Hitze- und Starkregenereignisse

Neu gestaltete Dechanatstraße in Bremen mit Hochpflasterung, Beeten und Bäumen
Fotos: Klaus Milde

Dechanatstraße neu gestaltet.

Klimaschutz oder Symbolpolitik?

Hitze spielt in den Städten eine immer größere Rolle. Hitzetage nehmen zu. In der Bremer Innenstadt gibt es wenig Schatten durch Bäume. Die Häuserfronten heizen sich auf und strahlen die Wärme wieder ab. Der Temperaturunterschied zum Bürgerpark liegt bei ca. 8 Grad. Dadurch ist die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt herabgesetzt.

Bei Starkregen ist Bremen auch nicht gut vorbereitet. Das Regenwasser landet ungenutzt über die Kläranlagen im Meer. Das ist Verschwendung und auch sehr teuer.

Nach langer Planung hat Bremen doch einige Projekte umgesetzt. Dazu gehört die im Frühjahr 2026 fertig gestellte Dechanatstraße.

Auf Höhe des alten Postamtes wurde eine Hochpflasterung geschaffen, die alten Parkplätze wurden durch Poller ersetzt. Auf der linken Seite stadtauswärts wurden 3 tiefliegende Beete mit Stauden angelegt. Zusätzliche Bäume als Schutz gegen Hitze wurden angepflanzt. Die Randsteine der Beete sind offen, so dass das Regenwasser hineinlaufen kann. Das Wasser wird in einer Rigole zwischengespeichert. Dies wird zu einer Verbesserung des Mikroklimas beitragen.

Beim Queren der Straße gibt es keine Sichtbehinderung durch parkende Autos und Busse mehr. Zusätzlich wurden diverse Sitzgelegenheiten geschaffen.

Auch wenn dieses Projekt sinnvoll ist, bleibt es dennoch Symbolpolitik, denn weitere Maßnahmen dieser Art sind nicht in Sicht. Bremen will Schwammstadt werden. Dafür braucht es aber sehr viel mehr. Bei Neubauten und bei notwendigen Bauarbeiten im Stadtbild muss der Klimagedanke mitgedacht werden.

Trotzdem ein Beitrag zum besseren Fußverkehr in Bremen.

Klaus Milde

(siehe auch Weser-Kurier v. 12.8.2026)

Neu gestaltete Dechanatstraße in Bremen mit Hochpflasterung, Beeten und Bäumen. Ein Beet im Vordergrund
Tiefbeet mit schmaler Sitzbank
26.07.26