortschaften in Europa gleiche Erfolge bringen und sogar über Europa hinaus ausgeweitet werden.

 

Zielgruppengenaue Informationen.

Die Reduzierung der Geschwindigkeiten ist bei allen Umwelt-, Verkehrssicherheits- und Gesundheitsaspekten ein wesentlicher Hebel für eine nachhaltige Mobilität. Dabei gilt „Tempo 30“ als Botschaft für einen menschengerechteren Verkehr in den Städten und ist trotz seiner nachgewiesenen Vorteile in der verkehrspolitischen Diskussion nach wie vor höchst umstritten. Seitdem UMKEHR e.V. 1983 eine bundesweite Tempo 30-Kampagne startete - im gleichen Jahr war übrigens Europas erste Tempo 30-„Zone“ in Buxtehude als Pilotprojekt eingerichtet worden, gibt es Erfolgsmeldungen. Einige Städte haben bis zu 70 % ihres Straßennetzes für maximal Tempo 30 km/h zumindest ausgeschildert. Nicht umgesetzt wurde dagegen eine zentrale Forderung der vor knapp 30 Jahren gestarteten Aktivitäten: die Einbeziehung gerade auch von Hauptverkehrsstraßen. Dazu existieren nur vereinzelte Versuche, z.B. zur Einhaltung der Lärmschutzwerte. Dies, obwohl nach wie vor in allen Kommunen die Hauptverkehrsstraßen als Unfallorte an der absoluten Spitze stehen, und auch die Umweltzonen längst nicht so wirksam die Luft verbessern, wie sie sollten.

2011 ist wieder Bewegung in die Tempo 30 – Diskussion gekommen. Verkehrssicherheitsberichte der Kommunen zeigen, dass die Unfälle mit Personenschäden nicht in dem erwünschten Maße reduziert werden konnten, trotz der Arbeit von Unfallkommissionen und trotz Sicherheits-Audits. Der zentrale Fortschritt wäre die Ausdehnung des Tempolimits auf alle „Wohngebiete“. Folgerichtig hat das Europäische Parlament mit großer Mehrheit einen Initiativ-Bericht verabschiedet, in dem es zum ersten Mal seit seinem Bestehen ein reguläres Tempolimit von 30 km/h in den Städten fordert. Der Wissenschaftliche Beirat des Bundesverkehrsministers (BMVBS) forderte in einer Stellungnahme ebenfalls, „Tempo 30 als innerstädtische Regelgeschwindigkeit anzustreben und gemeinsam mit den Ländern, Städten und Gemeinden umzusetzen.“ Eine „öffentliche Anhörung“ zum „Verkehrssicherheitsprogramm 2011“ der Bundesregierung fand aber erst statt (9. November 2011), als die Hochglanzbroschüre bereits gedruckt war. Einen Tag später stellte Minister Raumsauer das Konzept vor: Ein Wort zur zulässigen Höchstgeschwindigkeit sucht darin man vergeblich; das „Aktionsfeld Infrastruktur“ bezieht sich – mit Ausnahme des Radverkehrs - nur auf Straßen außerorts, und im Aktionsfeld „Mensch“ tauchen die Fußgänger als Spezies nicht auf.

Eine Unterstützung der Bundesregierung bei der Lösung der Unfallursache Nr. 1 - „unangepasste Geschwindigkeit“ - ist also vorerst nicht zu erwarten. Deshalb hat der FUSS e.V. über viele Monate hinweg intensiv daran mitgewirkt, die im September 2012 bei der EU-Kommission eingereichte „Europäische Bürgerinitiative EBI“ auf den Weg zu bringen. Unabhängig von dieser Kampagne will der FUSS e.V. auch weiterhin sein Know-how als Fachverband einbringen, die bereits eingerichtete Website www.30kmh.de auszubauen. Vorgesehen ist, die Informationen für Befürworter und Skeptiker zielgruppengenauer und fachlich breiter zusammenzutragen. Dabei sind wir auch auf Ihre Hilfestellungen und Mitarbeit angewiesen. Die Geschwindigkeits-Diskussion ist ja nicht nur eine Fragestellung im Rahmen der Verkehrssicherheitsarbeit, sondern betrifft oder tangiert zahlreiche Lebensbereiche, Umwelt-, Stadtplanungsthemen etc. Hier ist auf vielen Ebenen Überzeugungsarbeit zu leisten!

  • Bei Interesse an der Mitarbeit bei der Erstellung inhaltlicher Medien für die Öffentlichkeitsarbeit oder der Entwicklung von Umsetzungsstrategien, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
  • Darüber hinaus sind wir für jede Spende unter dem Stichwort „Tempo 30“ dankbar:
    Hier finden Sie unserer Bankverbindung.
    FUSS e.V. ist gemeinnützig, Spenden können Sie daher bis zu einem Anteil von 20% des “Gesamtbetrages der Einkünfte” (entspricht bei Arbeitnehmern ohne andere Einkünfte dem Bruttoverdienst minus der Werbungskosten) von der Steuer absetzen. Sie erhalten automatisch eine Spendenbescheinigung.

Die Europäische Mobilitätswoche hat in diesem Jahr einen Schwerpunkt im Fußverkehr. FUSS e.V. und viele andere sind vom 16. Bis 22. September aktiv. Ein fester Termin in dieser Woche ist auch der Parking Day am Freitag.

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Wir stellen Ihnen hier unsere Projekte vor, von denen wir einige zusammen mit unserer Partnerorganisation UMKEHR e.V. - Informations- und Beratungsbüro für Verkehr und Umwelt durchführen. Wir hoffen, Sie finden darunter eines, bei dem Sie mitwirken können und möchten. Wir freuen uns über Ideen, Hinweise, materielle oder finanzielle Unterstützungen und Mitarbeit.

Besonders möchten wir Sie auf unsere aktuellen Projekte aufmerksam machen. Eine kurze Projektvorstellung als Flyer stellen wir Ihnen hier als als PDF-Datei zur Verfügung.

Spenden lohnen sich

Das seit Anfang 2007 gültige"Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" hat die Möglichkeiten zur Steuerabsetzung von Spenden an gemeinnützige Vereine wie den FUSS e.V. erheblich ausgeweitet. Spenden können seitdem bis zu einem Anteil von 20% des "Gesamtbetrags der Einkünfte" (entspricht bei Arbeitnehmern ohne andere Einkünfte dem Bruttoverdienst minus der Werbungskosten) von der Steuer abgesetzt werdenn (früher nur 5%). Das heißt: Sie können (uns) viermal so viel spenden wie früher!

 

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