Regelwidriges Parken an Kreuzungen sowie direkt vor Übergängen (Ampeln, Zebrastreifen) gefährdet insbesondere Kinder, die den Kreuzungsbereich nicht einsehen können (und nimmt zudem abbiegenden Autofahrern die Sicht, die dadurch wiederum andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen). Der FUSS e.V. Hamburg fordert ein konsequentes Vorgehen der Polizei, indem bei regelmäßigen Kontrollen (insbesondere in den Morgenstunden, wenn auch Schulkinder unterwegs sind) Falschparker abgezettelt werden und bei Bedarf durch das Abschleppen der Fahrzeuge wieder die Mobilität von Fußgängern gewährleistet wird. Wie soll sonst bei Rücksichtslosparkern ein Lerneffekt erzielt werden?
Wenn eine Parkraumüberwachung durch die Polizei nicht zu leisten ist, sind an einigen Stellen ggf. bauliche Maßnahmen (wie Poller, Geländer oder ähnliches) zielführend. Zudem wäre eine Kampagne bzw. Aufklärung zum Fußverkehr eine sinnvolle Maßnahme. Hierbei sollte der Gesundheitseffekt (u. a. mehr Bewegung und Fitness, Lärm- und Abgasreduktion) des Zufußgehens und die positiven Auswirkungen auf das Stadtleben betont werden, und bei Autofahrern um mehr Rücksicht und ein tieferes Verständnis für die Folgen des Gehwegparkens geworben werden.
Unsere bisherigen Aktivitäten hierzu:
Der FUSS e.V. Hamburg versucht durch einen regelmäßigen Dialog mit den zuständigen Behörden, Polizeikommissariaten und vor allem auf Veranstaltungen zu dem Thema Mobilität auf dieses Thema aufmerksam zu machen und bei Planungen von Verkehrsanlagen und Straßenräumen die Interessen von Fußgängerinnen und Fußgängern zu vertreten.
Nachdem der Bundesrat am 8.10.21 endlich den höheren Bußgeldern im Straßenverkehr zugestimmt hat, haben wir den Innensenator angeschrieben und ihn aufgefordert, das Fehlverhalten endlich auch kontrollieren und ahnden zu lassen. Es kann nicht weiter sein, dass Gehwegparken und-fahren in Hamburg als “Kavaliersdelikt” behandelt wird.
Danach haben wir eine Antwort aus der Innenbehörde erhalten.
Leider konnten wir keine Verbesserung feststellen und haben den Innensenator erneut angeschrieben.