Der FUSS e.V. wurde 1985 gegründet, um den in der Bundesrepublik Deutschland vorhandenen Fußgängergruppen und auch interessierten Einzelpersonen eine bessere Zusammenarbeit und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zu ermöglichen. Er hat sich zum Ziel gesetzt, Fußgängerbelange in allen Zusammenhängen wie Verkehrs- und Stadtplanung, Verkehrssicherheit, Umweltschutz, Gesundheit u.a. zu vertreten und die Bedingungen für den Fußverkehr im Alltag und in der Freizeit zu verbessern.

Diese Zielsetzung ist auch die Grundlage für das öffentliche Auftreten von örtlichen Kontaktpersonen und die Bildung von Kreis-, Orts- oder Bezirksgruppen, sowie deren Arbeitsweise und Koordination mit dem FUSS e.V.. Wir bitten um Verständnis dafür, dass die folgenden vom erweiterten Bundesvorstand erarbeiteten Leitlinien in dieser Kürze etwas formalistisch wirken. Eine bundesweite Zusammenarbeit macht ein paar Regeln erforderlich und wir müssen natürlich auch die zuletzt von der 20. Mitgliederversammlung am 16.03.2019 in Darmstadt beschlossene Satzung einhalten. Dieser Leitfaden wurde erstmals 2001 beschlossen und zuletzt geändert im März 2019:

  • Wer sich als örtliche Kontaktperson des FUSS e.V. für die Belange des Fußverkehrs einsetzen möchte, bedarf dafür der Zustimmung des Bundesgeschäftsführers oder seines Vertreters.

Alles Weitere kann schriftlich vereinbart und abgesprochen werden.

  • FUSS e.V. Kreis-, Orts- und Bezirksgruppen sind keine eigenständigen Vereine. Sie arbeiten im Sinne des Bundesverbandes. (Satzung § 13 (1) + (3))

Das bedeutet in der Praxis, dass eine neue Vereinsgründung mit dem Begriff „FUSS e.V.“ im Namen nicht zulässig ist und auch dann nicht geduldet wird, wenn der Verein nicht zur Eintragung kommt. In diesem Sinne sind FUSS e.V.-Gruppen auch nicht eigenständig geschäftsfähig als juristische Personen.

  • Wer den Namen: ,,FUSS e.V.-Gruppe" verwenden möchte, muss die Zustimmung der drei gleichberechtigten Mitglieder des geschäftsführenden Bundesvorstandes und derjenigen Mitglieder im erweiterten Bundesvorstand abwarten, die ihren Hauptwohnsitz im entsprechenden Bundesland haben. (Satzung § 13(2)))

Praktisch läuft das in der Regel so ab, dass über den Vorstandsrundbrief alle Mitglieder des erweiterten Vorstandes gefragt werden, ob sie damit einverstanden sind. Das Ergebnis wird dann der Gruppe umgehend mitgeteilt.

  • Die Zustimmung über die Namensverwendung hängt nicht von der Gruppengröße ab. Beschluss der Mitgliederversammlung 1998

Wer sich aktiv beteiligen möchte, muss einen Anfang machen können. Will jemand Mitstreiterlnnen finden, muss es eine Kontaktperson und einen Namen geben.

  • Voraussetzung ist, dass die Kontaktperson oder die FUSS e.V.-Gruppe mit den Zielen und dem Zweck des Vereines aus der gültigen Satzung und auch mit diesem Leitfaden übereinstimmt. (Satzung §2+§3, §13 (3))

Die örtliche Kontaktperson, die/der Sprecher/in der Gruppe und alle Gruppenmitglieder, die eine öffentliche Funktion haben, müssen ordentliches Mitglied sein. Es besteht nicht die Verpflichtung, dass jede/r aktive Mitstreiter/in Einzelmitglied im FUSS e.V. sein muss. Obwohl dies selbstverständlich im Sinne des Vereines wäre, soll es doch in erster Linie auf die Mitarbeit ankommen. Eine Gruppe kann dem Verein geschlossen beitreten.

  • Die grundsätzlichen Ziele und Forderungen des Vereines sind auch für die Öffentlichkeitsarbeit der FUSS e.V.-Gruppe verbindlich; siehe die Selbstdarstellung im farbigen FUSS e.V. - Flyer (Stand 2005)

Diese Grundsätze dürfen nicht im Namen einer FUSS e.V.-Gruppe öffentlich in Frage gestellt oder kritisiert werden. Veränderungen und Ergänzungen setzen eine vereinsinterne Diskussion voraus, sie sind also unbedingt vor der Öffentlichkeitsarbeit mit dem FUSS e.V. abzustimmen. Ortsbezogene oder regionale Formulierungen und Konkretisierungen müssen den Satzungszielen und -aufgaben des FUSS e.V. entsprechen, in Zweifelsfällen sind sie mit der Bundesgeschäftsstelle abzusprechen.

  • Eine darüber hinausgehende regionale Selbstdarstellung auf allen Ebenen ist erwünscht, eine eigenständige Darstellung im Internet oder eine eigenständige FUSS-Mailadresse müssen aber vorher mit der Bundesgeschäftsstelle abgesprochen werden.

Der FUSS e.V. bemüht sich, wie alle anderen Verbände auch, um eine halbwegs einheitliche Präsenz im Internet in der Rubrik „Regionales“. Im gleichen Sinne gibt es nur das vom FUSS e.V. Bundesverband vorgegebene logo und für die Fachkorrespondenz ein einheitliches Briefpapier.

  • Die FUSS e.V.-Gruppe sollte sich selbst ein/e SprecherIn wählen. (Satzung § 13 (3))

Ein/e Gruppen-SprecherIn sollte gleichzeitig für die Öffentlichkeit als Ansprechpartner fungieren, mit den vorhandenen Erreichbarkeiten (Anschrift, Tel., Fax, eMail).

  • Der Verein ist parteipolitisch unabhängig, dies muss auch auf die Kreis-, Orts- und Bezirksgruppen zutreffen. (Satzung §4)

Gruppen-SprecherInnen oder in die Öffentlichkeit tretende VertreterInnen der Ortsgruppe dürfen zwar Mitglied in einer demokratischen Partei sein, aber nicht gleichzeitig öffentlich parteipolitische Funktionen ausüben, da sonst die Unabhängigkeit nach außen nicht zu gewährleisten ist.

  • FUSS e.V.-Gruppen können den FUSS e.V. in Absprache mit dem geschäftsführenden Bundesvorstand oder der Bundesgeschäftsstelle auch in Gremien vertreten. (Satzung § 13 (3))

In der Regel bedarf eine derartige Vertretung lediglich eine einmalige Absprache, in der Hauptsache, um arbeitsmäßige Überschneidungen zu vermeiden und dann im Laufe der Gremienarbeit eine halbwegs regelmäßige Information.

  • Zusammenarbeit setzt gegenseitige Information voraus.

FUSS e.V. informiert über die Vereinszeitschrift „mobilogisch! Zeitschrift für Ökologie, Politik und Bewegung“. Um den Informationsfluss zu gewährleisten, sind die FUSS e.V.-Gruppen dazu angehalten, der Geschäftsstelle in vertretbaren zeitlichen Abständen Informationen über die regionale Arbeit zu schicken.

  • Ansonsten wird von einer FUSS e.V.-Gruppe erwartet, dass sie sich im Sinne einer Bürgerinitiative selbstbestimmt und somit auch weitestgehend finanziell selbsttragend für die Fußgängerbelange einsetzt.

Die FUSS e.V. Bundesgeschäftsstelle und der erweiterte Bundesvorstand können Hilfestellung durch fachliche Beratung, Informationen über die Erfahrungen anderer Gruppen und auch Informations- und Aktionsmaterialien gewähren. Mit Ausnahme der reinen Werbeträger müssen die Materialien in der Regel bezahlt werden. FUSS e.V. kann aber durchaus punktuelle Unterstützung von Aktivitäten beschließen.

Um die Ortsgruppen zu motivieren, möglichst viele Mitstreiter zu aktivieren, können sie seit 2018 in Abhängigkeit ihrer Mitgliederzahl für Aktionen (geringe) finanzielle Unterstützung bei der Bundesgeschäftsstelle abrufen. Diese Unterstützung ist wie folgt gestaffelt:

40 € Mindestsumme bei 5 bis 10 Mitgliedern
80 € bei 10  bis 20 Mitgliedern
120 € bei 20 bis 30 Mitgliedern
160 € bei 30 bis 40 Mitgliedern
200 € ab 40 Mitgliedern (Obergrenze)

  • Gesucht sind ,,Überzeugungs-Täterlnnen", die sich in ihrer Freizeit für die Verbesserung der Situation der Fußgänger einsetzen wollen!

Regelungen für Websites von FUSS e.V. - Ortsgruppen

Am 4.12.2016 hat der Bundesvorstand dazu Regelungen beschlossen, die den Ortsgruppen zur Verfügung gestellt werden, sobald sie eine Website ins Netz stellen wollen.

 

,,Es gibt nichts gutes, außer man tut es!" (Erich Kästner)