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Wer wir sind

FUSS e.V. Darmstadt ist ein Netz von Mitwirkenden, die aktiv aus der Sicht von zu Fuß Gehenden

  • untersuchen und analysieren, was in Darmstadt für zu Fuß Gehende geregelt und geplant ist,
  • dies kritisch hinterfragen, Verbesserungsvorschläge einbringen und deren Umsetzung begleiten,
  • eine Strategie für die Stärkung des Fußverkehrs in Darmstadt unterstützen,
  • auf die Belange der zu Fuß Gehende aufmerksam machen,
  • das tatsächliche Geschehen betrachten, damit abgleichen und Konflikte transparent machen,
  • Verbesserungsvorschläge einbringen und ggf. unsere Rechte einfordern,
  • Veränderungen anstoßen,
  • auf Umsetzung drängen und begleiten,

um ein „Zusammenleben“ aller am Verkehr Beteiligten zu schaffen.

Wir, als Vertreter der zu Fuß Gehende, werden damit im Stadtgeschehen wahrgenommen, zu Wort kommen und zukünftig ebenfalls an der Stadtentwicklung beteiligt sein.

Was wir wollen

Zehn Schritte zum besseren Gehweg

  1. Gehwege sind mindestens 2,50 Meter breit, bei starkem Fußverkehr etwa an Geschäftsstraßen oder viel benutzten Schulwegen breiter. Auf dem 2,50 Meter breiten Streifen wird nichts aufgebaut, hingestellt, abgelegt oder herumgefahren.
  2. Radwege auf bisherigen Gehwegen gibt es nur, wenn 2,50 Meter Gehwegbreite bleiben (auf viel benutzten Straßen mehr) und technisch dafür gesorgt ist, dass Radfahrer nicht den Gehweg missbrauchen.
  3. Gemeinsame Geh- und Radwege oder die Freigabe von Gehwegen zum Radfahren gibt es nur in seltenen Ausnahmen. Wo Radfahren auf der parallelen Fahrbahn zu unsicher wäre, wird das durch Tempolimits oder Radwege geändert.
  4. Gehwege sind so ausgelegt, dass Behinderte sie möglichst selbstständig, sicher und bequem benutzen können. Bordsteine sollten an Überquerungsstellen am besten komplett abgesenkt (für Rollis und Rollatoren) und dabei eindeutig tastbar sein (für Blinde und Sehbehinderte), alternativ 3 cm hoch ausgeführt sein. Blinde und sehbehinderte Menschen brauchen eine durchgängig freigehaltene Orientierungslinie (z.B. Leitelemente, Hauskanten beziehungsweise kontrastreiche und tastbare Bordsteine bzw. Rinnen).
  5. Gehwege sind gut beleuchtet; besonders wichtig ist das an Querungsstellen zur Fahrbahn.
  6. Gehwege sind sauber, rutschsicher auch bei Nässe, nicht aus stark hitzespeicherndem Material und eben. Kopfsteingepflasterte Wege haben einen glatten Gehstreifen für Gehbehinderte, Rollstühle oder Kinderwagen.
  7. Winterdienst auf Gehwegen hat Vorrang – insbesondere an Bushaltestellen, auf Brücken und Treppen.#
  8. Auch an Baustellen sind die Wege breit genug und gut ausgeschildert. Beansprucht eine Hausbaustelle Gehwege, dann sind Ersatzwege sicher von der Fahrbahn abzutrennen.
  9. Für zu Fuß Gehende gibt es an Baustellen keine größeren Umwege. Sie werden nur in Ausnahmefällen auf die andere Straße geschickt. Führt vorher eine Fußverbindung durch ein größeres Baugebiet, dann ist dies möglichst provisorisch beizubehalten.
  10. Auch an Haltestellen hat der Fußverkehr genügend Raum. Wartehäuschen und -flächen werden im Regelfall auf der bisherigen Fahrbahn oder auf Grundstücken hinter dem Gehweg angelegt.

Kontakt zu FUSS e.V. Darmstadt

darmstadt@fuss-ev.de