Unterwegs mit FUSS e. V. 2026
Die FUSS e. V.-Ortsgruppe Hannover bietet auch in diesem Jahr wieder Stadtteilspaziergänge an. Wir erkunden, jeweils freitags ab 16 Uhr, hannoversche Quartiere aus der Perspektive von Fußgänger*innen.
Nächster Termin: Freitag, 14. August, 16 Uhr: Stadtteilspaziergang in der List
Wo gehe ich gern zu Fuß, wo „drückt der Schuh“? Wie funktioniert der Mix aus Fuß-, Rad- und motorisiertem Verkehr? Es gibt auch stadtgeschichtlich viel Interessantes zu entdecken. Am 22. Mai sind wir im lebhaften Stadtteil Mittelfeld unterwegs, am 19. Juni führt unser Spaziergang durch Limmer mit dem alten Dorf und dem neuen Quartier „Wasserstadt“. In der zweiten Augusthälfte spazieren wir durch die List, im September auf den Spuren der „Sozialen Stadt“ durch Stöcken.
FUSS e. V., bundesweiter Fachverband für Fußverkehr, engagiert sich für sicheres und attraktives Zufußgehen für alle. Unser Angebot ist kostenlos und die Teilnahme in eigener Verantwortung. Für alle Spaziergänge freuen wir uns über eine Anmeldung unter hannover@fuss-ev.de (nicht Bedingung).
WANN UND WO?
Freitag, 22. Mai um 16 Uhr
Mittelfeld – ein junger Stadtteil
Treffpunkt: Stadtfriedhof Seelhorst, Stadtbahn-Haltestelle Linie 8
Dauer 1,5 bis 2 Stunden
Mittelfeld ist ein junger Stadtteil. Bis auf die ab 1900 genossenschaftlich bebaute Ahornstraße ist der größte Teil Mittelfelds erst nach dem 2. Weltkrieg bebaut worden. Es musste Wohnraum für die wachsende Bevölkerung Hannovers, darunter viele Flüchtlinge und Vertriebene, geschaffen werden. Hier leben heute zahlreiche jüngere und kinderreiche Familien. Im Grünen zwischen den Häusern spielen viele Kinder. Der 2001 gegründete Verein Schönes Mittelfeld/SchMitt e. V. fördert Nachbarschaftskontakte und engagiert sich auf vielfältige Weise im Stadtteil.
Freitag, 19. Juni um 16 Uhr
Limmer – ein Stadtteil im Wandel
Treffpunkt: Brunnenstraße, Stadtbahn-Haltestelle Linie 10 + 12
Dauer 1,5 bis 2 Stunden
Zwischen Leine und Kanälen: Limmer ist von Wasser umgeben. Die Continental und weitere Industrie- und Handwerksbetriebe prägten lange den Alltag im Stadtteil. Heute ist auf dem ehemaligen Conti-Gelände der erste Bauabschnitt der „Wasserstadt“ zu erkunden. Im Kontrast dazu bildet das alte Dorf rund um die Sackmannstraße eine dörfliche Insel im Stadtteil. Die Bewohner*innen Limmers schätzen die Nähe zu Kanal und Leineauen, ob zu Fuß oder mit dem Rad. Einrichtungen wie der Kulturtreff Kastanienhof und die Initiative Wir in Limmer laden zu nachbarschaftlichen Begegnungen ein.
Freitag, 14. August um 16 Uhr
Stadtteilspaziergang in der List
Treffpunkt: Vahrenwalder Platz, Haltestelle Stadtbahnlinie 1, 2 und 8
Dauer ca. 2 Stunden
Der Spaziergang führt uns von dem vielbefahrenen Knotenpunkt Vahrenwalder Platz über die Kleist- und die Zietenstraße in die baumbestandene Jacobistraße mit ihren breiten Gehwegen. Dank vieler gründerzeitlicher Gebäude ist die List ein sehr gefragter Stadtteil. Am Bonifatiusplatz befinden sich drei sehenswerte Schulen: die Ricarda-Huch-Schule, die Bonifatiusschule und die Comeniusschule. Der nicht weit entfernte Moltkeplatz ist ein beliebter Treffpunkt und an Markttagen besonders belebt. Über die Waldstraße gelangen wir zum De-Haen-Platz, der 2023 im Rahmen der Mobilen Woche im Mittelpunkt stand. Unser Rundgang endet am Weiße-Kreuz-Platz mit Anschluss an Stadtbahnlinien.
Freitag, 18. September um 16 Uhr
(zu Fuß) auf den Spuren der Sozialen Stadt in Stöcken
Treffpunkt: Platz vor dem Stadtteilzentrum Stöcken, Eichsfelder Straße 101
Dauer ca. 1,5 bis 2 Stunden
Das Sanierungsgebiet Stöcken erhielt etwa 20 Jahre lang Städtebauförderungsmittel. Langsam aber stetig hat es sich gewandelt. Viele Gebäude wurden modernisiert, Außenanlagen neugestaltet, Freizeitangebote geschaffen, lokale Initiativen, Vereine und Gewerbetreibende unterstützt und verkehrliche Anlagen verbessert – auch für den Fußverkehr. Mit dem neuen Stadtteilzentrum und der Aufwertung des Stöckener Markts wurde das Quartierszentrum deutlich attraktiver. Auf einem Spaziergang kann die Entwicklung nachvollzogen und geschaut werden, was sich seit Auslaufen des Programms „Soziale Stadt“ (später „Sozialer Zusammenhalt“) getan hat und was erhalten geblieben ist.

