{"id":4706,"date":"2026-05-13T15:29:40","date_gmt":"2026-05-13T13:29:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuss-ev.de\/hamm\/?page_id=4706"},"modified":"2026-05-13T15:29:55","modified_gmt":"2026-05-13T13:29:55","slug":"fachaufsichtsbeschwerde-zum-gehwegparken-in-hamm","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fuss-ev.de\/hamm\/fachaufsichtsbeschwerde-zum-gehwegparken-in-hamm\/","title":{"rendered":"Fachaufsichtbeschwerde zum Gehwegparken in der Fichtestra\u00dfe in Hamm"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8221;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8221;&#8221;]<b>Fachaufsichtsbeschwerde gem\u00e4\u00df \u00a7 68 Abs. 1 VwGO i. V. m. \u00a7 6 AG VwGO NRW<\/b><\/p>\n<p><b>Betreff: Rechtswidrige Anordnung von Gehwegparken in der Fichtestra\u00dfe, Hamm-Uentrop \u2013 systematische Missachtung der Barrierefreiheit und Verkehrssicherungspflicht gegen\u00fcber Fu\u00dfg\u00e4ngern, mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkten Personen und Kindern<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Sehr geehrter Herr Dr. H***,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">hiermit erhebe ich Fachaufsichtsbeschwerde gegen die Stadt Hamm. Ich bitte um Pr\u00fcfung, ob die Stadt ihrer Verpflichtung zur Gew\u00e4hrleistung von Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit in der Fichtestra\u00dfe nachkommt \u2013 und dies vor dem Hintergrund einer \u00fcber <\/span><b>zwei Jahrzehnte w\u00e4hrenden systematischen Missachtung schw\u00e4cherer Verkehrsteilnehmer<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Fichtestra\u00dfe ist kein Einzelfall. Sie steht exemplarisch f\u00fcr eine Praxis in Hamm, bei der die Interessen des ruhenden Verkehrs seit Jahrzehnten \u00fcber die Sicherheit und das Recht auf Barrierefreiheit von Fu\u00dfg\u00e4ngern gestellt werden.<\/span><\/p>\n<h2><b>I. Zusammenfassung des Sachverhalts<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Fichtestra\u00dfe in Hamm-Uentrop ist eine reine Anwohnerstra\u00dfe aus den 1920\/30er Jahren mit schmalen Gehwegen. Bereits <\/span><b>seit 2004<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> wird auf der Westseite das Gehwegparken durch Zeichen 315 legalisiert. Ein damals angek\u00fcndigtes &#8220;<\/span><b>Pilotprojekt Parken&#8221; <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">(2012\/13), das eine geordnete und barrierefreie L\u00f6sung versprach, wurde trotz Ank\u00fcndigung in der Bezirksvertretung <\/span><b>nie umgesetzt<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Seit \u00fcber 20 Jahren sind die Gehwege dauerhaft durch parkende Fahrzeuge blockiert. Menschen mit Rollator, Rollstuhl, Kinderwagen oder sonstigen Mobilit\u00e4tseinschr\u00e4nkungen m\u00fcssen auf die Fahrbahn ausweichen \u2013 eine erhebliche Gefahr angesichts des regen Durchgangsverkehrs und der regelm\u00e4\u00dfig missachteten Tempo-30-Begrenzung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Besonders betroffen sind die Bewohnerinnen und Bewohner des<\/span><b> DRK-Altenheims <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">in unmittelbarer Nachbarschaft, die den Weg durch die Fichtestra\u00dfe zum nahegelegenen Kurpark nutzen. Auch Familien mit Kinderwagen sind gezwungen, ihr Leben zu riskieren, weil der Gehweg nicht ausreicht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Im November 2024 begann ich als neue Anwohnerin, mich f\u00fcr die Aufarbeitung dieses Themas einzusetzen. Meine Anfrage in der Bezirksvertretung Uentrop zum nie umgesetzten &#8220;Pilotprojekt Parken&#8221; wurde von der Verwaltung mit bemerkenswerter Offenheit beantwortet:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><b>\u201eDie M\u00f6glichkeiten der Gehwegnutzung auch f\u00fcr Menschen, die auf Rollatoren angewiesen sind, sind vorhanden, wenn auch nicht \u00fcppig. In den vergangenen Jahren hat sich diesbez\u00fcglich auch keine Kritik aus der B\u00fcrgerschaft Richtung Verwaltung oder Politik gegeben.\u201c<\/b><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Antwort offenbart ein erschreckendes Verwaltungsverst\u00e4ndnis:<\/span><b> &#8220;Nicht \u00fcppig&#8221;<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> wird als ausreichend akzeptiert, und das Fehlen von Beschwerden wird als Legitimation f\u00fcr rechtswidrige Zust\u00e4nde interpretiert \u2013 als ob die normative Kraft des Faktischen jemals Rechtswidrigkeit heilen k\u00f6nnte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was folgte, war ein <\/span><b>15-monatiges Verfahren der Verschleppung, unzureichender Bescheide und gebrochener Zusagen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, das schlie\u00dflich in der geplanten, aber von mir abgelehnten Umsetzung eines Verkehrsversuchs m\u00fcndete, der eine <\/span><b>Verschlechterung der Barrierefreiheit <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">bedeutet h\u00e4tte.<\/span><\/p>\n<h2><b>II. Pers\u00f6nliche Betroffenheit und soziale Isolation<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dass es sich hierbei nicht um eine rein abstrakte Rechtsauffassung handelt, verdeutlicht die leidvolle Erfahrung meiner eigenen Familie:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Meine Schwiegereltern haben \u00fcber Jahrzehnte in der Fichtestra\u00dfe gelebt. Am Ende ihres Lebensweges war es ihnen aufgrund der blockierten Wege faktisch nicht mehr m\u00f6glich, das Haus sicher zu verlassen. Selbst ein kurzer Spaziergang \u2013 sicher eingehakt am Arm eines Angeh\u00f6rigen \u2013 scheiterte an den unpassierbaren Gehwegen. Sie waren in ihren letzten Jahren in den eigenen vier W\u00e4nden <\/span><b>\u201cgefangen&#8221;,<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> da der Parkraum \u00fcber ihre elementare Mobilit\u00e4t gestellt wurde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dieser Zustand darf sich f\u00fcr die heutigen Bewohnerinnen und Bewohner des <\/span><b>DRK-Altenheims <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">in der Nachbarschaft nicht wiederholen. Jeder von ihnen hat ein Recht darauf, am \u00f6ffentlichen Leben teilzuhaben \u2013 und sei es nur durch einen Spaziergang zum nahegelegenen Kurpark.<\/span><\/p>\n<h2><b>III. Die Anordnungen des Gehwegparkens 2004 und 2025 \u2013 Rechtswidrigkeit im Kern<\/b><\/h2>\n<h3><b>Anordnung 2004 (Westseite)<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die erste Anordnung vom 24. Juni 2004 erfolgte mit der Begr\u00fcndung:<\/span><b> &#8220;Kn\u00f6llchenaktion der Polizei&#8221; <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">[Anlage 1a]. Dies ist kein hinreichender Grund im Sinne des \u00a7 45 StVO. Die Rechtsprechung (VG D\u00fcsseldorf 2019, zuletzt VG Hannover 2025) stellt klar, dass die Anordnung von Gehwegparken eine detaillierte Begr\u00fcndung und eine Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeitspr\u00fcfung erfordert. Die blo\u00dfe Reaktion auf eine Polizeiaktion \u2013 noch dazu mit dem Ziel, weiteres Parken zu erm\u00f6glichen statt zu unterbinden \u2013 ist das Gegenteil einer rechtsstaatlichen Abw\u00e4gung.<\/span><\/p>\n<h3><b>Anordnung 2025 (Ostseite)<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Am 27. Februar 2025 ordnete die Stadt zus\u00e4tzlich Gehwegparken auf der Ostseite an \u2013 ausgerechnet vor dem Haus des zust\u00e4ndigen Bau- und Verkehrsdezernenten, der pers\u00f6nlich vom Gehwegparken profitiert. Die Begr\u00fcndung lautete: \u201e<\/span><b>des seit Jahren praktizierten B\u00fcrgersteigparkens. Die erforderlichen Fahrbahnbreiten gem. der Stra\u00dfenverkehrsordnung sind gegeben.\u201c<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> [Anlage 1b].<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Fahrbahnbreite ist jedoch nicht das alleinige Kriterium. Entscheidend ist die verbleibende <\/span><b>Gehwegbreite<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Diese betr\u00e4gt nach der Anordnung lediglich 1,20 m bis 1,30 m \u2013 weit unter den anerkannten Mindestma\u00dfen der <\/span><b>RASt 06 und EFA. Diese liegen bei 1,50 m f\u00fcr Begegnungsf\u00e4lle, zuz\u00fcglich Sicherheitsabst\u00e4nde zu Hausw\u00e4nden, Laternen und anderen Hindernissen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Die Verwaltung hat die Belange von Fu\u00dfg\u00e4ngern, mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkten Personen und Kindern schlichtweg ignoriert.<\/span><\/p>\n<h2><b>IV. Pers\u00f6nliche Betroffenheit des Dezernenten \u2013 Befangenheit und Interessenkonflikt<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Anordnung vom 27. Februar 2025 betrifft unmittelbar den<\/span><b> Bau- und Verkehrsdezernenten Andreas Mentz<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, der in der Fichtestra\u00dfe wohnt und selbst Gehwegparken vor seinem Haus nutzt. Dies wurde mir im Telefonat mit dem Justiziar Herrn Gottschalk am 3. November 2025 best\u00e4tigt: Die Zust\u00e4ndigkeit sei vom Verkehrsdezernat auf das Rechtsamt \u00fcbertragen worden, um Mentz <\/span><b>&#8220;aus der Schusslinie zu nehmen&#8221;<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> [Anlage 2: Ged\u00e4chtnisprotokoll].<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein solches Vorgehen ist rechtsstaatlich h\u00f6chst bedenklich. Die Entscheidung h\u00e4tte von Beginn an von einer unabh\u00e4ngigen Stelle getroffen werden m\u00fcssen. Stattdessen wurde eine rechtswidrige Anordnung erlassen, die den pers\u00f6nlichen Interessen eines Dezernenten dient \u2013 auf Kosten der Sicherheit aller Fu\u00dfg\u00e4nger. Dass die Stadt dies erkannte und die Zust\u00e4ndigkeit verschob, \u00e4ndert nichts an der Tatsache, dass die Anordnung unter Befangenheit zustande kam.<\/span><\/p>\n<h2><b>V. Der Verlauf \u2013 Verwaltungshandeln gepr\u00e4gt von Verschleppung, Ignoranz und gebrochenen Zusagen<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die folgende Chronologie belegt ein systematisches Muster:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>November 2024:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Meine Anfrage zum <\/span><b>&#8220;Pilotprojekt Parken&#8221;<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> in der BV Uentrop wird mit ausweichender Antwort beschieden [Anlage 3a: Anfrage, Anlage 3b: Antwort der Verwaltung].<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>Dezember 2024<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: Das Ordnungsamt pr\u00fcft und spricht Verwarnungen aus \u2013 ohne Bu\u00dfgelder. Folge: erheblicher Unmut in der Nachbarschaft, anonyme Drohbriefe an meine Adresse.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>4. M\u00e4rz 2025<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: Ich lege <\/span><b>Widerspruch<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> gegen die Anordnung auf der Ostseite ein [Anlage 4a].<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>25. M\u00e4rz 2025:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Ich beantrage <\/span><b>Neuverbescheidung<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> f\u00fcr die Westseite (Anordnung von 2004) [Anlage 4b].<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>Bis Oktober 2025:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> keine Reaktion der Verwaltung, obwohl die Fristen l\u00e4ngst abgelaufen sind.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">11. Oktober 2025: Gemeinsam mit dem VCD und Fuss e. V. f\u00fchre ich eine \u00f6ffentliche Fu\u00dfmobilit\u00e4tsaktion in der Fichtestra\u00dfe durch. Die Medien berichten \u00fcber die erschwerte Barrierefreiheit [Anlage 5: Presseartikel].<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>13. Oktober 2025: <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Ich fordere eine Entscheidung bis 27. Oktober 2025. Der Justiziar bittet um Aufschub.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>3. November 2025:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Telefonat mit Justiziar Gottschalk. Mitteilung, dass jetzt das Rechtsamt zust\u00e4ndig sei \u2013 wegen Befangenheit des Dezernenten. Auf Nachfrage zum Widerspruch: &#8220;<\/span><b>Da m\u00fcsse ich klagen.<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">&#8221; [Anlage 2]<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>Dezember 2025: <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Mehrfache Erinnerungen, Hinweis auf das aktuelle Urteil des VG Hannover zur Barrierefreiheit [Anlage 6a: Urteil, Anlage 6b: meine Mail]. Keine Reaktion.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>20. Januar 2026<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: Ortstermin mit Justiziar G*** und Herrn B*** (Verkehrsamt). Vereinbarung: Anpassung der Schilder und Markierungen auf eine lichte Gehwegbreite von mindestens 1,50 m, Umsetzung in KW 4 und April 2026 [Anlage 7: Ergebnisprotokoll].<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>30. Januar 2026: <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Ich stelle fest: Die erste Vereinbarung (Schildversetzung KW 4) wurde nicht eingehalten.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>10. Februar 2026:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Ich beanstande die Situation und fordere Nachbesserung [Anlage 8a]. Keine Reaktion.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>02. M\u00e4rz 2026:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Nach weiterem Schweigen des Justiziars teile ich mit, dass ich dem Verkehrsversuch nicht zustimme, da die geplanten 1,20\u20131,30 m eine Verschlechterung gegen\u00fcber dem Status quo darstellen [Anlage 8b].<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bis heute (Stand: Einreichung dieser Beschwerde) liegt keine Antwort des Justiziars vor. Das Schweigen der Verwaltung auf meine letzte Mail ist ein weiterer Beleg f\u00fcr das systematische Hinausz\u00f6gern.<\/span><\/p>\n<h2><b>VI. Dokumentation der Situation vor Ort<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die beigef\u00fcgte <\/span><b>Fotomappe<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> [Anlage 9] dokumentiert eindr\u00fccklich die unhaltbaren Zust\u00e4nde in der Fichtestra\u00dfe:<\/span><\/p>\n<h2><b>VII. Die geplante Verschlechterung \u2013 warum der Verkehrsversuch abgelehnt wurde<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der geplante Verkehrsversuch sah vor, durch Schildversetzungen und Markierungen eine lichte Gehwegbreite von <\/span><b>1,20 m bis 1,30 m herzustellen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Dies ist keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung: Aktuell sind auf Teilabschnitten noch <\/span><b>1,50 m<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> nutzbare Breite vorhanden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Rechtliche Bewertung:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Die <\/span><b>RASt 06<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> und <\/span><b>EFA<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> sehen f\u00fcr barrierefreie Gehwege eine Mindestbreite von 1,50 m vor (f\u00fcr Begegnungsf\u00e4lle Rollstuhl\/ Fu\u00dfg\u00e4nger), zuz\u00fcglich Sicherheitsabst\u00e4nde zu Hindernissen.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Das <\/span><b>Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">und<\/span><b> \u00a7 50 Abs. 1 StVO NRW<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> verpflichten zur barrierefreien Gestaltung \u00f6ffentlicher R\u00e4ume.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Das <\/span><b>VG Hannover<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> (Urteil 2025) hat klargestellt: Kommunen sind verpflichtet, Gehwege so freizuhalten, dass sie von allen Verkehrsteilnehmern sicher genutzt werden k\u00f6nnen. Ein <\/span><b>&#8220;Recht zu parken&#8221; gibt es nicht.<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Stadt Hamm wollte mit dem Verkehrsversuch eine rechtswidrige Praxis lediglich &#8220;optisch korrigieren&#8221;, ohne die Barrierefreiheit tats\u00e4chlich herzustellen. Dies ist nicht hinnehmbar.<\/span><\/p>\n<h2><b>VIII. Die jahrzehntelange Missachtung schw\u00e4cherer Verkehrsteilnehmer in Hamm<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dieser Einzelfall steht exemplarisch f\u00fcr ein systematisches Problem:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>Seit 2004<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> wird in der Fichtestra\u00dfe rechtswidriges Gehwegparken geduldet und legalisiert \u2013 auf Kosten der Sicherheit von Fu\u00dfg\u00e4ngern.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>2012\/13<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> wurde ein &#8220;Pilotprojekt Parken&#8221; angek\u00fcndigt, das nie umgesetzt wurde. Stattdessen: weitere Legalisierung.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Die Verwaltung reagiert erst, wenn B\u00fcrger sich beschweren \u2013 und dann mit minimalen, rechtswidrigen L\u00f6sungen.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Ein Dezernent darf selbst von einer Anordnung profitieren, ohne dass dies als Befangenheit geahndet wird.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Die Stadt setzt auf Verschleppung, Ignorieren von Fristen und gebrochene Zusagen, in der Hoffnung, dass B\u00fcrger aufgeben.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><span style=\"font-weight: 400;\">Die Interessen von Autofahrern werden systematisch \u00fcber die Sicherheit von Kindern, \u00e4lteren Menschen und mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkten Personen gestellt.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Hamm wirbt mit dem Slogan &#8220;kinderfreundlichste Stadt&#8221;.<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Die Realit\u00e4t in der Fichtestra\u00dfe sieht anders aus: Kinder mit Fahrr\u00e4dern oder Rollern m\u00fcssen auf die Fahrbahn ausweichen, weil parkende Autos den Gehweg blockieren. Die gemeinsame Aktion mit VCD und Fuss e. V. im Oktober 2025 hat dies eindr\u00fccklich dokumentiert.<\/span><\/p>\n<h2><b>IX. Die Unt\u00e4tigkeit der Stadt \u2013 B\u00fcrger werden zur Klage gezwungen<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Erg\u00e4nzend weise ich darauf hin, dass die Stadt Hamm es bis heute vers\u00e4umt hat, \u00fcber meinen <\/span><b>Widerspruch vom 04.03.2025 (Ostseite)<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> und meinen <\/span><b>Antrag auf Neuverbescheidung vom 25.03.2025 (Westseite) <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">zu entscheiden \u2013 obwohl die gesetzlichen Fristen des \u00a7 75 VwGO l\u00e4ngst abgelaufen sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der zust\u00e4ndige Justiziar teilte mir im Telefonat vom 03.11.2025 unverbl\u00fcmt mit, dass eine Bearbeitung des Widerspruchs nicht erfolgen werde \u2013 &#8220;<\/span><b>da m\u00fcsse ich klagen&#8221; <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">[Anlage 2]. Dieses Vorgehen der Stadt, B\u00fcrger durch schlichtes Ignorieren ihrer Antr\u00e4ge in ein Klageverfahren zu zwingen, ist rechtsstaatlich bedenklich und widerspricht dem Grundsatz fairen Verwaltungshandelns.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Sollte die Fachaufsichtsbeschwerde nicht innerhalb angemessener Frist zu einer Kl\u00e4rung f\u00fchren, behalte ich mir vor, <\/span><b>Unt\u00e4tigkeitsklage<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> beim zust\u00e4ndigen Verwaltungsgericht zu erheben, um eine Entscheidung \u00fcber meine Antr\u00e4ge zu erzwingen. Ich bitte die Bezirksregierung jedoch, durch eine zeitnahe aufsichtsrechtliche Pr\u00fcfung dazu beizutragen, dass ein gerichtliches Verfahren \u2013 mit seinen Kosten und Belastungen f\u00fcr alle Beteiligten \u2013 vermieden werden kann.<\/span><\/p>\n<h2><b>X. Antr\u00e4ge<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ich stelle folgende Antr\u00e4ge an den Regierungspr\u00e4sidenten Arnsberg:<\/span><\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>Feststellung,<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> dass die Anordnungen des Gehwegparkens in der Fichtestra\u00dfe vom 24.06.2004 und 27.02.2025 rechtswidrig sind, insbesondere wegen:<\/span>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"2\"><span style=\"font-weight: 400;\">fehlender bzw. unzureichender Begr\u00fcndung,<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"2\"><span style=\"font-weight: 400;\">Missachtung der Barrierefreiheit und der Verkehrssicherungspflicht,<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"2\"><span style=\"font-weight: 400;\">Befangenheit des zust\u00e4ndigen Dezernenten.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>Anweisung an die Stadt Hamm<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, die Anordnungen unverz\u00fcglich aufzuheben und den Gehweg so freizumachen, dass eine durchg\u00e4ngige, barrierefreie Nutzung mit einer lichten Breite von mindestens <\/span><b>1,50 m zuz\u00fcglich Sicherheitsabst\u00e4nden<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> m\u00f6glich ist.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>Hilfsweise: Anweisung an die Stadt Hamm<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, den geplanten Verkehrsversuch nicht durchzuf\u00fchren und stattdessen ein rechtm\u00e4\u00dfiges Konzept vorzulegen, das den Anforderungen der Barrierefreiheit gen\u00fcgt \u2013 unter R\u00fcckgriff auf das urspr\u00fcnglich angek\u00fcndigte <\/span><b>&#8220;Pilotprojekt Parken&#8221; <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">mit versetztem Parken.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>Pr\u00fcfung,<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> ob gegen den zust\u00e4ndigen Dezernenten wegen Befangenheit und Verletzung der Verkehrssicherungspflicht <\/span><b>disziplinarische Schritte<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> einzuleiten sind.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>Pr\u00fcfung,<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> ob die Stadt Hamm ihrer Verkehrssicherungspflicht gegen\u00fcber Fu\u00dfg\u00e4ngern, mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkten Personen und Kindern in der Fichtestra\u00dfe nachgekommen ist \u2013 und wenn nein, welche Konsequenzen dies hat.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\" aria-level=\"1\"><b>Feststellung,<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> dass das systematische Verschleppen und Ignorieren von B\u00fcrgerantr\u00e4gen (Widerspruch, Neuverbescheidung) rechtsstaatlichen Grunds\u00e4tzen widerspricht.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<h2><b>XI. Anlagenverzeichnis<\/b><\/h2>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Anlage-Nr.<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Inhalt<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">1a<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Anordnung Gehwegparken Westseite, 24.06.2004<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">1b<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Anordnung Gehwegparken Ostseite, 27.02.2025<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">2<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Ged\u00e4chtnisprotokoll Telefonat mit Justiziar Gottschalk, 03.11.2025<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">3a<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Anfrage BV Uentrop November 2024<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">3b<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Antwort der Verwaltung auf BV-Anfrage<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">4a<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Widerspruch vom 04.03.2025<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">4b<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Antrag auf Neuverbescheidung vom 25.03.2025<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">5a<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Presseartikel Fu\u00dfmobilit\u00e4tsaktion 11.10.2025<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">5b<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">M\u00e4ngelliste VCD und Fuss e. V.&nbsp;<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">6a<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Urteil VG Hannover 2025<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">6b<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Meine Mail an Justiziar mit Hinweis auf Urteil, 08.12.2025<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">7<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Ergebnisprotokoll Ortstermin 20.01.2026<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">8a<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Meine Beanstandung vom 10.02.2026<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">8b<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Meine Mails vom 27.02. und 02.03.2026 (Ablehnung Verkehrsversuch)<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">9<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Fotomappe<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_tta_toggle][vc_tta_toggle_section section_index=&#8221;1&#8243; title=&#8221;Monthly&#8221; tab_id=&#8221;1778619413149-5c27e845-8a67&#8243;][\/vc_tta_toggle_section][vc_tta_toggle_section section_index=&#8221;2&#8243; title=&#8221;Yearly&#8221; tab_id=&#8221;1778619413180-55c99b31-8987&#8243;][\/vc_tta_toggle_section][\/vc_tta_toggle][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8221;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8221;&#8221;]Fachaufsichtsbeschwerde gem\u00e4\u00df \u00a7 68 Abs. 1 VwGO i. 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