Mülheimer Brücke: Belange des Fußverkehrs berücksichtigen

Blick auf die Mülheimer Brücke in Köln

Pressemitteilung der Kölner Ortsgruppe des FUSS e.V vom 20. Januar 2026:

Mülheimer Brücke: Auch die Belange des Fußverkehrs müssen berücksichtigt werden

An drei Tagen hintereinander berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger in der vergangenen Woche über die Verkehrsaufteilung auf der Mülheimer Brücke. Es geht in allen Artikeln ausschließlich um den Platzbedarf von Rad- und Autoverkehr. Es fragt sich aber: Wo sind die Fußgänger*innen, die über die Brücke gehen?

Sie werden – wie so oft – völlig ignoriert, wenn es um die Aufteilung des öffentlichen Raumes und der Straßen geht; bei allen Äußerungen und Stellungnahmen zur Mülheimer Brücke spielen bislang die Belange des Fußverkehrs keine Rolle. Aber auch Fußgänger*innen sind Teil des öffentlichen Verkehrs und benötigen Platz und Sicherheit. Das werden sie nicht haben, wenn der Radverkehr weiterhin über den zu schmalen Gehweg auf der Brücke geführt wird. Zudem gibt es durch die Pylonen besondere Gefahrenstellen durch Sichtbehinderung.

Deshalb fordert der Kölner FUSS e.V., dass der Radverkehr zukünftig die Fahrbahn mit einer eigenen Spur nutzen kann. Der Gehweg wäre dann, wie auch vielfach von den Kölner Parteien in den Wahlprogrammen gefordert, tatsächlich ausschließlich dem Fußverkehr vorbehalten und Fußgänger*innen hätten endlich Sicherheit auf der Brücke. Wir fordern auch, dass der Fußverkehr bei dem geplanten Gutachten angemessen berücksichtigt und nicht länger ins Abseits gedrängt wird.

20.01.26