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2004-01: Verkehrsgerichtstag nicht mehr "up to date" Drucken E-Mail
Anlässlich des Beginns des 42. Verkehrsgerichtstages wies der Fußgängerschutzverein FUSS e.V. die Veranstalter darauf hin, dass das aktuelle Programm der traditionsreichen Veranstaltung nicht den selbstgestellten Maßstäben entspreche.    

Verkehrsgerichtstag nicht mehr "up to date"

Anlässlich des Beginns des 42. Verkehrsgerichtstages wies der Fußgängerschutzverein FUSS e.V. die Veranstalter darauf hin, dass das aktuelle Programm der traditionsreichen Veranstaltung nicht den selbstgestellten Maßstäben entspreche.

Auf der homepage der organisierenden Deutschen Verkehrsakademie wird das Selbstverständnis des Kongresses u.a. so fomuliert: "Der Verkehrsgerichtstag hat sich stets (...) vor allem der Schwächsten im Verkehr angenommen." Die Themen der diesjährigen Arbeitskreise widersprechen zum wiederholten Male der eigenen Vorgabe. "Tatsächlich geht es um die Schwächen und Schwierigkeiten der motorisierten Verkehrsteilnehmer", so der Sprecher des FUSS e.V., "denn die Klärung von Fragen, wie man z.B. nach dem Entzug des Führerscheins diesen wieder erhält, versicherungstechnische Schwierigkeiten oder Haftungsprobleme beim Autokauf trägt nichts zur Verbesserung der Situation der Schwächsten im Verkehr bei!"

FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland forderte daher die Organisatoren des Verkehrsgerichtstages auf, den Kreis der Vorbereitenden um Personen zu erweitern, denen die Probleme der Unmotorisierten nicht fremd sind. "Dann könnte der Verkehrsgerichtstag auch wieder den Finger am Puls des Verkehrsgeschehens haben", meinte Stefan Lieb von FUSS e.V. Die Kluft zwischen den Themen der Arbeitskreise in Goslar und den anstehenden Änderungen der StraßenVerkehrs-Ordnung, die vom Bundesverkehrsministerium vorbereitet werden, sei erschreckend: "Wird der eingeschlagene Weg weiter verfolgt, ist der Verkehrsgerichtstag bald so überflüssig wie ein Rallyestreifen."
   
 
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