Willkommen im Archiv der Ortsgruppe Bremerhaven von FUSS e.V.
25.08.2025: Informationsstand im Bürger- und Freizeittreff zum Thema „Mobilität im Alter“
17.09.2025 „Spaziergang für alle“, ein Fußwege-Check im Rahmen der Mobilitätswoche 2025
Auswertung:
„Spaziergang für alle am17.09.2025“ – Ein Fußwege-Check im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2025 – (www.fuss-ev.de/bremerhaven)
Der Weg führte vom Holzhafen über die Bismarckstr, Kaistr., über den Hauptkanal und an ihm entlang bis zur Bussestr./ Geestehafen, Bülowstr., Berliner Platz, Schönianstr., Elbinger Platz und zurück zum Holzhafen.
Der grüne Wanderschuh steht für eine positive Bewertung aus der Sicht von Fußgänger*innen, der rote Stinkestiefel für eine negative.
Folgende Grünbereiche wurden als positiv bewertet, da sie alten Baumbestand und Sitzgelegenheiten aufweisen, sowie Spielmöglichkeiten bieten für Kinder und am Holzhafen auch für Erwachsene.
Beispiele sind der Holzhafen, der Grünstreifen zwischen Marina und Elbinger Platz und der Berliner Platz.
Zu einer guten Aufenthaltsqualität sorgen auch große Bänke mit Blick auf`s Wasser am Hauptkanal.
Positiv wurde auch die Schreiter – Skulptur „memento maris“ bewertet, da sie zum Nachdenken über Bremerhaven anregt. Der Sinn allerdings erschließt sich nicht allein durch den lateinischen Titel, der einer Ergänzung bedarf.
Sehr schöne und sinnlich erfahrbare Bilder ergeben der Blick von der Kaistraße auf den Weser-Yacht-Club, der auch den zum großen Teil zugeschütteten ehemaligen Querkanal hier nutzt, der Blick auf den Hauptkanal mit seinen Booten und der alten Drehbrücke sowie der Blick von der Bussestr. auf Geeste und Weser.
Ein historisches Denkmal findet sich auf der Kaistr. Hier sieht man noch den Rest von Straßenbahnschienen und einer ehemaligen Haltestelle. Ein weiteres findet man am Geestehafen, hier erkennt man noch den Zugang zur ehemaligen Schleuse von der Geeste zum Handelshafen.
Positiv zu bewerten ist auch, dass der Kreuzungsbereich von Kai-, Ulmenstr. und Elbinger Platz zu einer verkehrsberuhigten „Spielstraße“ umgewidmet wurde. Die Zu-Fuß-Gehenden haben hier Vorrang, auf sie muss Rücksicht genommen werden. Die Beschilderung ist deutlich, aber es muss noch Informationsarbeit für alle Beteiligten, speziell aber auch für Radfahrer*innen geleistet werden.
Unsichere Querungen
1. Die Querung vom Holzhafen über die Bismarckstr. zur Bülkenstr. ist sehr stark frequentiert! Zu-Fuß-Gehende müssten Umwege in Kauf nehmen, was aber faktisch nicht getan wird. Ideen: Anlegen eines Zebrastreifens oder einer Mittelinsel 2. Vom Spielplatz Berliner Platz über die Borriesstr. zur Schönianstr. Zu-Fuß-Gehende müssten auch hier Umwege in Kauf nehmen, was aber faktisch nicht getan wird. 3. Querung Bismarckstr./ Elbinger Platz mit Mittelinsel. Gefahren entstehen dadurch, dass die Ampel nur manchmal durchgehend grün geschaltet ist und Querende, die die veränderte Ampelschaltung nicht wahrnehmen, einfach weitergehen. Die Insel ist auch zu klein, um in stark frequentierten Zeiten Platz genug aufzuweisen, da nicht nur Zu-Fuß-Gehende, sondern auch Fahrrad- und E-Scooter-Nutzer die Straße von beiden Seiten queren. Diese Insel ist auch eine besondere Gefahr, da hier neben einer Abbiegespur Kraftfahrzeuge vierspurig mit 50 km/h vorbeirauschen.
Sonstige Probleme
- Bismarckstr./ Holzhafen: Fahrradweg schwenkt von der Straße wieder auf den Fußweg. Beschilderung (links Fahrradweg / rechts Fußweg) entspricht nicht der Realität.
- Der geplante Fußweg statt Parkplätze entlang dem Hauptkanal / Kaistr. ist immer noch nicht umgesetzt
- nach Aussage einer Bewohnerin der Kaistr. wird die Straße zurzeit auch von LKW benutzt, die vermutlich aus dem Fischereihafen kommen…
- Geestehafen / Zufahrt alte Schleuse ist nicht mehr zugänglich, Kaimauern baufällig, das Grün und die Bänke zum Teil abgesperrt, Unrat liegt herum!
- Es gibt auf dem o.g. Spazierweg keine öffentlichen Toiletten! Evt. bei der Restauration „Liegeplatz“ des Weser-Yacht-Clubs, wenn diese geöffnet hat.
Zu-Fuß-Wege oft nicht barrierefrei
- Kaistr.hat bisher nur an einer Seite einen Bürgersteig. Dieser ist aber für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer*innnen und Menschen mit Rollator oder Kinderwagen kaum nutzbar. Es fehlen abgesenkte Kanten und der Untergrund ist „holprig“.
- Das Überqueren der Kaistr. Richtung Kanalbrücke ist auch nicht barrierefrei: Der Bürgersteig ist nicht abgesenkt, das Pflaster uneben, Pfützenbildung!
- Der Weg am Hauptkanal ist nur über unebene Pflastersteine zu erreichen.
- Der Weg vom Hauptkanal hoch zur Bussestr. führt über steile Treppen und ist für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer*innen und Menschen mit Rollator oder Kinderwagen nicht nutzbar.
- an der Bülowstr / Brommystr. ist die Absenkung der Bürgersteige mangelhaft
Der Bürgersteig an der Schönianstr. Ist auch „holprig“ und nicht abgesenkt.
17.09. 2025 Ampelaktion (im Rahmen der Mobilitätswoche 2025)
Ampel 1: Fußgängerampel Friedrich-Ebert-Str., vor dem Hauptbahnhof
Diese Ampel ist täglich stark frequentiert, da sie nicht nur zum Bahnhof und den städtischen Buslinien führt sondern auch durch die Bahnhofspassage mit einem recht großen Konsumangebot. Hier findet man u.a. einen Kiosk, Cafés, Bäcker, Fleischer und Bremerhaven Bus. Die örtlichen Bedingungen: Eine Besonderheit ist, dass Zu-Fuß-Gehende hier eine über vier Spuren gehende Fahrbahn überqueren müssen, wenn sie vom Hauptbahnhof aus den Busanschluss Richtung Süden (Wulsdorf, Grünhöfe) oder Osten (Surheide, Schiffdorferdamm, Reinkenheide) nutzen. Der Bussteig ist so lang, dass max. 4 Busse rechts und links der Ampeln zur gleichen Zeit hier halten können. Da Busse die Ampelschaltungen zusätzlich beeinflussen, kann sich die Wartezeit für Fußgänger auch schon mal auf 3 Min. (max. Zeit sollte 40-60 Sek. betragen) erhöhen. Für diejenigen, die die gesamte Straßenbreite überqueren müssen, ist der Bussteig eine Verkehrsinsel mit einer zusätzlichen zweiten Ampelschaltung. Als gefährlich stellte sich der Fahrradweg an beiden Außenseiten der Friedrich-Ebert-Str. dar, der erhebliches Konfliktpotenzial bietet.
Ergebnisse unserer Aktion:
- Es gibt sog. Stoßzeiten, wenn Züge aus Cuxhaven, Bremen, Buxtehude am Hbf ankommen. Die Bussteige sind dann stark frequentiert und da die beiden Ampelschaltungen der Fußgängerampel nicht lange genug auf grün stehen, wird es auf der Insel sehr beengt und es kommt zu Gedränge. Das kann gefährlich werden, wenn Leute nicht schnell genug einen freien Platz ergattern.
Verbesserungsvorschlag: Beide Ampeln sollten die Möglichkeit bieten,dass jeder es schafft, in einer Grünphase die Gesamtbreite von 5 Spuren zu überqueren.
- Unsere Beobachtung zeigte, dass gehbehinderte Menschen es nicht schaffen, mit der grünen Ampelphase plus Räumzeit die Straße zu queren. Wir nehmen an, dass Senioren mit oder ohne Rollatoren und Eltern mit kleinen Kindern nicht in der Lage sein werden, den vierspurigen Straßenbereich zu queren.
Verbesserungsvorschlag: Die Grünphasen der beiden Ampeln müssen adäquat verlängert werden, sodass jede/r es schaffen kann, in einer Grünphase die Gesamtbreite von 5 Spuren zu überqueren.
- Die Beobachtung ergab, dass Umstiege verpasst werden, weil die rote Ampelphase tatsächlich 3 Minuten Wartezeit bedingte. Umsteiger liefen bei rot über die Straße, eine jüngere Frau hielt sich an die Vorschrift und verpasste ihren Anschluss.
Verbesserungsvorschlag: Beide Ampeln sollten grundsätzlich eine maximale Dauer der Rotphase von 40-60 Sek. nicht überschreiten,damit der Anschluss-Bus erreicht werden kann.
- Eine große Anzahl von Querenden haben tatsächlich die Straße in voller Breite bei rot oder in der Nähe der Ampel gequert!
Dies ist ein Hinweis darauf, dass die zwei Fußgängerampeln in der jetzigen Einstellung nicht alltagstauglich sind.
Verbesserungsvorschlag: Die Grünphasen beider Ampeln sollten verlängert werden.
- Gefahr: Fahrrad (E-Scooter) fahrer*innen: Der Radweg auf der Seite des Bahnhofsgebäudes ist kaum zu erkennen, eine Markierung fehlt, bzw. ist lückenhaft. Hinweisschilder für die Radfahrenden fehlen.
Viele Fahrradfahrer*innen kennen offensichtlich nicht die Regel, dass sie aus Rücksicht auf die Aus- und Einsteiger halten müssen.
Es gibt keine gekennzeichnete Standfläche für die Wartenden an dieser Seite der Ampel.
Eine Standfläche gibt es allerdings für die Wartenden auf der westlichen Straßenseite.
Der Radweg hier ist aber auch problematisch, da es für die Radfahrer*innen weder eine Ampel gibt, noch findet sich ein Hinweisschild auf die Querenden.
Verbesserungsvorschlag: Markierungen, Hinweisschilder, Radfahrampeln
Ampel 2: Fußgängerampel Georgstr./ Elbinger Platz
Auch diese Ampel wird sehr viel genutzt durch die Nähe einer Kita, einer Schule und einem Familienzentrum. Viele Schüler*innen, Studierende und Arbeitnehmer*innen benutzen diese Querung vom Bahnhof kommend Richtung Fischereihafen und Innenstadt und wieder zurück.
Örtliche Bedingungen: Die Georgstr. ist an dieser Ampel 5-spurig. Vermutlich deshalb hat diese Querung eine „Insel“, die durch ein Metallgestell die Zu-Fuß-Gehenden extra schützen soll.
- Gefahr: Warteinsel Dort zu stehen verursacht Stress bei den Wartenden, einmal durch die reale Gefahr, dass ein Fahrzeughalter die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren könnte, aber auch durch den hohen Lärmpegel an dieser Kreuzung aufgrund der hohen Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos (50 km/Std.) und vieler LKW (ab der Ampel gilt für diese 30 km/Std, sie müssten also im Ampelbereich schon abbremsen).
- Gefahr durch Fahradfahrer*innen An jeder Seite der Georgstr. gibt es einen Fahrradweg, der auch Konfliktpotenzial bietet. Zur Ulmenstraße ist das Gebiet verkehrsberuhigt, Schild „Spielstraße“. Nicht jedem Fahrrad- und KFZ-Nutzer ist klar, dass hier die Zu-Fuß-Gehenden Vorrang haben. Bei der Ampelquerung kann es sein, dass es für die Personen mit Fahrrad oder E-Scooter auf der Verkehrsinsel zu eng wird, vor allem wenn es sich um Lastenräder handelt.
Der Fahrradweg auf der Ostseite hat eine Haltelinie an der Ampel für die Querenden, die allerdings gerne übersehen wird, da sich kurz danach eine Ampel auch für Fahrradfahrer*innen befindet.
Verbesserungsvorschläge: Kein Halt mehr auf den „Inseln“, stattdessen Durchgängigkeit! Das Mindestmaß der Wartephase an den Ampeln zum Standard machen,und die Grünphase so zu verlängern, dass auch für Ältere, Gehbehinderte und Kinder die Ampelquerungen sicher sind. Tempo 30 für alle Kraftfahrzeuge Eine Fahrradampel und /oder Beschilderung für Fahrrad-/E-Scooter-Fahrer*innen, die oft nicht wissen, dass Schritttempo und Halt das Gebot sind!
16.10.2025 Vorstellung der Ergebnisse des Spaziergangs für alle auf der Stadtteilkonferenz Geestemünde
20.11.2025 Bildervortrag zum Thema Barrieren für zu-Fuß-Gehende auf der Stadtteilkonferenz Geestemünde
+++ Am 14.2.2025 beteiligte sich die Ortsgruppe Bremerhaven am bundesweiten Klimastreik mit einer Aktion am Sturmflut-Pfahl am Deich und lud danach zu einem Gespräch in das Klimahaus ein. Ein Wissenschaftler des Alfred Wegener Institut Bremerhaven für Meeres- und Klimaforschung und Sprecher der Akteure machten auf die Gefahr des Meeresspiegelanstieges für Bremerhaven aufmerksam. An der Aktion nahmen mehr als 150 Teilnehmer und Teilnehmerinnen teil. 70 Gäste des Klimacafe formulierten ihre Forderungen an die Bremerhavener Politik und Verwaltung zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung. Diese wurden danach zusammengefasst und als “Flaschenpost” den politischen Parteien überreicht.
+++ Zum Jahresbeginn 2025 beteiligt sich die Ortsgruppe Bremerhaven an der Neugründung des Bündnis Stadtgrün Bremerhaven. Mitbeteiligt sind der BUND Unterweser, der NABU Bremerhaven e.V., die Parents for Future und verschiedene Bürgerinitiativen. Grünanlagen sind enorm wichtig für eine vitale und lebenswerte Stadt. Bremerhaven braucht ein Bündnis für Stadtgrün, damit die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger den kommunalen Klima- und Artenschutz endlich so ernst nehmen, wie es die Lage in Bremerhaven inzwischen erfordert und das Stadtgrün wirklich geschützt und strategisch weiterentwickelt wird.
+++ die Ortsgruppe Bremerhaven hat sich an der Europäische Mobilitätswoche 2024 mit zwei Wanderungen und einem Stand am Mobilitätstag beteiligt. Dadurch wurde die breite Öffentlichkeit darüber informiert, dass der europäische Fernwanderweg E9 der Ostsee Atlantikweg, der von Estland bis Portugal führt, quer durch die Stadt Bremerhaven geht. In den vielen Gesprächen mit den Besuchern wurde deutlich, dass die Entspannung, der gesundheitliche Nutzen und der andere Blick zu fuß unterwegs sehr geschätzt wird. Die Fußgänger*innen wünschen sich fußgängerfreundliche Ampelschaltungen, Sauberkeit, gute Beleuchtung und mehr Grün in der Stadt.
+++ 2024 hat sich die Ortsgruppe Bremerhaven an dem Kultursommer 2024 beteiligt, der von dem Bremerhavener Kulturamt organisiert wird. Drei Veranstaltungen hat FUSS e.V. Bremerhaven mitorganisiert:
— Filmvorführung von “Human Scale” über die Arbeit des dänischen Stadtplaner, Architekten und Visionär Jan Gehl am 13.6.24 im historischen Museum. Er entwirft die menschenfreundliche Stadt, in der sich Fußgänger*innen wohlfühlen und der Stadtraum zu sozialen Begegnungen einlädt. Nach dem Film folgte eine lebhafte Diskussion über die schönen Seiten, aber auch die vielen Probleme in der “Autostadt” Bremerhaven.
+++ 3. und 4. 5.2024 Das erste Mal wurde Jane´s walk in Bremerhaven durchgeführt. Weltweit werden immer am ersten Maiwochenende Spaziergänge im Gedenken an die Stadtrechtlerin Jane Jacobs durchgeführt, die sich für lebenswerte Städte einsetzte.
Es gab durchgängig von allen Teilnehmer*innen positive Resonanz und der Wunsch nach Wiederholung.Etwa 30 Personen nahmen an dem Spaziergang am 3.5. durch Geestemünde teil. Das heutige Straßenbild wurde anhand von alten Fotos aus dem Stadtarchiv verglichen. Die Geschichte des Stadtteils wurde deutlich.Teilnehmer*innen aus dem Stadtteil waren erstaunt, dass sie einige Wege und Ecken in ihrer unmittelbaren Umgebung nicht kannten.
Am 4.5. nahmen 18 Teilnehmer*innen teil, die bis auf zwei Personen, die gesamte Strecke von 12 km mit zwei Pausen mitgingen. Der Weg war als drei Teilstrecken, auch mit späterem Dazukommen gedacht. Das wurde aber nicht genutzt. Nach einer kurzen einleitenden Erklärung zum Anlass, wurden viele Gespräche über das Leben in Bremerhaven, die Verkehrssituation und Ärgernisse, wie die Ampelschaltungen und Ähnliches geführt.
Sehr viel mehr Menschen in Bremerhaven als gedacht, wünschen sich von Menschen belebte Wege, Bürgersteige, Plätze mit sozialem Austausch, Sicherheitsgefühl. Und viel, viel mehr Menschen wünschen sich mehr Spaziergänge im Alltag. Gerade ältere Menschen suchen Mitgehende. Was Jane Jacobs beschrieben hat, gilt auch heutzutage. Das Leben im städtischen Raum fehlt und führt zur Vereinzelung. Wir haben uns so sehr an die autogerechte Stadt gewöhnt, dass uns oft nicht einmal bewusst ist, was uns im städtischen Raum fehlt. Mit Veranstaltungen wie Jane´s walk können wir das ins Bewusstsein bringen.
+++21.3.2024 Ist Geestemünde fußgängerfreundlich? hat die Ortsgruppe von FUSS e.V. auf der Stadtteilkonferenz Geestemünde in Bremerhaven diskutiert. Dazu wurden die Stationen der Fußverkehrschecks in Geestemünde beschreiben mit den positiven und leider vielen negativen Punkten. Es gibt grüne schöne Ecken, Sitzplätze, aber auch gefährliche Querungen, zugeparkte, vollgestellte, vermüllte Wege.
+++ 12. Oktober 2023 beteiligte sich die Ortsgruppe von FUSS e.V. als Mitglied des Verkehrswendebündnis an dem Runden Tisch innerstädtische LKW Verkehre in Bremerhaven. Wir forderten, dass die Hafenverkehre die Autobahn und den Hafentunnel nutzen. Vertreter der Hafenindustrie, der Verkehrswirtschaft, des Zolls, der Polizei, Vertreter der Verwaltung und Politik diskutierten über Lösungsmöglichkeiten. FUSS e.V. machte deutlich, wie sehr LKW Verkehre in der Stadt Fußgänger*innen gefährden und behindern. Lärm, Abgase, Reifenabrieb gefährden die Gesundheit. Plätze und Fußwege, an denen LKWs haben keine Aufenthaltsqualität.
+++ September 2023 Europäische Mobilitätswoche+++
die Ortsgruppe Bremerhaven beteiligte sich an der europäischen Mobilitätswoche, einer europaweiten gemeinsamen Aktion. Die Bürgerinnen und Bürger sollte dabei gezeigt werden, dass eine nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und im Alltag praktisch gelebt werden kann. Bremerhaven zu Fuß zu erleben sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Ist es aber nicht. Das zeigten wir mit drei Fußverkehrs-Checks. Jeweils von dem Schaufenster fischereihafen, von dem hauptbahnhof und der Pauluskirche in der Hafenstraße ging es mit einer kleinen Gruppe in die Innenstadt zur Stadtbücherei, wo wir die Ergebnisse mit Fotos auf einem Stadtplan dokumentierten. Wir wurden dabei vom Hauptbahnhof aus von einer Radioreorterin begleitet. Radio Bremen eins berichtete dann in einer Kurzreportage davon. Wir analysierten die Verkehrssicherheit, die Straßenquerungen an den Ampeln, Zebrastreifen, die soziale Sicherheit, Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität, Wegenetze, sowe die Verknüfpung an den ÖPNV. Daraus ergeben sich einige Meldungen an die zuständigen Stellen in der Verwaltung und Daten für unseren Problemmelder, den wir im Herbst 2023 entwickeln.
Unsere Podiumsdiskussion Fußverkehrswende in Bremerhaven wurde von media lab Nord aufgezeichnet und kann auf you Tube angeschaut werden.
https://youtu.be/BwdcZtgjxU0?feature=shared
+++ September 2023 Kurzvortrag zu Fuß durch Geestemünde, einfach toll, Stadtteilkonferenz Geestemünde+++
Viele grüne Wege gibt es in Geestemünde. Zu Fuß gehen, fördert die körperliche und seelische Gesundheit, entspannt, tut einfach gut. Eine lebhafte Diskussion der Besucher*innen der Stadtteilkonferenz zeigte das große Interesse an dem Thema. Zum Beispiel das Erstaunen, dass aus medizinischer Sicht 6500 Schritte pro Tag, etwa 4 km, positive Effekte für die Gesundheit hat und die oft genannten 10000 Schritte pro Tag ursprünglich ein japanischer Werbegag war. Viele tägliche Wege in der Stadt, zum Beispiel zum Einkaufen, sind ein bis zwei km lang.
+++ Juli 2023 Treffen mit Senioren im Altbürgerhaus in Lehe+++
Mobilität ist für Senioren und Seniorinnen die Grundvorraussetzung für die selbstständige Lebensführung und die soziale Teilhabe. Zu Fuß gehen, spazierengehen gehört für Viele selbstverständlich zum Alltag. Doch oft verhindern schlechte, vollgestellte Wege, fehlende Bänke und zu kurze Ampelschaltungen das zu Fußgehen. Auch das Gefühl mangelnder Sicherheit, z.B. durch pöbelnde Gruppen, verhindert oft den Fußweg. Viele Seniorinnen und Senioren würden gerne häufiger kleine gemeinsame Spaziergänge machen. Es ist davon auszugehen, dass ähnliche Sorgen und Wünsche bei den Besucher*innen der weiteren Seniorentreffpunkten dieser Stadt bestehen.
+++ Juni 2023 Los geht`s Spaziergang in Lehe +++
Wir erlebten am 17.6.2023 auf unserem Stadtspaziergang durch Lehe Südwest unter dem Motto Los geht`s, wie lebendig, vielseitig, der oft zu Unrecht geschmähte Stadtteil, Lehe ist. Unser Rundweg führte uns durch Lehe Südwest: Goethe-, Klushofquartier, Hafenstraße und den alten Kern des “Fleckens” Lehe. Wieder konnten wir zeigen, wieviel wir als Fußgänger*innen im Vorbeigehen entdecken. Diese Stadtspaziergänge werden wir fortsetzen!
Wir Fußgänger brauchen abwechslungsreiche, ruhige, grüne Wege. So tut es gut, zu Fuß zu gehen, für unsere Gesundheit und Entspannung. Abwechslungsreich war unser Weg durch Lehe Südwest mit Sicherheit, aber wir haben auch an einigen Stellen wahrnehmen müssen, was für die Fußgänger*innen verbessert werden muss, damit mehr Menschen gerne zu Fuß gehen.
+++Juni 2023 Infostand, Hanse Carree, “Im besten Alter: Information für den Alltag” +++
Die Gespräche an unserem sehr gut besuchten Informationsstand zeigten, dass viele ältere Bremerhavener*innen gerne zu Fuß unterwegs sind, sich aber oft beeinträchtigt fühlen von schlechten Wegen, zu langer Wartezeit an Ampeln, besonders, wenn sie durch die zu kurze Passagezeit auf der Mittelinsel zwischen dem starken Verkehr warten müssen. Ein zunehmendes Ärgernis ist für Viele die Zunahme von E-Scooter Fahrer*innen auf den Gehwegen in Bremerhaven.
+++Mai 2023 los geht´s durch das Ahnthammsmoor +++
Das Landschaftschutzgebiet Surheide Süd mit dem Ahnthammsmoor kennen nur wenige Bremerhavener*innen. Wir konnten die Entstehung des Schutzgebietes und die Landschaft unter fachkundiger Führung erkunden. Bremerhavener*innen brauchen Erholungsgbiete, die es zu erhalten und zu pflegen gilt.
+++April 2023 Demonstration des Verkehrswendebündnis unter dem Motto
“Schönen Gruß von Rad und Fuß” +++
Bei sehr starkem Dauerregen demonstrierte eine unerschrockene Gruppe von Fußgänger*innen und Radfahrer*innen in der Bremerhavener Innenstadt für eine fußgänger- und radfahrer freundlichere Verkehrsplanung in Bremerhaven. Auf dem Theodor Heuss Platz war die Abschluss Kundgebung. In dem Film der Sendung buten und binnen von dieser Demonstration wurde gesagt, wer bei diesem Wetter auf eine Demonstration geht, Der oder Die meint es wirklich ernst.
+++September 2022 Ampelaktion “Raten statt Warten” und Stand zur Europäische Mobilitätswoche +++
An einer Ampel mit Mittelinsel an der Columbusstraße, vor der Hochschule mit bekannt langer Warte- und zu kurzer Passagezeit haben wir eine Ampelaktion durchgeführt. Das Warten auf Grün war nicht mehr so langweilig. die Fußgänger*innen konnten an einem Ratespiel teilnehmen, Tee trinken und Kekse essen. Trotz ergiebigem Regen und Wind hatten die Vorbeikommenden und Querenden vor allem das Bedürfnis, von vielen ähnlich ärgerlichen Ampeln zu berichten.
Im Schaufenster Fischereihafen hatten wir einen gut besuchten Stand mit Infomaterial. In vielen Gesprächen ging es um den Eindruck, dass die Probleme der Fußgänger*innen nicht wahrgenommen werden.
+++ 2022 Ortsgruppe und Verkehrswendebündnis gegründet,
erste los geht´s Stadtspaziergänge +++
zum Jahresbeginn 2022 gründete sich die Ortsgruppe Bremerhaven von FUSS e.V. auf Initiative von Irina Lewin, die im Sommer 2021 das erste Bremerhavener FUSS e.v. Mitglied wurde. Im Frühjahr 2022 schlossen sich die Ortsgruppe Bremerhaven FUSS e.V. mit dem BUND, ADFC, NABU, VCD, Fridays for Future, Parents for Future und der Future Gruppe junger Forscher*innen des Alfred Wegner Instituts zum Verkehrswendebündnis zusammen. Dieses Bündnis setzt sich für eine nachhaltige, klimafreundliche Mobilität in Bremerhaven ein und führte viele Gespräche mit der Politik und Verwaltung.
Die beiden ersten los geht´s Stadtspaziergänge in Buschkämpen und Wulsdorf machten den Teilnehmer*innen deutlich, wieviel Fußgänger*innen im Vorbeigehen von der Stadt erfahren. Diese Art der Stadterkundungen begeisterte und wird seitdem in immer größerer Gruppe besucht.
