„Grau raus, Grün rein“ – nur so werden die heißen Sommer in unseren Straßen erträglicher, meint der Fuss e.V., Fachverband für Fußverkehr Deutschland. „Für viele Menschen ist der Gang durch die Stadt momentan eine Zumutung“, sagt sein Pressesprecher Roland Stimpel. „Vor allem Alte und Kranke leiden; viele sind in der Hitze ans Haus gefesselt.“

In Anbetracht des Klimawandels sei Abhilfe geboten – Städte müssten sie nur wollen: „Auf breiten Fahrbahnen, Parkplätzen und Parkstreifen können Asphalt aufgerissen, Bäume gepflanzt, Bänke und Brunnen aufgestellt werden. Das schränkt zwar die Minderheit der Autofahrer etwas ein. Aber es bringt im Endeffekt mehr Lebensqualität für alle und gesündere Mobilität für die Zweidrittelmehrheit derer, die in unseren Städten ohne Auto unterwegs sind.“

Dass sehr viele Menschen Grün, Bänke und Ruheplätze wünschen, hat der Fuss e.V. bei systematischen Gesprächen und Interviews mit 700 Experten und Laien zur Gestaltung des Straßenraumes erfahren. Dies war Teil eines von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt unterstützten Projekts – nicht nur zum Klimawandel, sondern auch für einen sicheren, umweltschonenden und sozialeren Verkehr, der das Gehen als Basismobilität für alle erkennt und fördert. Als Ergebnis hat der Fuss e.V. jetzt den Leitfaden „Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie“ herausgebracht, die allen Stadtverwaltungen in Städten mit über 20.000 Einwohnern zugestellt wurden. Er steht zum Download unter http://www.fussverkehrsstrategie.de/hlf.html allen zur Verfügung.

Pressemitteilung des
Fuss e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 1. August 2018