Ein Kommentar zur Verkehrssituation in der Trankgasse
Im Kölner Stadtanzeiger vom 10. August 2026 findet sich ein Gastbeitrag des Dombaumeisters Peter Füssenich zur Situation rund um den Dom. Er nennt es einen städtebaulichen Rückschritt, würde die Trankgasse teilweise wieder für Autos geöffnet: „Umfeld des Kölner Doms darf keine Durchfahrtsstraße werden.“
Anne Grose, Sprecherin der Köln Ortsgruppe des FUSS e.V., begrüßt diesen Beitrag und weist in ihrem Leserbrief vom 24.08. auf einen weiteren Punkt hin:
Herrn Füssenich ist für seinen Beitrag, der eine andere als die Autoperspektive aufzeigt, sehr zu danken!
Köln sieht und bewirbt sich als Touristenstadt, ist stolz auf seine Lage am Rhein, den Dom, die romanischen Kirchen und nicht zuletzt den Karneval. Aber wie empfängt die Stadt ihre Gäste, die mehrheitlich mit Bus und Bahn kommen?
Der Hauptzugang zur Stadt ist die Trankgasse, sie führt auch direkt auf das städtische Büro von KölnTourismus/VisitKöln zu. Statt hier einen einladenden Zugang zur Stadt zu schaffen, müssen sich Massen von Menschen durch die Außengastronomie, zwischen parkenden Autos hindurch, durch einen vorgelagerten Hoteleingang durchzwängen.
Leider wurde auch bei der Umwandlung der Trankgasse in eine Fahrradstraße nicht daran gedacht, mehr Platz für Fußgänger*innen zu schaffen. Zwar ist die Abschaltung der Ampel auf der Trankgasse/Höhe Marzellenstraße und die Einrichtung von zwei Zebrastreifen ein Gewinn für Fußgänger*innen.
Aber dennoch berücksichtigen die Veränderungen nicht, dass der Hauptverkehr auf der Trankgasse der Fußverkehr ist – vor Rad und Auto – und dieser viel mehr Platz benötigt als ihm bislang zugestanden wird.
Hier wurde eine Chance für mehr Platz und einen attraktiven ebenerdigen Zugang zur Stadt vertan!
