Frauen bewegen Berlin – zu Fuß und mit dem ÖPNV

Zum Internationalen Frauentag machen wir vom FUSS e. V. Berlin auf die besondere Bedeutung des Fußverkehrs für Frauen und Mädchen aufmerksam. Mobilitätsdaten zeigen seit Jahren ein klares Bild: Frauen gehen etwas häufiger zu Fuß, nutzen deutlich mehr Bus und Bahn und übernehmen einen großen Teil der alltäglichen Wege für Betreuung, Erledigungen und Freizeit.

Frauen haben dabei oft ganz andere Wegeketten als Männer: viele kurze Wege, häufige Unterbrechungen, mehrere Erledigungen – oft mehrmals am Tag und auch außerhalb des Berufsverkehrs. Deshalb ist für sie auch die Aufenthaltsqualität an Warteorten im öffentlichen Raum besonders wichtig. Genau dort, wo sie am meisten unterwegs sind, sind sie zugleich am stärksten gefährdet. Im vergangenen Jahr starben 19 zu Fuß Gehende im Berliner Straßenverkehr, 13 von ihnen waren Frauen.

Die Forschung zeigt klar: Sichere Querungen, barrierefreie Wege, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit und ein starker ÖPNV verbessern gerade für Frauen und Mädchen Mobilität und Sicherheit. Diese Maßnahmen wirken genau dort, wo sie im Alltag am häufigsten unterwegs sind.

„Der Fußverkehr ist für viele Frauen das Rückgrat ihres Alltags. Gute Wege, sichere Querungen und Tempo 30 erleichtern ihnen jeden Schritt und machen Berlin für alle lebenswerter. Frauen und Mädchen bewegen diese Stadt – und wenn wir den Fußverkehr stärken, stärken wir ihre Freiheit, ihre Selbstständigkeit und ihre Teilhabe.“
– Waltraut Ritter und Annabelle Wolfsturm, Landesvorstand

Als bundesweiter Fußgängerschutzverein setzen wir uns seit vielen Jahren für sichere, barrierefreie und gut gestaltete Wege ein. Die Mobilitätsrealität von Frauen zeigt, wie zentral der Fußverkehr für ein gerechtes, lebenswertes und sicheres Berlin ist.

Wer Mobilität für Frauen stärken will, stärkt Fußverkehr und ÖPNV.

08.03.26