Pressemitteilungen

Technik-Kästen mitten auf dem Gehweg, kreuz und quer gespannte Kabel zu den Autos auf der Fahrbahn: Mit der geplanten Million Ladesäulen droht nach den E-Rollern der nächste Angriff auf die Mobilität der Menschen zu Fuß.

Bundes-Verkehrsminister Andreas Scheuer will die Straßenverkehrsordnung zu Lasten von Fußgängern ändern. Doch das könnte an seinen Länder-Kollegen scheitern, wie ein Beschluss der Verkehrsminister (hier S.45-46) zeigt.

Die Nachricht ist sehr zugespitzt. Unser Grundgedanke: Gehwege sind für die Mobilität so wichtig wie Bus und Bahn. Warum sie dann nicht mit gleichen Bußen schützen? Wichtig: Nicht nur Radler, sondern vor allem Schwarzparker auf Gehwegen und an Übergängen (natürlich auch auf dem Radweg), ebenso Schwarzkommerz und -gastronomie.
Und eine Korrektur: Laut Beitrag "verursachten Fußgänger den größten Teil ihrer Unfälle selbst". Laut amtlicher Statistik galten im vorigen Jahr 1.292 Fußgänger als Unfall"verursacher", aber 1.584 Fahrer als Verursacher von Fußgänger-Unfällen, die meisten davon im Auto. Rasen, Nötigen, Drängeln damit muss übrigens viel höher bestraft werden als mit 60 Euro. Hier kann sich Deutschland ein Beispiel an vielen anderen Ländern nehmen.

Fachverband gibt Eltern Tipps, damit Ihr Kind sicher und gesund zur Schule kommt

Ein guter Vorsatz fürs neue Schuljahr, das in Ihrem Bundesland jetzt beginnt: Das Kind geht zu Fuß!  Es kommt wacher und ausgeglichener an, als wenn es im Auto gebracht wird. Er wird selbständiger und selbstbewusster. Nicht zuletzt ersparen sich Eltern und Kinder das allmorgendliche Auto-Gedrängel vor vielen Schulen.

Damit der Weg sicher wird, empfiehlt der FUSS e.V., Deutschlands Fachverband für Fußverkehr, vor dem Start ins neue Schuljahr Eltern und ihren Kindern einen „Schulweg-Check“:  „Gehen Sie gemeinsam los und achten Sie auf gefährliche Stellen.“ Das beginne oft vor der Haustür mit Gehwegen, die zugeparkt sind oder wo Erwachsene Rad fahren. Der Fachverband rät: „Fordern Sie Polizei oder Ordnungsamt auf, vor Schulbeginn und nach Schulschluss an solchen Stellen präsent zu sein!“

„Besonders heikel ist oft das Überqueren der Fahrbahn“, warnt der FUSS e.V.. Wichtig für die Sicherheit: Das Kind und die Fahrer auf der Fahrbahn müssen sich sehen können, bevor das Kind losgeht. Leider seien aber viele Kreuzungen rücksichtslos zugeparkt. Könnten Kinder die Fahrbahn nicht mehr überblicken und Fahrer sie nicht rechtzeitig erkennen, dann bestehe akute Gefahr. „Auch das ist ein Fall für die Polizei oder für das Ordnungsamt“, sagen die Fußweg-Experten. „Verlangen Sie, dass gefährdend geparkte Autos nicht nur einen Strafzettel erhalten, sondern abgeschleppt werden, um Leib und Leben der Kinder zu sichern.“

Grüne Ampeln seien leider keine Garantie für sicheres Überqueren, mahnt der FUSS e.V. „Oft überqueren Fahrer sie noch bei sogenanntem Dunkelgelb. Und besonders gefährlich sind Fahrer, die zu rasch und unachtsam abbiegen.“ Für Fahrer wie für Kinder auf dem Weg zur Schule gelte: Vorsicht an der Kreuzung! Kinder sollten auch bei Grün zunächst nach links und rechts gucken, bevor sie losgehen.

Am Zebrastreifen empfiehlt der Verband: Auf dem Gehweg nahe der Bordsteinkante den Arm vorstrecken und deutlich machen, dass man losgehen will. Aber erst gehen, wenn klar ist, dass die Fahrzeuge halten! Und wo Autofahrer  häufig den Vorrang der Fußgänger ignorieren und einfach durchfahren, müsse ebenfalls Polizei her.

Viele Gefahren lassen sich nur durch kleine Umbauten, durch Verlangsamung des Fahrzeugverkehrs, Halte- und Parkverbote im Nahbereich von Schulen und  mehr Kontrollen der Ämter  beheben. Der FUSS e.V. rät: „Vernetzen Sie sich mit anderen Eltern und machen Sie Druck bei der Stadt und bei der Polizei. Oder bitten Sie örtliche Medien an besonders gefährliche Punkte.“

Vorbeugung durch Ämter und Druck von Eltern hätten schon an vielen Orten geholfen: Der FUSS e.V. verweist darauf, dass sich das Unfallrisiko für Schulkinder in den letzten 30 Jahren nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts fast halbiert habe, von 468 Verunglückten pro 100.000 Einwohner auf 264.  Am gefährlichsten sei dabei ohnehin nicht der Fußweg: „In Deutschland verunglücken mehr Kinder, die im Auto gefahren werden als  Kinder, die zu Fuß unterwegs sind.“

Kontakt: FUSS e.V., Exerzierstr.20, 13357 Berlin    www.fuss-ev.de

Dipl.-Ing. Roland Stimpel, Pressesprecher

Tel. 0163 – 1833 508, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sollten die Zitate nicht auch einen „echten“ Namen tragen, also Deinen Namen? Roland: Muss nicht sein. Lassen wir die Autorität des Verbands sprechen

Meinst Du die Polizei? Oder welche anderen Ämter (= Sagen, welche Ämter) Roland: Steht im nächsten Satz

Hier sollten wir m.E. eine konkrete Quelle griffbreit haben bzw. unter dem Pressetext den link einbauen

Qualmender Auspuff (pixabay.com)

Zwei Meldungen zum Diesel-Komplex offenbaren die Fehler der Bundesregierung: Die Idee, evtl. den Nahverkehr in fünf Städten kostenlos anzubieten, ist nicht durchdacht. - Und das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts am 22.2.2018 verdeutlicht die unnötige Tatenlosigkeit der Bundesregierung. Was der Fußverkehr mit den beiden Ereignissen zu tun hat, dass die Luftverschmutzung ein großes Problem für ihn darstellt und dass Gehen ein Teil der Lösung sein kann, erläutern wir in zwei Pressemitteilungen.

zu unserer Meldung zum Fahrverbote-Urteil
zu unserer Meldung zum Vorschlag kostenloser Nahverkehr

 

 

Machen Sie den Schulweg-Check

Ein guter Vorsatz fürs neue Schuljahr, das in Ihrem Bundesland jetzt beginnt: Das Kind geht zu Fuß!  Es kommt wacher und ausgeglichener an, als wenn es im Auto gebracht wird. Er wird selbständiger und selbstbewusster. Nicht zuletzt ersparen sich Eltern und Kinder das allmorgendliche Auto-Gedrängel vor vielen Schulen. Damit der Weg sicher wird, empfiehlt der FUSS e.V., Deutschlands Fachverband für Fußverkehr, vor dem Start ins neue Schuljahr Eltern und ihren Kindern einen „Schulweg-Check“.

Machen Sie den Schulweg-Check!

 

Assistenz für Abbiegeassistenten

Am 10. Juli 2018 startete der Bundesverkehrsminister im Rahmen einer Tagung die „Aktion Abbiegeassistent“. Fuss e.V. war im Ministerium dabei. Einige Aspekte blieben angesichts der diversen technischen Möglichkeiten der Assistenzsysteme nach Ansicht der Fußgängerlobby unberücksichtigt. FUSS e.V. liefert sie nach.

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Stadtverkehr geht auf dem Füßen

In Deutschlands größten Städten legen die Menschen mehr Wege zu Fuß zurück als hinterm Steuer. Und sie tun das gern: Die in Umfragen bekundete Freude am Laufen ist größer als unter den Benutzern von Autos, Fahrräder, Bussen und Bahnen die Freude am Fahren. Das sind Ergebnisse von Deutschlands größter aktueller Mobilitätsstudie, beauftragt vom Bundes-Verkehrsministerium.

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Darf man Autos einen kleben?

FUSS e.V. hat Anfang Juni den zweimillionsten „Parke nicht auf unseren Wegen“-Aufkleber verkauft. Ein Jubiläum, das nicht nur stolz macht, sondern auch zeigt, dass sich am Problem seit Jahrzehnten nichts geändert hat. Anlässlich der bundesweiten Aktionswoche gegen Falschparker hat sich Roland Stimpel mit Stefan Lieb u.a. über die moralische Dimension des Klebens unterhalten.

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Fuss e.V. zum Diesel-Urteil: Die Mehrheit vor Vergiftung schützen!

FUSS e.V. begrüßt das heutige Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Diesel-Fahrverboten. Bundesgeschäftsführer Stefan Lieb: „Das kann sich als guter Tag für die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer herausstellen. In Deutschlands Städten verbringen die Menschen mehr Zeit im Verkehr auf den Beinen als hinterm Steuer. Es ist höchste Zeit, dass die größte und umweltschonendste Gruppe der Verkehrsteilnehmer endlich wirksam vor Vergiftung geschützt wird.“
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Maßnahmenvorschlag „Kostenloser Nahverkehr“ auf die Füße stellen

FUSS e.V. begrüßt jede Anstrengung der Bundesregierung, Lebensqualität und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Ergebnisse internationaler Projekte zum kostenfreien Nahverkehr zeigen jedoch u.a., dass vor allem Menschen in Bus und Bahn steigen, die zuvor zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs waren. Diese zusätzlichen Fahrgäste würden Busse und Bahnen mehr als auslasten, brächten jedoch keine Senkung der Luftschadstoffbelastung. Wer dagegen in der Stadt aus dem Auto aussteigt und ein anderes Verkehrsmittel wählt, der nutzt in über der Hälfte der Fälle die eigenen Füße.
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Was Fußgänger von einer neuen Regierung erwarten können

Viele Politiker/innen und die derzeitige Bundesregierung glauben, dass auf Bundesebene kaum etwas für die Sicherheit und den Komfort des Fußverkehrs getan werden kann. Zum Glück irren sie sich. Fuss e.V. schrieb vor den Bundestagswahlen Abgeordnete und Fraktionen an und fragte sie nach ihrer Meinung zu sieben pragmatischen Vorschlägen. Drei davon möchte der Verein hier kurz vorstellen, ihre Umsetzung würde das Gehen in den Kommunen erleichtern und sicherer machen.
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Flaniermeile Berlin - Unter den Linden

Bereits vor fünf Jahren hat der FUSS e.V. eine Studie für eine Flaniermeile Berlin in der historisch und touristisch herausragenden Straße Unter den Linden vorgelegt. Vor zwei Jahren hat eine Gruppe von 48 Studentinnen und Studenten der Beuth Hochschule die Vorschläge mit zahlreichen Gestaltungsideen angereichert. Jetzt ist das bisher wenig beachtete Thema plötzlich hochaktuell, weil es im Koalitionsvertrag des neuen Berliner Senats aufgenommen wurde. Die projektierte Flaniermeile, die zufällig genau eine Meile lang ist (1,61 Kilometer), könnte ein bundesweit interessantes Modellvorhaben darstellen. Noch nie zuvor ging es um die Wiederbelebung einer Fläche von der Größenordnung von 25 Fußballfeldern mitten im Zentrum einer Millionenstadt. Die politisch gewollte fußgängerfreundliche Umgestaltung des Straßenzuges ist eine große Herausforderung.
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Behebung der Gehwegschäden von Verursachern bezahlen lassen

Fuss e.V. unterstützt die Initiative des Bundesrates, dass Lkw, die baulich gefährdete Brücken widerrechtlich befahren, mit Bußgeldern bis zu 1.000 Euro belegt werden sollen. Gleichzeitig hält der Verband den Vorstoß jedoch für inkonsequent: Täglich stehen tausende von Pkw und Lkw auf Gehwegen, die für diese Belastung nicht geplant und gebaut wurden. Die Gehwege werden damit von den widerrechtlichen Nutzern beschädigt und müssen von den Kommunen repariert werden.
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Nachhilfe für den Berliner Senat: Eine Stunde Verkehrssicherheit

Der FUSS e.V. stellte am 14.9.2016 von 11 bis 12.00 Uhr Verkehrssicherheit am Gefahrenbrennpunkt Roelckestraße in Berlin im Rahmen einer Aktion her. Auf Höhe der Lehderstraße ist ein Queren für Fußgänger gefahrlos nicht möglich. Gehwegvor­streck­ungen fehlen. Keine Ampel. Parkende Autos versperren die Sicht, und in jede Richtung sind es rund 300 Meter bis zu einem gesicherten Übergang. Das 700 Meter lange Stück Straße zwischen Ostsee- und Langhansstraße verführt Autos und Motorräder zum Rasen.
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Fußverkehr verdient auch in Deutschland mehr Beachtung!

Anlässlich der Auftaktveranstaltung für die Entwicklung von Fußverkehrsstrategien in Städten ist Anfang September 2016 zum ersten Mal in Deutschland ein mit externen Experten besetzten Gremium des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland Fuss e.V. zusammengekommen, das sich bis 2018 ausschließlich mit der Frage beschäftigen wird, wie der Fußverkehr strategisch zu fördern ist. Ziel der Aktivitäten ist es, einen Handlungsleitfaden zur Förderung des Fußverkehrs in Kommunen zu erstellen, der auf die Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern eingeht.
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Fuss e.V. gegen StVO-Novelle: Kinder sollen besser gleich richtig Rad fahren lernen!

Mit der kommenden Änderung der StVO soll es „geeigneten Begleitpersonen“ erlaubt werden, radelnde Kinder ebenfalls per Fahrrad über die Gehwege zu lotsen. Am 7. September entscheidet der Verkehrsausschuss des Bundesrates, ob er die Vorlage des Bundeskabinetts annimmt. Fuss e.V. hatte sich als einziger Verband bei der Anhörung des Bundesverkehrsministeriums klar gegen mehr Radfahrer auf Gehwegen ausgesprochen. Die Argumente des Vereins haben anscheinend teilweise gefruchtet.
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Zebrastreifen-Sterben verhindern – neue Vorschriften sinnvoll und flexibel anwenden

Durch geänderte Verwaltungsvorschriften der StVO sind für Zebrastreifen erhöhte Anforderungen an die Beleuchtung Pflicht geworden. Das sei im Prinzip sinnvoll, meint Fuss e.V., da Fußgänger Zebrastreifen nutzen, damit sie für Autofahrer besser zu erkennen sind. Mit der neuen Vorschrift seien Zebrastreifen allerdings in vielen Kommunen gefährdet, da die Nachrüstung von Fußgängerüberwegen entsprechend den neuen Beleuchtungsnormen etwa je 10.000 Euro kostet. Das könnte klamme Kommunen veranlassen, Zebrastreifen zu entfernen.
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Schüler als Verkehrsreporter unterwegs

In einem generationsübergreifenden Projekt haben in den Jahren 2014 und 2015 etwa 120 Schülerinnen und Schüler in Berlin ihre Großeltern oder andere ältere Menschen nach ihren Problemen und Wünschen im Straßenverkehr befragt. Geleitet vom Fachverband Fußverkehr Deutschland Fuss e.V. und gefördert durch die Verkehrslenkung der Senatsverwaltung offenbarten die durchgeführten umfangreichen Interviews, dass sich die Senioren nicht nur über Radfahrer und parkende Autos auf Gehwegen ärgern, sondern auch über die unzulängliche Infrastruktur in der Stadt.
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Kopf hoch im Straßenverkehr

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland Fuss e.V. bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um mehr Achtsamkeit bei der Benutzung mobiler Endgeräte. Von den etwa 2,4 Millionen Verkehrsunfällen in Deutschland pro Jahr wurden etwa ein Drittel durch Ablenkung verursacht, davon sind nach wissenschaftlichen Schätzungen wiederum mehr als ein Drittel der Handy-Nutzung zuzurechnen. Sie behindert die im komplexen Verkehrsgeschehen notwendigen schnellen Reaktionen.
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UNO-Jahr des Lichts endet ohne Erleuchtung für Fußgänger

Nach Ansicht des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. endet das „Internationale Jahr des Lichts“ in Deutschland, ohne dass eine Diskussion darüber geführt wurde, ob unsere Städte und Dörfer noch zeitgemäß beleuchtet werden. Das von der UNESCO koordinierte Jahr des Lichts 2015 konnte nach Aussage von Bernd Herzog-Schlagk vom FUSS e.V. den notwendigen Wandel nicht einleiten: „Noch immer ist man in vielen Städten der Auffassung, dass Fahrspuren für den Autoverkehr oder gar Kfz-Abstellflächen hell beleuchtet werden müssen, während die Menschen am Straßenrand häufig in der Dunkelheit verbleiben.“
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Schwerstverletzte Unfallopfer endlich berücksichtigen!

Am Sonntag, den 15. November erinnert der Fachverband Fußverkehr Deutschland Fuss e.V. anlässlich des "Weltgedenktags für die Straßenverkehrsopfer" an die Verunglückten und ihre Angehörigen. Gleichzeitig macht der Verband darauf aufmerksam, dass bei der Erfassung von Unfallopfern immer noch nicht die notwendige Differenzierung zwischen Schwerverletzen und Schwerstverletzten vorgenommen wird. Eine solche Unterscheidung würde die Planung und Bewertung von Maßnahmen hinsichtlich ihrer Sicherheit verbessern, besonderen Handlungsbedarf aufzeigen und die Dimension der immensen Folgen von Unfällen verdeutlichen.
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Baustellen-Umgehungen für Sehbehinderte sichern!

Anlässlich des internationalen „Tag des weißen Stocks“ am 15. Oktober macht der Fachverband Fußverkehr Deutschlands Fuss e.V. auf die großen Gefahren aufmerksam, die durch unachtsam aufgestellte Baustellensicherungen insbesondere für sehbehinderte Menschen entstehen. Nach Ansicht des Fuss-Sprechers Stefan Lieb ist „im Sinne der notwendigen barrierefreien Verkehrswegeführung mit zusammenhängenden Fußwegenetzen ein besonderes Augenmerk gerade auf diese Störungsstellen zu legen.“
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Querbuch: Wie Fußgänger sicher über die Straße kommen

Für alle, die wissen wollen, wie Fußgänger sicher über die Straße kommen, hat der FUSS e. V. eine neue Veröffentlichung herausgegeben. Im zum Thema passenden Querformat zeigt es auf 54 Seiten Bekanntes wie Ampeln und Zebrastreifen und weniger bekannte Querungshilfen wie Mittelinseln, Mittelstreifen, Gehwegnasen, Teilaufpflasterungen und Gehwegüberfahrten.
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Schüler befragen Senioren zum Verkehrsverhalten und zur Verkehrsmittelwahl

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. entwickelte eine Unterrichtseinheit, um generationsübergreifende Gespräche zu Fragen der Verkehrssicherheit anzuregen. Schüler und Schülerinnen sowie ältere Menschen sollen dabei die Sicherheitsprobleme bei der Verkehrsteilnahme aus der Perspektive der anderen Altersgruppe betrachten. Die Unterrichtseinheit ist in der 5. und 6. Jahrgangsstufe einsetzbar. Für die Umsetzung der vier Unterrichtsstunden und der Interviews stehen im Internet unter dem Titel „senioren-sicher-mobil“ alle notwendigen Informationen und Materialien für Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung. In Berlin kann die Unterrichtseinheit teilweise durch ein Team von Fachleuten begleitet oder durchgeführt werden, da das Modellvorhaben von der Senatsverwaltung gefördert wird.
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Berliner Verkehrserhebung: Die Mehrheit geht

Fußgänger sind gerade in den Innenstädten keine Minderheit, sondern bilden dort oft die relative Mehrheit: Erstmals legten 2013 Berlins Einwohner mehr Wege zu Fuß als mit dem Auto (Fahrer und Mitfahrer) zurück. Mit einem Anteil von 31 Prozent steht der Fußverkehr damit in der Bundeshauptstadt an der Spitze, gefolgt vom motorisierten Individualverkehr MIV mit 29,6, dem ÖPNV mit 27 und dem Radverkehr mit 13 Prozent.
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Einzigartiges Brandenburger Wander-Bahnhof-System in Gefahr!

Von der drohenden Schließung von 73 Bahnhöfen in Brandenburg sind auch folgende drei Wanderbahnhöfe betroffen: Bagenz und Kolkwitz am Europäischen Fernwanderweg E10 sowie Ferch Lienewitz am Europäischen Fernwanderweg E11 und am 66-Seen-Rundwanderweg.
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Es ist so dunkel!

Der Hamburger FUSS e.V. will eine bessere Ausleuchtung von Gehwegen erreichen. Meistens sind die Fahrbahnen hell erleuchtet, während viele Bürgersteige im Dunkeln liegen. Wir würden gerne von den Bürger/innen wissen, wo ihnen besonders dunkle Gehwege auffallen und wo es Verbesserungsbedarf gibt, und diese Stellen dann an die Politik herantragen.
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Fußgängerlobby begrüßt Zebrastreifen-Programm

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland Fuss e.V., der das Fußgängerüberwegeprogramm in Berlin seit Anfang an unterstützt hat, bedankte sich beim Senat, der Senatsverwaltung und bei den Bezirken für ihr kontinuierliches Vorgehen bei der Anlage von Zebrastreifen.
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Viele behördliche Anordnungen zum Gehwegparken sind „out“

Eine Änderung der Verwaltungsvorschriften bei der letzten Reform der StVO wird von den zuständigen Behörden oft missachtet. Dort steht, dass das Parken auf Gehwegen nur zugelassen werden darf, wenn genügend Platz für Fußgänger bleibt und die Gehwege und darunter liegende Leitungen nicht beschädigt werden können.
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Erholung - Bewegung – Inspiration

Mitte Juli 2013 wurde im kleinen Eifel-Dörfchen Schmidtheim ein "Barfuß- und Generationenpark" eröffnet, der unter den über 100 Barfußpfaden in Deutschland dadurch herausragt, dass nicht nur die Füße, sondern der ganze Körper sowie Seele und Geist angeregt werden. Gebaut wurde er in Regie der Interessengemeinschaft Schmidtheim e.V. mit viel ehrenamtlicher Arbeit und mit Förderung der LEADER-Region Eifel.
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Gehwege frei für sicheres Gehen

Es ist zwar nicht die „große Politik“, aber ein alltägliches Ärgernis: Das Falschparken auf Gehwegen. Fuss e.V. bietet Infos und Lösungsmöglichkeiten für dieses Problem auf einer neuen Website. Nach Auffassung der im Auftrag der Verkehrssenatsverwaltung von Berlin Befragten stellt das Abstellen von Kfz auf Gehwegen nicht nur ein „Kavaliersdelikt“ dar, sondern gehört zu den von ihnen am häufigsten genannten Sicherheitsrisiken für den Fußverkehr.
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Fußgängerlobby bietet praxisnahe Hilfe

Der FUSS e.V. hat eine im deutschsprachigen Raum bisher einmaligen Internet-Service für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ins Netz gestellt. Ziel waren die Analyse der zunehmenden Beteiligung von älteren Menschen an Straßenverkehrsunfällen und daraus abgeleitete Hinweise zum Verkehrsverhalten und der Verkehrsmittelwahl.
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Weltweite Woche für die Fußgängersicherheit: Verkehrsunfälle effektiver bekämpfen!

Es ist leider kein Zufall, dass sich die Vereinten Nationen dem Thema „Fußgängerunfälle“ annehmen und auch wohlhabende Staaten wie Deutschland wegen ihrer autoorientierten Verkehrspolitik kritisiert werden. Ohne eine öffentliche Diskussion wird sich daran wenig ändern.
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Zu Fuß und mit Rad zur Schule: Wie Kinder sicher selbständig werden

Zum Start des Schuljahres ermuntern der ADFC Berlin und FUSS e.V. die Berliner Eltern, ihre Kinder den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen zu lassen. »Der Schulweg ist sicherer als sein Ruf«, sagt Stefan Lieb, Sprecher des FUSS e.V. Die beiden Verbände bestärken die Berliner Eltern daher, ihre Kinder sicher selbständig werden zu lassen und ihren Nachwuchs dabei zu unterstützen.
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Flaniermeile Berlin - Unter den Linden

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland Fuss e.V. schlägt in einer Studie die Wiederaufwertung der weit über Deutschland hinaus bekannten Straße Unter den Linden im Berliner Zentrum vor. Der Verband empfiehlt, die im Jahr 1934 durch die Nazi-Diktatur vorgenommene Umgestaltung der Straße vom Boulevard zur Aufmarsch- und Kraftfahrzeugstraße, verbunden mit einer Abwertung der Mittelpromenade und einer Verbreiterung der Kraftfahrzeugflächen, schrittweise wieder rückgängig zu machen.
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Begegnungszonen und Shared Space auch für Fußgänger

„Shared Space“ wird von Politikern und Bürgern häufig als verkehrspolitische Maßnahme gefordert, ohne genaue Vorstellungen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Fachleute aus den beiden Verbänden Fachverband Fußverkehr Deutschland Fuss e.V. und der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landschaftsplanung SRL haben daher Kriterien erarbeitet, wie Shared-Space-Varianten auch für den Fußverkehr positive Ergebnisse erzielen können.
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Dramatische Zunahme der Fußgängerunfälle

Nachdem im letzten Jahr die Unfälle mit Personenschäden bundesweit und auch in den meisten Städten deutlich zurückgingen und dies als Erfolg der Verkehrssicherheitsarbeit dargestellt wurde, wird das Jahr 2011 leider wieder mit einer erheblich höheren Anzahl auch tödlich verunglückter Fußgänger abschließen. Für 2011 prognostiziert das Statistische Bundesamt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der tödlich verunglückten Fußgänger um knapp 25 %.
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Neues Leben im alten Bahnhof Dannenwalde

Vor 15 Jahren wurde erstmals in der Bahngeschichte ein bereits geschlossener Bahnhof wieder eröffnet. Das Bahnhofs-Ensemble und selbst der Bahnhofsvorplatz sind unter Denkmalschutz gestellt und der Bahnhof ist inzwischen vom Verein „Umweltbahnhof Dannenwalde“ gekauft worden. Um die Gebäude zu sanieren und mit neuem Leben zu füllen, werden jetzt dringend Menschen gesucht, die mit anpacken möchten beim Umbau oder auch beim späteren Betrieb.
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Wegebeschreibungen oft falsch: Leitfaden gibt Hilfestellung

Auf Werbematerialien für Veranstaltungsorte oder touristische Ziele ist die Angabe zur Erreichbarkeit des Zielortes eine Kernbotschaft. Leider sind die abgebildeten Karten, Pläne oder Skizzen häufig von schlechter Qualität, weil ihnen zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird.
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Verkehrsunfallrisiko auf Schulwegen zu Fuß 3 x geringer als im Auto

Der Schulbeginn in den nächsten Wochen ist leider auch wieder Anlass auf die Gefahren des Straßenverkehrs hinzuweisen. Viele Eltern wollen ihre Kinder vor Unfällen bewahren und bringen sie deshalb mit dem Auto zur Schule. Unsere Berechnungen zeigen dagegen, dass die Gleichung „Mit dem Auto zur Schule = Sicher zur Schule“ nicht aufgeht.
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Neuer Ratgeber im Internet: Geh-Recht.de

Die meisten Bürger-, Politik- und Verwaltungsanfragen an den FUSS e.V. beziehen sich auf verkehrs- und planungsrechtliche Aspekte. Deshalb bietet er Interessierten nun laienverständliche Informationen zu zahlreichen für den Fußverkehr relevanten Fragestellungen.
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ADFC und FUSS e.V.: Gemeinsam genutzte Geh- und Radwege sorgen für Konflikte

Fußgängern und Radfahrern fehlt in der Stadt häufig der ausreichende Platz, um sicher und bequem voranzukommen. Besonders auf gemeinsamen Geh- und Radwegen häufen sich die Konflikte.
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Zittern auf "Wohlfühl-Bahnhöfen"

Die Kältewelle hat Deutschland weiter fest im Griff. Für Bahnfahrer/innen hört das Zittern leider nicht am Bahnhof auf. Ein Missstand, der in krassem Gegensatz zum Ziel der Deutschen Bahn AG steht, ihren Kunden „Wohlfühl-Bahnhöfe“ anzubieten.
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Wege der Fußgänger vom Schnee befreien

Das Tief „Daisy“ hat nicht nur dem Autoverkehr Beschwerlichkeiten bereitet, sondern in einem teilweise noch stärkerem Maße Fußgängern und Benutzern öffentlicher Verkehrsmittel das Vorankommen erschwert.
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abgefahren.losgewandert. - Ein ausgezeichneter Wander-Service wurde ausgezeichnet

Am 3. Januar wurde dem FUSS e.V. im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen" für seinen Wander-Service "abgefahren.losgewandert" ein Preis verliehen.
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Der Verband erhält regelmäßig Klagen darüber, dass die Einrichtungen der Baustellen gefährlich und irreführend sind, offensichtlich nicht überwacht werden und sich bei Beschwerden die örtliche Polizei fälschlicherweise für „unzuständig“ erklärt. Durch die leicht zu handhabenden mobilen Absturzsicherungen aus Kunststoff entsteht auf den Fußwegeverbindungen häufig ein Irrgarten, in dem man sich mit dem weißen Langstock keinen Weg ertasten kann. Außerdem sind Baustellenschilder oft so im „Luftraum“ über der Restgehwegbreite angebracht, dass Blinde sich am Kopf verletzen können.

Gefährdungen und auch unzumutbare Engstellen oder Umleitungen insbesondere für Fußgänger und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sind nach Ansicht der Fußgängerlobby grundsätzlich zu vermeiden. Der Verband hat die wesentlichen Fragen für eine sachgerechte Sicherung von Arbeitsstellen und die Anzeigemöglichkeiten in einer auch für Laien verständlichen Form unter www.geh-recht.de > Fußverkehrsanlagen > Baustellen-Umgehungen dargestellt.

ca. 1.500 Zeichen

www.geh-recht.de > Fußverkehrsanlagen > Baustellen-Umgehungen

 

Pressemitteilung des
Fuss e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 14.10.2015

 

Kurzmeldung (877 Zeichen)

Für alle, die wissen wollen, wie Fußgänger sicher über die Straße kommen, hat der FUSS e. V. eine neue Veröffentlichung herausgegeben. Im zum Thema passenden Querformat zeigt es auf 54 Seiten Bekanntes wie Ampeln und Zebrastreifen und weniger bekannte Querungshilfen wie Mittelinseln, Mittelstreifen, Gehwegnasen, Teilaufpflasterungen und Gehwegüberfahrten. Auch verkehrsberuhigte Bereiche werden in Text und Bild vorgestellt. Außerdem enthält das Querbuch eine Liste aller Querungsanlagen und Informationen zu den verkehrlichen Rahmenbedingungen, zur Zuständigkeit für die Einrichtung von Querungsanlagen und ein Literaturverzeichnis.

Das Querbuch gibt es für 4 Euro (ab 5 Exemplaren 2,50 Euro) plus Versandkosten in unserem Online-Shop in der Rubrik Broschüren > Fußverkehr – Queren.

Ausführliche Fassung (2.756 Zeichen)

Für alle, die wissen wollen, wie Fußgänger sicher über die Straße kommen, hat der FUSS e. V. eine neue Veröffentlichung herausgegeben. Im zum Thema passenden Querformat zeigt es auf 54 Seiten Bekanntes wie Ampeln und Zebrastreifen, aber auch weniger bekannte Querungsanlagen.

Anders als für den fahrenden Verkehr haben Städte kein geschlossenes Wegenetz für den Fußverkehr. Gehwege gibt es in der Regel nur um den Häuserblock herum oder als Grünverbindung. Deshalb müssen Fußgänger in der Stadt ständig die Fahrbahn queren. Dabei geschehen die meisten Verkehrsunfälle mit Fußgängern als Opfer.

Spezielle Querungsanlagen - z. B. Mittelinseln, Zebrastreifen, Ampeln - sollen das Queren sicherer und komfortabler machen. Damit die Fußgänger den Autoverkehr nicht zu stark bremsen, hat man in den letzten Jahrzehnten die Ampeln auf "grüne Welle" für den Autoverkehr und auf "lange Wartezeit" für Fußgänger geschaltet. Die Anzahl der Querungsanlagen wurde reduziert. Zudem haben viele Kreuzungen selbst in kleinen Städten autobahnartige Ausmaße. Fußwege wurden damit immer länger und unangenehmer. Mittlerweile denkt man um. Die technischen Regelwerke zur Straßengestaltung in Städten sehen Fußgänger jetzt als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer, die Anzahl der Querungsanlagen nimmt wieder etwas zu.

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e. V. stellt in einer 54 Seiten umfassenden Broschüre mit dem Titel "Querbuch" Querungsanlagen vor und versetzt damit auch Laien in die Lage, sich für die am besten geeignete Querungshilfe an ihrer Straße einzusetzen. Ob es sich um das Überqueren einer belebten Einkaufsstraße handelt oder um sichere Schulwege - die teuerste Querungsanlage (Ampel) verspricht nicht grundsätzlich den größten Erfolg.

Im zum Thema passenden Querformat zeigt das Querbuch auf 54 Seiten Bekanntes wie Ampeln und Zebrastreifen und weniger bekannte Querungshilfen wie Mittelinseln, Mittelstreifen, Gehwegnasen, Teilaufpflasterungen und Gehwegüberfahrten. Auch verkehrsberuhigte Bereiche werden in Text und Bild vorgestellt. Außerdem enthält die Broschüre eine Liste aller Querungsanlagen und Informationen zu den verkehrlichen Rahmenbedingungen, zur Zuständigkeit bei der Einrichtung von Querungsanlagen und ein Literaturverzeichnis.

Einen Eindruck vom Querbuch vermitteltdas Kapitel zu Gehwegnasen unter www.querbuch.de > Gehwegnasen.

Das Querbuch gibt es für 4 Euro (ab 5 Exemplaren 2,50 Euro) plus Versandkosten in unserem Online-Shop in der Rubrik Broschüren > Fußverkehr – Queren.

Weitere Informationen zu diesem Thema unter www.geh-recht.de > Fußverkehrsanlagen > Querungsanlagen sowie www.fuss-ev.de > Themen > Fußgängerquerung von Fahrbahnen.

 

Pressemitteilung des
Fuss e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 23.9.2015

 

Fußgänger sind gerade in den Innenstädten keine Minderheit, sondern bilden dort oft die relative Mehrheit: Erstmals legten 2013 Berlins Einwohner mehr Wege zu Fuß als mit dem Auto (Fahrer und Mitfahrer) zurück. Mit einem Anteil von 31 Prozent steht der Fußverkehr damit in der Bundeshauptstadt an der Spitze, gefolgt vom motorisierten Individualverkehr MIV mit 29,6, dem ÖPNV mit 27 und dem Radverkehr mit 13 Prozent.

Die vor wenigen Tagen veröffentlichten Berliner Daten der Haushaltsbefragung „Mobilität in Städten“ der TU Dresden sollten nach Ansicht des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland Fuss e.V. die Stadtpolitik und -verwaltungen zu einer veränderten Strukturpolitik anregen. „Fußgänger sind gerade in den Innenstädten keine Minderheit sondern bilden dort oft die relative Mehrheit. Das ist seit Jahren bekannt, doch es folgen bisher daraus kaum Konsequenzen“, so Stefan Lieb, Sprecher des Verbandes.

Tatsächlich sind die Werte für den Fußverkehr jedoch noch höher: So werden zum einen bei der der Haushaltsbefragung „Mobilität in Städten“ nur die Wege der Bewohner/innen der Städte erfasst. Das verzerrt das tatsächliche Geschehen insbesondere auf den Straßen der Innenstädte. Denn die meisten Touristen legen Ihre Wege in einem Mix von zu Fuß und öffentlichem Nahverkehr zurück.

In vielen Mobilitätserhebungen werden zum anderen lediglich die Hauptverkehrsmittel eines Weges erfasst. Etappen zu Fuß sind aber bei annähernd jeder Bewegung außerhalb der eigenen vier Wände enthalten, „Wege“ in Städten enthalten im Schnitt über 2,3 Etappen. Die Schweiz hat Konsequenzen daraus gezogen und das Etappenmodell für die Vergleiche eingeführt.

Da z.B. etwa 95 Prozent der Fahrgäste die öffentlichen Verkehrsmittel zu Fuß erreichen, werden in Berlin wohl über die Hälfte aller Wege-Etappen zu Fuß zurück gelegt. Vergleichbare Zahlen ergaben sich bei Untersuchungen von Socialdata: Danach ist der Fuß-Anteil in der Stadt Nürnberg nicht 23, sondern 60 und der in Wien nicht 27, sondern 59 Prozent.

Zusammengefasst lässt sich daraus schließen, dass der Fußverkehrswegeanteil in den Städten Deutschlands in der Regel höher liegt als der des MIV einschließlich der Mitfahrer und bei über 50 Prozent liegen dürfte. „Völlig anders“, so der Fuss e.V.-Sprecher, „sieht die Verteilung der Haushaltsmittel aus. Für den Fußverkehr gibt es oft keinen eigenen Haushaltstitel und wenn doch, handelt es sich um Kleinstbeträge. Den Fußverkehr will man offensichtlich nicht fördern, weil er ja sowieso da ist.“

 

Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit den Berliner Daten und Erläuterungen

Beitrag in unserer Zeitschrift mobilogisch! u.a. zum Problem der Untererfassung des Fußverkehrs aufgrund der nicht erhobenen Wege-Etappen

Rubrik „Fußverkehr in Zahlen“ auf Website des FUSS e.V.

 

Pressemitteilung des
Fuss e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 22. Juni 2015

 

Empfinden Sie es manchmal auch so – die Fahrbahn ist gut ausgeleuchtet, während es auf dem Gehweg deutlich dunkler ist. Wir, die Mitglieder von FUSS e.V., engagieren uns für eine Verbesserung der Situation von Fußgängerinnen und Fußgängern.

Sie könnten uns dabei unterstützen, indem Sie uns aus Ihrem Stadtteil Beispiele nennen für besonders dunkle, aber ebenso auch für gut ausgeleuchtete Gehwege. Diese Informationen sollen Grundlage sein für weitergehende Untersuchungen und Aktivitäten.

Bitte wenden Sie sich dazu an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. 43280837

FUSS e.V. Hamburg
Landessprecherin Sonja Tesch
Scheplerstr. 80
22767 Hamburg
040/43280837
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Pressemitteilung des
Fuss e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 22.8.2014

Nach Bernd Herzog-Schlagk, Bundesgeschäftsführer vom Fuss e.V., ist der „alte Zebrastreifen noch immer in sehr vielen Fällen die angemessene Antwort auf die Frage, wie Fußgänger sicher und komfortabel die andere Straßenseite erreichen können.“ (1)

Fußgängerüberwege vermindern die Wartezeiten der Fußgänger vor der Querung, geben ihnen einen eindeutigen Vorrang und beeinflussen die Fahrweise in der Straße positiv, wenn sie korrekt angelegt werden. Die Bundeshauptstadt ist nach Ansicht des Verbandes in dieser Fragestellung in Deutschland ein „Vorreiter“. Laut Herzog-Schlagk ist es bedauerlich, wie zögerlich andere Städte trotz der hervorragenden Erfahrungen in Berlin mit der Einrichtung von Fußverkehrs-Querungsanlagen umgehen.

Die Lobby der Fußgänger wünscht sich die intensive Fortführung des Programmes im Zusammenhang mit weiteren Gehwegvorstreckungen und Mittelinseln, da seit vielen Jahren wissenschaftlich unumstritten ist, dass die Anzahl der Überquerrungsanlagen in einer Stadt einen zentralen Einfluss auf die gesamte Verkehrssicherheit hat. (2) So wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Fußgängerüberwege sicherer sind, sobald sie häufig und systematisch angewendet und damit zu den ortsüblichen Entwurfselementen werden.

Der Verband wünscht sich darüber hinaus, dass die Markierung konsequent auch über die Radwege geführt wird, so wie es die Einrichtungsempfehlungen in Berlin vorsehen. Da häufiger Unfälle mit Radfahrerinnen und Radfahrern und Kraftfahrzeugen an Fußgängerüberwegen geschehen, hält er eine Verankerung der Sicherung auch des querenden Radverkehrs in Deutschland für notwendig. Straßenbahnen sollten nicht generell ein Hinderungsgrund für die Einrichtung darstellen, sondern in das Sicherungssystem baulich einbezogen werden.

 

Anmerkungen im Text:

  1. Alt: Die Trittsteine in Pompeji 79 n.Chr. gelten noch immer als Ursprung für die Idee. In Deutschland wurden der erste Zebrastreifen erst im Jahr 1952 im Ostteil von Berlin eingerichtet.
  2. z.B. Apel,D./Kolleck,B./Lehmbrock,M.: Stadtverkehrsplanung, Teil 4, Verkehrssicherheit im Städtevergleich, Berlin 1988

 

Pressemitteilung des
Fuss e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 9.1.2014

 

 

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

 

Baustellen sind kein Nebenschauplatz im Straßenverkehr, sondern für die betroffenen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ein Ärgernis. Am gefährlichsten sind sie für die große Gruppe der Fußgängerinnen und Fußgänger..

Mit dieser Einschätzung haben die Befragten recht: Abgesehen davon dass das Gehen auf der Fahrbahn in der Regel nicht erlaubt ist, birgt das notgedrungene Verlassen des Gehweges insbesondere Gefahren für Kinder, die zwischen den parkenden Autos keinen Überblick über die Situation auf der Fahrbahn erlangen. Des Weiteren sind Menschen mit Kinderwagen, Rollatoren und Rollstuhlfahrer oft in der misslichen Lage, den Barrieren nicht ausweichen zu können. Insbesondere wenn der Fahrbahnrand an Ausfahrten, Straßenecken und Zebrastreifen mit Kraftfahrzeugen „zugestellt“ ist bzw. die Bordsteine zu hoch sind, können diese Verkehrsteilnehmer den Gehweg vor dem abgestellten Kfz nicht verlassen.

Der Fuss e.V. hat daher auf der Website www.gehwege-frei.de Informationen zusammengestellt, wie aus Falschparkern Richtigparker werden können. Neben der Erläuterung der rechtlichen Situation des illegalen und legalisierten Falschparkens werden den durch Falschparkern behinderten und gefährdeten Bürger/innen Argumente an die Hand gegeben, wie sie die Verwaltungen aktivieren können. Außerdem werden Tipps für öffentlichkeitswirksame Aktionen gegeben.

 

www.gehwege-frei.de

Direkt-Link zur Fußgängerbefragung des Senats:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/verkehr/politik_planung/fussgaenger/strategie/de/fussgaengerbefragung.shtml

 

Pressemitteilung des
Fuss e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 8. Juli 2013

In den letzten Jahren hat die Diskussion um Shared Space neue Perspektiven eröffnet. Angestoßen wurde sie durch ein Projekt der EU, das in verschiedenen europäischen Städten umgesetzt wurde, in Deutschland im niedersächsischen Dorf Bohmte. Zeitgleich wurde in der Schweiz die Regelung „Wohnstrasse“ zur „Begegnungszone“ weiterentwickelt, die sich am deutschen Pendant des „Verkehrsberuhigten Bereichs“ orientiert, umgangssprachlich auch als „Spielstraße“ bekannt. Sie ist allerdings rechtlich leichter auch in stärker befahrenen Straßen einzurichten. Wie im Verkehrsberuhigten Bereich haben die Fußgänger in einer Begegnungszone Vorrang, doch gelten 20 km/h als zulässige Höchstgeschwindigkeit und das Spielen ist nicht automatich erlaubt.

Die Arbeitsgruppe Fußverkehr der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung SRL und der Fachverband Fußverkehr Deutschland Fuss e.V. empfiehlt in ihrem neu herausgegebenen Faltblatt („fußnote 9“, siehe www.fuss-ev.de), Shared Space als Überbegriff für verschiedene Ausführungsvarianten einschließlich „Verkehrsberuhigtem Bereich“ oder „Begegnungszone“ zu verwenden. „Shared Space“ ist nicht unbedingt, wie in der öffentlichen Diskusson häufig irrtümlich dargestellt, mit dem völligen Verzicht auf Verkehrszeichen gleichzusetzen. Grundsätzlich sind in Deutschland nur Varianten mit den vorgenannten Verkehrszeichen fußgängerfreundlich. Außerdem ordnen sie den ruhenden Kfz-Verkehr, ohne dass weitere Schilder nötig wären.

In einem Shared Space-Gebiet ohne Verkehrszeichen und ohne seitliche Schutzbereiche für den Fußverkehr können sich dagegen verschiedene Probleme ergeben. Deshalb fordern die Experten, dass zusätzlich zu einer sparsamen Beschilderung gesicherte Seitenräume für den Fußverkehr vom ruhenden und fließenden Kfz- und auch vom Radverkehr freigehalten werden. Wichtig ist darüber hinaus, den ruhenden Autoverkehr so zu regeln, dass durch ihn nicht die Sichtbeziehungen zwischen den Verkehrsteilnehmern eingeschränkt werden.

Mit der Aufnahme der Begegnungszone in die Straßenverkehrs-Ordnung würden endlich auch in Deutschland gestalterische Lösungen an Hauptverkehrsstraßen und zentralen Bereichen mit einer höheren Kfz-Belastung rechtlich und nachhaltig abgesichert, wie sie z.B. in der Schweiz und Frankreich bereits praktiziert werden.

Links:

 

Pressemitteilung des
Fuss e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 7. Februar 2012

Foto: Bernd Herzog-Schlagk

Bernd Herzog-Schlagk vom Fuss e.V. beklagt, dass "dieser historisch so herausragende innerstädtische Straßenzug aufgrund der durch querende Fahrbahnen zerstückelten Mittelpromenade und der Lärmbelästigung für die Mehrzahl der Fußgängerinnen und Fußgänger keinen Charme und keine Aufenthaltsqualität mehr hat." Der Verband ist der Ansicht, dass die Bauzeit der kommenden Jahre an der U-Bahn auch eine Chance darstellt, darüber nachzudenken, wie die ehemalige Prachtmeile für die Zukunft gestaltet werden soll.

In der im Juli letzten Jahres vom Berliner Senat verabschiedeten "Fußverkehrsstrategie für Berlin" ist als Modellprojekt 5 die Umsetzung von drei Pilotvorhaben der fußgängerfreundlichen Verkehrsregelung "Begegnungszonen" vorgesehen. Eine davon soll in einem "Bereich mit herausgehobener touristischer Bedeutung" umgesetzt werden. Nach Herzog-Schlagk "gibt es keine andere Straße in Berlin mit einer derartigen Bedeutung für den Tourismus". Deshalb schlägt der Verband in der derzeit laufenden Findungs-Phase vor, Deutschlands bekannteste "Flaniermeile" in den Abwägungsprozess einzubeziehen. Neben der Einführung einer Begegnungszone im Bereich zwischen der Humboldt-Universität und dem Opernplatz wird empfohlen, durch die Herstellung niveaugleicher Gehwegüberfahrten die Promenade aus der Sicht der Fußgänger optisch und auch verkehrsrechtlich zusammenzufügen, ohne dadurch die Straßenstruktur wesentlich zu beeinflussen. In den kommenden Monaten der Bauzeit werde sich noch deutlicher als bereits in den letzten Jahren zeigen, dass der Verkehr in der Stadt keinesfalls zusammenbricht, wenn an diesem Straßenabschnitt weniger Kraftfahrzeuge fahren.

Wichtig ist der Fußgänger-Lobby, dass die Verkehrssicherheit an allen Querungsstellen überprüft und entsprechend verbessert wird. Für diese Maßnahmen wäre das Modellprojekt 3 der Fußverkehrsstrategie, die Schwachstellen-Analyse (Fußverkehrs-Audit) eine gute Grundlage. Darüber hinaus wird darauf verwiesen, dass die Straße Unter den Linden in Reiseführern zwar noch immer als Prachtstraße bezeichnet wird, zu dunkleren Tageszeiten - außer im Advent und beim "Festival of Lights" - aber kaum noch erstrahlt. Nachdem die Nazis die an Kettenzügen über der Mittelpromenade hängenden Lampen entfernten, befinden sich heute an den Rändern Leuchtstäbe, die direkt den Fahrstreifen beleuchten, den Fußgängern aber wenig nutzen. Auch in den Seitenbereichen werden fast durchgängig nicht die Gehwege, sondern die Pkw-Parkstreifen und Fahrradabstellanlagen beleuchtet. Deshalb gibt es an Straßenabschnitten ohne Schaufenster "Dunkelzonen", wie sie ein großstädtischer Boulevard nicht haben sollte.

Wenn sich Berlin nicht nur als eine Stadt mit Flanier-Tradition, sondern auch aktuell als Stadt des Spazierengehens und Flanierens präsentieren möchte, hätte die Aufwertung der Straße Unter den Linden über Berlins Grenzen hinaus eine erhebliche Signalwirkung. Nach Ansicht des Fuss e.V. bietet die Beschlusslage zur "Fußverkehrsstrategie" beste Grundlagen dafür, zukünftig wieder mehr Lebensqualität in diesen Straßenzug zu bekommen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.flaniermeile-berlin.de, eine Diskussion ist vom Verband ausdrücklich erwünscht.

 

Pressemitteilung des
Fuss e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 16. Februar 2012

ImageDarüber hinaus wird auf Werbeflyern und im Internet zunehmend nur noch auf die Erreichbarkeit mit dem eigenen Auto hingewiesen, obwohl viele Menschen den interessant dargestellten Ort mit Bus, Bahn, mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen möchten. Der FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland hat Hinweise veröffentlicht, wie touristische Anbieter oder andere örtlichen Werber Ihre Zielgruppe sachgerechter informieren können: www.fuss-ev.de > Themen > Spazierengehen und Wandern > Informationen zur Erreichbarkeit eines Zielortes auf Werbeflyern und im Internet.

 

Pressemitteilung des
FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 4. September 2011

Die Einschulungen sind natürlich wieder ein Grund zur Freude für die frischgebackenen Pennäler und ihre Eltern. Aber auch Anlass über die Gefahren des Straßenverkehrs nachzudenken. Viele Eltern wollen die ABC-Schützen vor Unfällen bewahren und bringen sie deshalb mit dem Auto zur Schule. Sie tun dies, obwohl sie wissen, dass frische Luft und etwas Bewegung ihren Kindern gute täte und sie selbst in ihrer Kindheit selbstverständlich zu Fuß zur Schule unterwegs waren.

Eine Untersuchung des FUSS e.V. zeigt, dass die Gleichung „Mit dem Auto zur Schule = Sicher zur Schule“ nicht aufgeht. Der Fachverband Fußverkehr Deutschland hat herausgefunden: Das Risiko im Straßenverkehr zu verunglücken ist für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die mit dem „Elterntaxi“ zur Schule gebracht werden oder selber mit dem Auto zur Schule bzw. Hochschule fahren, um das Dreifache höher als bei ihren zu Fuß gehenden Mitschülern. In exakten Zahlen sieht das so aus: Während von 10.000 Verkehrsteilnehmern, die den Schulweg im Auto zurücklegten, im Jahre 2008 60 Personen verletzt wurden, waren es bei den Fußgängern nur 18 Verletzte.

Grundlage der Berechnungen sind die Daten des Mikrozensus 2008 („kleine Volkszählung“), die vom Statistischen Bundesamt erhoben werden, und Angaben der „Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung“, die im Gegensatz zur amtlichen Statistik der Polizei auf Unfallmeldungen von den Schulen und den behandelnden Ärzten beruhen und damit alle Straßenverkehrsunfälle auf Schulwegen erfassen.

„Und der Schulweg zu Fuß hat noch viele weitere positive Seiten“, meint FUSS e.V. -Sprecher Frank Biermann, „diese Bewegung gibt es zum Beispiel ohne zusätzlichen Zeitaufwand“. Eltern, die den „vollen Terminkalender“ vieler Schulkindern kennen, werden das zu schätzen wissen.

Der gemeinsame Schulweg ist auch eine gute Gelegenheit, soziale Kontakte zu Mitschülern zu pflegen. Dies ist ein weiteres Plus für „Per-pedes-zur Schule“ in einer Welt, in der soziale Kompetenzen für die Chancen im Beruf unabdingbar geworden sind.

Und schließlich schärft „Zu Fuß zur Schule“ auch die Sinne: Statt die Stadt nur am Autofenster „vorbeifliegen“ zu sehen, lernen gehende Schüler ihre Umwelt rechts und links des Schulwegs viel intensiver wahrzunehmen - und sind dann bei Unterrichtsbeginn hellwach und aufnahmebereit.

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland will deshalb die Eltern ermuntern, ihre Kinder wieder öfter zu Fuß zur Schule zu schicken und lädt sie ein, zusammen mit ihren Lehrern an der Kampagne „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ teilzunehmen. Starttag ist in diesem Jahr wieder der 22. September. Die vom FUSS e.V. bundesweit koordinierte Kampagne findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt.

Tipps für Aktionen vor Ort und in den Schulen gibt es im Internet unter www.ZuFusszurSchule.de, einen Leitfaden zur Erstellung von Schulwegplänen unter www.Schulwegplaene.de. Faltblätter, Broschüren und Plakate erhalten Interessierte beim FUSS e.V. (Kontaktdaten siehe ganz unten).

Quellen und Hintergrund-Informationen zu den Verkehrsunfallrisiko-Berechnungen:

  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV: Statistik Schülerunfallgeschehen 2008, Kapitel IV, 4. „Straßenverkehrsunfälle“, München, Oktober 2009: PDF-Download
  • Statistisches Bundesamt: Pendler: Die Mehrheit nimmt weiter das Auto, Kapitel „Fahrrad und Fußweg bei Schülern und Studierenden auf dem Rückzug“, 30. Oktober 2009: Website Statistisches Bundesamt

Trotz einiger Einschränkungen der Vergleichbarkeit (die DGUV erfasst neben den auch beim Mikrozensus berücksichtigten Schülern und Schülerinnen von allgemein bildenden und beruflichen Schulen sowie Studierenden zusätzlich Kinder in Kindergärten, Kinderkrippen und Horte) ist das Ergebnis dennoch eindeutig: Es besteht ein erhebliches Gefälle beim Verkehrsunfallrisiko auf Schulwegen zwischen Fußgängern und den Insassen von Autos.

 

Pressemitteilung des
FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 4. August 2010

Seit seiner Gründung vor 25 Jahren hat der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. sich intensiv für eine Verbesserung der Bedingungen für Fußgänger im Straßenverkehr eingesetzt. Trotz der in Deutschland noch immer vorhandenen recht starken Ausrichtung auf den motorisierten Individualverkehr war der Verband in Kooperation mit Fachleuten, Institutionen und anderen Verbänden punktuell erfolgreich. In den letzten Jahrzehnten wurde die Straßenverkehrs-Ordnung erweitert, z.B. durch die Ausweitung niedrigerer zulässiger Höchstgeschwindigkeiten für den Autoverkehr. In den Planungsgrundlagen werden die Fußgänger mittlerweile fast gleichberechtigt mit den anderen Verkehrsarten beachtet.

Doch werden Regelverstöße gegen die Rechte des Fußverkehrs immer noch nicht im erforderlichen Maße geahndet und die Missachtung der als "Stand der Technik" geltenden Planungsgrundlagen dürften in den Kommunen eher zugenommen haben. Deshalb bietet der FUSS e.V. Bürgern mit seinem neuen Internet-Service www.Geh-Recht.Info Argumentationshilfen und gleichzeitig Handlungsempfehlungen für die Verwaltungsebene und für Kommunalpolitiker. Ein gelungener Informations-Spagat zwischen Beschwerdeführern und den verantwortlichen Stellen für die Umsetzung verkehrspolitischer Maßnahmen, die nicht als "Gegner", sondern als Kooperationspartner zur Umsetzung fußgängerfreundlicherer Maßnahmen angesprochen werden.

Der Verband dokumentiert aktuelle Veränderungen straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften sowie veränderte bzw. neue Planungsgrundlagen und bietet eine Übersicht über die geltenden fußverkehrsrelevanten Richtlinien. Schwerpunktmäßig werden Planungsaussagen über verschiedene Fußverkehrsanlagen zusammen- und gegenübergestellt. In dieser kompakten und laienverständlichen Übersicht geht es um Gehwege und Fußgängerquerungs-Anlagen, aber auch um Fußverkehrsnetze, Wegweisungen, die Erreichbarkeit von Haltestellen, die gemeinsame Nutzung von Flächen, die Barrierefreiheit, witterungsbedingte Einflüsse und Baustellensituationen.

FUSS e.V. hat damit eine Informationslücke geschlossen und eine weitere sehr praxisnahe "Hilfe zur Selbsthilfe" für alle zur Verfügung gestellt, die als Betroffene interessiert bzw. politisch und verwaltungsmäßig verantwortlich sind für die Minderung der Verkehrsunfälle, verkehrsbedingter Krankheiten sowie die Verbesserung der städtischen Lebensbedingungen. Der Verband will diesen Service auch zukünftig aktuell und sachgerecht anbieten können und bittet deshalb um Mitarbeit.

Fußgänger machen fast keinen Lärm, verursachen keine Luft- und Klimaschadstoffe, benötigen wenig Energie, kaum andere Ressourcen und auch wenig Fläche für Verkehrswege und Aufenthalt. Wer zu Fuß geht, fördert seine Gesundheit und sein Wohlbefinden. Fußgänger beleben den öffentlichen Raum und entlasten die öffentlichen Haushalte, weil es keine andere Verkehrsart mit derart geringen Infrastrukturkosten gibt. Den Fußverkehr zu fördern, ist also gerechtfertigt.

Pressemitteilung des
FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
vom 6. Juli 2010

Im August und September beginnt das neue Schuljahr. Der neue Lebensabschnitt ist sicher ein Grund zur Freude für die frischgebackenen Pennäler und ihre Eltern. Er ist aber auch Anlass über die Gefahren des Straßenverkehrs nachzudenken.