Verkehrssicherheit durchsetzen! Bis zum Ziel der „Vision Zero“ ist der Weg noch weit

Nach 55 Verkehrstoten und tausenden von Verletzten in 2024 starben im laufenden Jahr bereits 34 Menschen im Straßenverkehr, darunter 16 Fußgängerinnen! Bei Mahnwachen im Juli wurde u.a. zwei Senioren gedacht, die an der Kreuzung Mariendorfer Damm/Sandsteinweg getötet wurden.

Am 11. Dezember 2025 fand ein Austausch zum Thema “Verkehrsberuhigung am Mariendorfer Damm” von der Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg und einem Vertreter des ADFC mit den Abgeordneten Lars Rauchfuß und Sebastian Schlüsselburg (beide SPD) ganz in der Nähe statt, am Blitzer Ankogelweg. Dieser kann Rotlichtverstöße und Geschwindigkeitsüberschreitungen erfassen und gehört zu den nur 4 stationären Blitzern in Tempelhof-Schöneberg, die in der schriftlichen Anfrage “Durchsetzung der Geschwindigkeitsbegrenzung als Beitrag zur Verkehrssicherheit in Tempelhof-Schöneberg” aufgeführt werden.

   

Diskutiert wurde entsprechend auch, warum in Berlin so wenige Blitzer dauerhaft aufgestellt werden. Unser Fazit: es gibt keine guten Gründe. Erforderlich ist natürlich auch eine funktionierende Bußgeldstelle: Aufgrund mangelnder personeller Ressourcen und technischer Probleme landen derzeit jedes Jahr tausende Bußgeldbescheide in der Mülltonne, da diese in der Zwischenzeit verjähren. Berlin entgehen dadurch Einnahmen in Millionenhöhe, die für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit eingesetzt werden könnten.

Kurz gesagt:  Regeln im Verkehrsrecht müssen durchgesetzt werden! Evelyn Hagenah als Sprecherin der Bezirksgruppe betonte zudem, dass für zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für alle, aber auch gerade für Fußgängerinnen und Fußgänger, die Ausweitung von Tempo 30 und ein Umbau der Infrastruktur zur Verbesserung der Verkehrssicherheit mindestens ebenso wichtig sind.

Fotos: DS und Stephan G.

16.12.25