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Die Mitglieder des erweiterten Bundesvorstandes des FUSS e.V. von A bis Z Drucken E-Mail

Sie möchten endlich wissen, welche Menschen hinter dem Etikett "FUSS e.V." stecken? Wie sehen sie eigentlich aus, welche beruflichen Erfahrungen bringen sie mit und was haben sie bisher politisch gemacht? Wenn Sie also mehr über die Mitglieder des erweiterten Bundesvorstandes, wissen wollen, dann lesen Sie hier weiter.

Wir wurden am 19. März 2011 von der 16. ordentlichen Mitgliederversammlung in Trier in den erweiterten FUSS e.V. - Bundesvorstand gewählt:

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  • Ruth Bäumler (Zürich)
  • Manfred Bernard (Offenbach)
  • Paul Bickelbacher (München)
  • Frank Biermann (Berlin, Bundesgeschäftsstelle)
  • Arne Blase (Bonn)
  • Dirk Bösel (Reinhardshagen)
  • Roland Hasenstab (Kassel)
  • Gabrielle Hermann (Esslingen)
  • Bernd Herzog-Schlagk (Gransee OT Seilershof)
  • Bernd E. Jürgens-Samm (Bielefeld)
  • Frank Kutzner (Heidelberg)
  • Stefan Lieb (Berlin, Bundesgeschäftsstelle)
  • Nikolai Luber (Bonn)
  • Karl-Heinz Ludewig (Berlin)
  • Reinhard Nake (Berlin)
  • Norbert Paul (Dortmund)
  • Sylke Petry (Darmstadt)
  • Helmut Schad (Obernau)
  • Angelika Schlansky (Bremen)
  • Arndt Schwab (Koblenz, Vorsitzender)
  • Peter Struben (Schmidtheim)
  • Sonja Tesch (Hamburg, Kassiererin)
  • Ekkehard Westphal (Leipzig, Schriftführer)

 

Ruth Bäumler, Zürich

ImageIhr Einstieg in das Verkehrsthema, genauer in die Radverkehrsplanung, erfolgte bereits im Studium der „Angewandten Kulturwissenschaften“ an der Uni Lüneburg. Die Abschlussarbeit verfasste sie zum „Autofreien Wohnen im Bestand“ am Beispiel eines Braunschschweiger Wohngebietes – eine Vision, die bis heute deutschlandweit nirgends wirklich umgesetzt wurde! Später vertiefte sie dann die sehr breit gefächerten Hochschulkenntnisse mit einer Fortbildung zur „Verkehrsentwicklungsplanerin“ in Göttingen. Beide Ausbildungen haben einen sehr guten Grundstock für die heutige Tätigkeit in der Verkehrsplanung gelegt - leider gibt es jedoch beide so nicht mehr!

Wie ein Bollwerk dagegen stehen und kämpfen heute noch der FUSS e.V. sowie Umkehr e.V. für eine bessere Verkehrspolitik und für einen umweltgerechten Verkehr. Dort im Büro in Berlin hatte sie Mitte der 90er die Gelegenheit, im Rahmen eines Praktikums aktiv in den Verkehrsbereich einzusteigen und sich dabei mit Konflikten zwischen Radfahrern und Fussgängern zu beschäftigen - den beiden an den Rand gedrängten Randgruppen im Stadtverkehr. Seitdem widme sie sich in ihrer Arbeit bei verschiedenen Verkehrsplanungsbüros den Themen „Mobilität und Wohnen“, Verkehrsanalysen und der Lärmminderungsplanung.

Seit 2007 ist sie Mitglied des erweiterten Bundesvorstandes im FUSS e.V. - sozusagen als „Auslandsvertretung“ im verkehrsplanerischen Vorbildsland Schweiz.

 

Paul Bickelbacher, München

ImageIn meinem Alltag bewege ich mich überwiegend zu Fuß und mit dem Fahrrad fort, gerne auch mit Bus oder Bahn. Auf ein Auto verzichte ich gern. Mitten in München geht das auch gut zusammen mit meiner Partnerin und meinen drei Kindern, die 2001, 2003 und 2005 geboren sind. 1963 geboren studierte ich in München Geographie mit den Nebenfächern Politik, Soziologie, Verkehrsplanung sowie Stadt-, Regional und Landesplanung). Nach jeweils ca. vier Jahren in einem Architektur- und in einem Ingenieurbüro machte ich mich selbstständig und spezialisierte mich auf den Fuß und Radverkehr. Spannende Projekte waren u.a. der Verkehrentwicklungsplan Radverkehr und das Fahrradstellplatzkonzept sowie das Stadtviertelkonzept Nahmobilität für die Stadt München. Bei letzterem ging es um die gleichberechtigte Förderung des Fuß- und Radverkehrs in einem Stadtbezirk unter breiter Beteiligung der Bürger. Mein Beruf Stadt- und Verkehrsplaner zeigt mir, dass die eigenen Füße und das Fahrrad die zukunftsfähigen Verkehrsmittel sind, die viele unserer Probleme lösen und die Lebensqualität in unseren Städten deutlich erhöhen können. Darum bin ich beim FUSS e.V., beim ADFC und in der SRL engagiert (Vereinigung für Stadt-, Regional und Landesplanung). Von der fachlichen Arbeit wechselte ich schrittweise zur politischen Arbeit, weil hier oft die Hemmnisse liegen, dass fachlich als richtig erkannte Maßnahmen nicht umgesetzt werden. So war ich mehrere Jahre in Teilzeit Verkehrsreferent der grünen Landtagfraktion in Bayern. Im Jahr 2008 wurde ich für die Grünen in den Münchner Stadtrat gewählt uns setze mich seitdem für eine zukunftsfähige Mobilität und Stadtentwicklung ein.

Ich bin im erweiterten Bundesvorstand des F’USS e.V., weil ich davon überzeugt bin, dass der Fußverkehr angesichts seiner Bedeutung eine stärkere Lobby braucht. Glücklicherweise kommt das Thema Schritt für Schritt in der Mitte der Gesellschaft an. Lasst uns dieses neue Potenzial nutzen.

 

Frank Biermann, Berlin

ImageFrank Biermann entdeckte Anfang der 1980er Jahre bei einem Praktikum beim Umweltbundesamt zum „Modellvorhaben Fahrradfreundliche Stadt“ seine Liebe zum Fahrrad und zum zu-Fuß-gehen und fuhr dann bald seine mit Anti-Atomkraft-Aufklebern übersähte „Ente“ - ganz ohne Abwrackprämie - zum Schrottplatz. Im gleichen Jahrzehnt wollte er den Bau einer Autobahn durch den Tegeler Forst in Berlin verhindern, musste sich aber letztendlich mit einer schmaleren Bundesstraße mit vielen Tunnelabschnitten, die Zugänge in den Wald ermöglichen, zufriedengeben.

Nach dem Studienabschluss als Politologe arbeitete er an verschiedenen Verkehrsforschungsprojekten am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung mit und war lange bei einem Büro für Stadtplanung und Stadtforschung beschäftigt. Dort erstellte er vor allem Gutachten zur Stadtverkehrsplanung und Straßenraumgestaltung. Zu seinen Aufgaben gehörten auch die Betreuung des Beratungsgremiums „FahrRat“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin sowie die Koordination der Auswertung von Beteiligungsverfahren der Öffentlichkeit und der Fachbehörden.

Seit 2005 arbeitet er als freier Journalist und hat seitdem Print- und Webveröffentlichungen für ein weites Spektrum an Medien verfasst, dass von der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, über das Neue Deutschland bis zum freien Radio Dreyeckland Freiburg reicht.

Aus seiner Tastatur stammen auch diverse Veröffentlichungen für den Fachverband Fußverkehr z.B. zur Verkehrssicherheit älterer Menschen und zu den grünen Hauptwegen in Berlin sowie für die Vierteljahreszeitschrift „mobilogisch! Zeitschrift für. Ökologie, Politik & Bewegung“.

Frank Biermann betreut seit mehreren Jahrzehnten ehrenamtlich die Websites des FUSS e.V. und seiner Partnerorganisation UMKEHR e.V. und ist seit 2007 Mitglied des erweiterten Bundesvorstandes.

 

Arne Blase, Bonn

Arne Blase

Arne Blase studierte Angewandte Geographie mit Schwerpunkt Raumentwicklung, Politikwissenschaften und Soziologie an der Universität Trier. Während des Studiums absolvierte er mehrere Praktika mit Verkehrsbezug, wobei sich zwei hiervon als besonders nachhaltig erwiesen.

Seit seinem Praktikum 1998 bei FUSS e.V. / UMKEHR e.V. steht er in Kontakt und seit 2001 ist er Mitglied des erweiterten Bundesvorstandes im FUSS e.V. Ein weiteres Praktikum verschaffte ihm seine erste Anstellung als Verkehrsplaner im Büro für integrierte Stadt- und Verkehrsplanung (BiS Bonn). Nach der Büroauflösung im Jahr 2002 wechselte er zur AB Stadtverkehr GbR. 2007 wurde er Gesellschafter der AB Stadtverkehr GbR und leitet seitdem den Bürostandort in Bonn.

Die Verbundenheit zum Fuß- und Radverkehr spiegelt sich in seinen beruflichen Arbeiten und Projekten wider. Neben der Erarbeitung von Fußverkehrskonzepten und Fußgängerleitsystemen für mehrere Städte hat er für verschiedene Seminare Vorträge mit Fußverkehrsthematik (Barrierefreiheit, Fuß- und Radverkehr auf gemeinsamen Flächen, Fußgängerleitsysteme) gehalten.

Im Zuge der Bürotätigkeit engagiert sich Arne Blase auch in Gremien der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Er beteiligte sich an der Erstellung des „Merkblattes zur wegweisenden Beschilderung für den Fußgängerverkehr. MWBF“ (2007), an den „Hinweisen für barrierefreie Verkehrsanlagen. HBVA.“ (2011) und ist Mitglied der Ad-Hoc-Arbeitsgruppe zur Aktualisierung des "Merkblattes zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr".

 

Dirk Bösel, Reinhardshagen

ImageDirk Bösel studierte Stadtplanung an der Universität Kassel und war bis 2002 für ein Planungsbüro tätig. Seine Arbeit und Interessen konzentrierten sich auf den nichtmotorisierten und ruhenden Verkehr sowie Mobilitätsmanagement.

Nach seinen Aktivitäten in der gemeinsamen Arbeitsgruppe Fußverkehr von FUSS e.V. und SRL e.V. wurde er 2005 in den erweiterten Bundesvorstand von FUSS e.V. gewählt.

In den vergangenen Jahren arbeitete Dirk Bösel freiberuflich als Ingenieur und freier Journalist. Seit 2010 ist er im Bereich technische Dokumentation tätig.

 

 

 

Gabrielle Hermann, Esslingen

Ich bin Amerikanerin, lebe aber seit 2005 in Deutschland (2 Jahre Berlin, und jetzt in Esslingen). Ich habe 3 Kinder im Alter von 1 bis 4.5 Jahren. Ich bin zur Zeit freiberuflich tätig, aber bis Dezember 2010 habe ich für des Institute for Transportation and Development Policy EUrope (ITDP Europe) in Hamburg gearbeitet. ITDP Europe wurde aufgelöst und ich bin jetzt im Vorstand einer neuen Organisation, die die gleiche Arbeit leistet sie heißt "the European Institute for Sustainable Transport (EURIST)". Ich interessiere mich sehr für kleine Kinder und Mobilität und bin jetzt im Gespräch mit Prof. Lanzendorf über die Möglichkeit, mich zu promovieren. Das Thema wird wahrscheinlich "Travel behavior und expectant parents" heißen, aber es klärt sich zurzeit und in einigen Monaten kann ich das Thema hoffentlich besser definieren.

 

Bernd Herzog-Schlagk, Gransee

ImageBernd Herzog-Schlagk, 1948 in Berlin geboren, ist als Bundesgeschäftsführer des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. zuständig für das Projekte-Management. Er arbeitet seit 1974 ehrenamtlich, neben- und später hauptberuflich in den Themenbereichen Mobilität, Umwelt, Bewegung und Gesundheit. Nach Abschluss und Berufstätigkeit als Dipl.Ing. im Hoch und Tiefbau vervollständigte er seine Ausbildung mit einem Studium zum Amt des Studienrats im berufsbildenden Schulwesen (Bauingenieurwesen) an der TU Berlin und arbeitete in Ingenieurbüros und freiberuflich als Baustatiker. 1978 übernahm er den Aufbau des Arbeitskreises Verkehr und Umwelt UMKEHR e.V. als Kontakt- und Koordinationsstelle der Verkehrs-Bürgerinitiativen und des „Informations-Dienstes-Verkehr IDV“. Er arbeitet noch heute als einer der Redakteure bei dieser ältesten Zeitschrift im Umwelt- und Verkehrsbereich, die seit 2002 den Titel „mobilogisch! Zeitschrift für Ökologie, Politik und Bewegung“ führt. Er war einer der Initiatoren und Gründungsmitglied des FUSS e.V. – Fußgängerschutzverein und heute Fachverband Fußverkehr Deutschland - hat zahlreiche Beiträge für Fachmedien, Broschüren, Büchern, für Pressemitteilungen und Internetinformationen verfasst und an der Herausgabe der Printmedien sowie der Website der beiden Vereine mitgearbeitet. Seine Themen waren z.B. Waldsterben, Temporeduzierung, Luftverunreinigungen, Verkehrslärmminderung, Rettung der Bahn, Kampf um Rohstoffe und in den letzten Jahren hauptsächlich der Fußverkehr und die Bewegung aus eigener Kraft. Schwerpunkte sind die Verkehrssicherheit (z.B. an Querungsanlagen), die Weiterentwicklung von Richtlinien, Empfehlungen und Verwaltungsvorschriften zum Bau von Fußverkehrsanlagen, die gesunde Mobilität von der Kindheit (Zu Fuß zur Schule) bis ins hohe Alter und auch der Spaß am Gehen. Darüber hinaus hat er verschiedene Ausstellungen, Tagungen, örtliche Projekte und bundesweite Kampagnen der Öffentlichkeitsarbeit organisiert und umgesetzt, z.B. die erste bundesdeutsche Fahrradsternfahrt 1977, die sich zu einem kontinuierlichen Impuls einer Bewegung für das Radfahren entwickelte. Daneben ist er in Berlin und Brandenburg lokal aktiv, z.B. als Vorsitzender des Vereines Umweltbahnhof Dannenwalde e.V. Wesentlich ist ihm die Umsetzung von vielfältigen Modellvorhaben, die eine möglichst nicht motorisierte, lustbetonte, gesunde und soziale Alltags- und Freizeitmobilität ermöglichen.

 

 

Bildbeschreibung

Frank Kutzner, Heidelberg

Frank Kutzner ist 1982 in Görlitz geboren und wuchs in einem Dorf an den Eisenbahnstrecken Wegliniec-Falkenberg und Berlin-Görlitz auf. Während des Studiums des Wirtschaftsingenieurwesens an der Technischen Universität in Dresden (Schwerpunkte Verkehrsökologie und Betriebliche Umweltökonomie) engagierte sich Frank Kutzner auch in der Umweltinitiative der TU Dresden (TUUWI). Frank Kutzner interessiert sich für die Themen Nachhaltigkeit und Mobilität im Allgemeinen und darüber hinaus für Partizipationsprozesse und Kindergerechte Verkehrsplanung. Frank Kutzner lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Heidelberg.

 

Stefan Lieb, Berlin

Imageist seit 1980 ehrenamtlich und nebenberuflich im Bereich „Nachhaltige Mobilität“ aktiv. Anfang der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts stritt er mit den Grünen Radlern Berlin gegen Radwege und organisierte die jährlichen Sternfahrten mit. 1984 fand er den Weg zum Arbeitskreis Verkehr und Umwelt, der seit 1985 als UMKEHR e.V. mit FUSS e.V. eine gemeinsame Geschäftsstelle betreibt.

Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Krankenpfleger und studierte anschließend vier Jahre Philosophie an der FU Berlin. Parallel zum Studium und danach arbeitete er in einer Rettungsstelle und auf einer Intensivstation. Ab 2005 ist er als freier Journalist für verschiedene Medien tätig.

Bei FUSS e.V. ist er ehrenamtlicher Redakteur der gemeinsam mit UMKEHR herausgegebenen Vierteljahreszeitschrift für Politik, Ökologie und Bewegung „mobilogisch!“ Sein zweiter persönlicher Schwerpunkt im Verein liegt auf der Organisation des Bundesweiten Umwelt- und VerkehrsKongresses (BUVKO), der alle zwei Jahre in wechselnden Städten stattfindet. Seit 2007 ist er Mitglied im erweiterten FUSS e.V.-Bundesvorstand.

Stefan Lieb lebt mit seiner Frau und vier (inzwischen flügge gewordenen) Kindern immer noch in seiner Geburtsstadt Berlin. Damit er da auch mal herauskommt, verreist er gerne mit seiner Lebenspartnerin und dem Nachwuchs.

 

Karl-Heinz Ludewig, Berlin

ImageKarl-Heinz wurde 1957 in der krassen Autostadt Wolfsburg geboren, was zum Ergebnis hatte, dass seine Sozialisation auf eine Anti-Auto-Haltung hinauslief. Während des Kartographie-Studiums in Berlin engagierte er sich in der Bürgerinitiative Westtangente (BIW) gegen die gleichnamige Autobahn. In den frühen 80-er Jahren war er dann aus der BIW heraus an der Gründung der Fußgängerinitiative Berlin beteiligt, die wesentliche Geburtshelferin von FUSS e.V. im Jahr 1985 war.

Karl-Heinz stieg über die BIW beruflich ab 1980 bei UMKEHR ein, organisierte viele BUVKOs mit und leitete viele Jahre die Landesgruppe Berlin von FUSS e.V.

Nach seiner erlittenen Querschnittslähmung 2005 brauchte es einige Jahre, um wieder verkehrspolitisch aktiv zu werden. Beruflich ist er seit 2010 mit einem Teilzeitvertrag als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Bundestagsabgeordneten Sabine Leidig (verkehrspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die LINKE) beschäftigt. Er ist dort für das Thema Strassenbau und auch für den Fußverkehr zuständig.

Karl-Heinz hat eine volljährige Tochter und lebt in Berlin-Kreuzberg.

 

Reinhard Nake, Berlin

Imageeigentlich Sachse, im Innern Kosmopolit, Jahrgang 1941, also 1968 als TU-Berlin-Architekturstudent bei Demos gegen den Vietnamkrieg politisiert, dann Diplom. Später Schwerpunkt Umweltschutz in Regionalwissenschaft Uni Karlsruhe. Jetzt Rentner in Berlin als ökolist (= ökol ogische i nformation und st adtplanung). Hat sich vom Auto und seinem guten alten BMW-Motorrad emanzipiert und fährt seit Kindertagen leidenschaftlich Rad. Kommt durch fussfeindliche Ampeln mithilfe des Verkehrs-Querdenkers Helmut Holzapfel zum FUSS e.V. und ist nach jahrelangem Sympathisantentum (gefährliche Spezies!) Mitglied seit Weihnachten 1992. Internet- und e-mail-muffel.

Bis 2006 in Würzburg ehrenamtliche Verkehrsarbeit mit Stellungnahmen für den Bund Naturschutz in Bayern (BUND): Bauleitplanung, Mainausbau, A3-Ausbau, Radverkehr, Luftreinhalteplan usw. Organisation zahlreicher Seminare zum Fussverkehr in Koop mit FUSS e.V., („Stadt der kurzen Wege“, „Fußfreundliche STVO“, „Alte im Verkehr“, u.a.) und zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP), der im Kern überholt und abzuschaffen ist. Jetzt in Berlin kritisch aktiv in Moabit (Aktives Zentrum Turmstraße; Verkehrswende post Oil, manchmal Beiträge in mobilogisch). Wegen Berliner Realität und bundesweiter Bedeutung Arbeit am Thema „Gehwege und Fahrradnutzung“, speziell Rad-Parken als Schwachstelle von Verkehrspolitik und -recht für beide, die Öko-Verkehre der Zukunft: Fuss und Rad.

 

Norbert Paul, Dortmund

Norbert Paul aus Dortmund ist seit 2003 im erweiterten Bundesvorstand tätig. Seit seiner Jugend beschäftigt sich der Alltagsradfahrer sich in seiner Freizeit mit Verkehrspolitik und ist journalistisch aktiv, zur Zeit ist er verantwortlicher Redakteur der Sendung Schrebergarten auf eldoradio *, die er auch mit einem Kollegen zusammen moderiert. So ist es nicht verwunderlich, dass sein Engagement zur Zeit hauptsächlich der Zeitschrift mobilogisch! gilt, für die er Artikel verfasst, Interviews führt und Gastbeiträge anfragt. Darüber hinaus ist er Ansprechpartner für NRW.

Sein Interesse gilt hauptsächlich den sozialen, gesellschaftlichen und philosophischen Aspekten von Mobilität, Verkehr und Raumplanung. Von der Ausbildung her ist er in gänzlich anderem Bereich zu Hause, so dass er in die Vorstandarbeit bewusst die Perspektive eines interessierten Laien einbringt. Ab dem 01. 12. 2011 ist er Mitarbeiter im Unperfekthaus in Essen.

 

Sylke Petry, Darmstadt

ImageZu Fuß gehen macht Spaß und vor allem dann, wenn Platz und Verkehrsregeln mich nicht beeinträchtigen sondern unterstützen. Seit 20 Jahren versuche ich meine Verkehrsteilnahmebedingungen zu verbessern, anfangs durch "reine" BÜrgerinitiativ-Arbeit, mittlerweile durch bezahlte Berufsarbeit. Zum Beispiel verbinde ich mittels Fußgänger-Wegweisung Bahnhöfe der Taunusbahn mit den Ortszentren und touristischen Punkten. Ich bin verheiratet und habe vier Kinder. Gemeinsam mit meinem Mann Uwe erarbeite ich kommunale Verkehrskonzepte, die den Radfahrer auf die Fahrbahn bringen und so Platz und Sicherheit für Fußgänger ermöglichen.

 

 

 

Peter Struben

Peter Struben, Schmidtheim

Ich trat 1989 dem (damals noch so genannten) Fußgängerschutzverein FUSS e.V bei, weil wir fachliche Unterstützung bei der Arbeit in der BI "Fußgängersichere Ampelschaltung in Aachen" benötigten und gründete dabei die Ortsgruppe Aachen.

Als wir in Aachen einen Modellversuch zu Ampelschaltungen durchgesetzt hatten, wurde der Beratungsbedarf nicht weniger, aber gleichzeitig konnten wir dem Verein auch Impulse geben. Wir stellten in Aachen zwölf Bürgeranträge, von denen einige durchaus erfolgreich waren und die Bedingungen für das Zu-Fuß-Gehen in Aachen verbessern halfen, z. B. was die Schaffung von Querungsanlagen anbetrifft. Der Bürgerantrag zum "Grünpfeil" weitete sich zu einem Grundlagenwerk aus, das ich zusammen mit den Ampelexperten im Verein, Arndt Schwab und Bernd Herzog-Schlagk, sowie Prof. Klaus Schlabbach, verfasste.

Nach wie vor sehe ich unseren Verein als einzigartige Gruppierung, in der das wichtigste Know-how zum Fußgängerverkehr versammelt ist. Seit ich nach meiner Rückkehr von einem anderthalbjährigen Russland-Aufenthalt meinen Wohnsitz von der Stadt (Aachen) in mein Heimatdorf (Schmidtheim/Eifel) verlegt habe (2008), bin ich nicht mehr mit innerstädtischen Fußgängerproblemen befasst und habe, ehrlich gesagt, auch etwas den Bezug dazu verloren. In Schmidtheim habe ich den von FUSS propagierten Gedanken des Barfußpfades aufgenommen; zur Zeit erstellen wir dort einen Barfußpfad.

In Zukunft werde ich mich mehr der Themen "Wandern" und Verkehrsberuhigung im ländlichen Bereich annehmen, eventuell auch unsere Grünpfeil-Studie aktualisieren, sofern Handlungsbedarf besteht und meine Zeit es zulässt.

 

Sonja Tesch, Hamburg

ImageSonja Tesch wurde 1942 geboren und stammt aus einer zu Fuß gehenden und wandernden Familie, in der es kein Auto gab. Sie hat auch nie ein Auto besessen und keinen Führerschein gemacht.

Seit den 70er Jahren war sie in verschiedenen Verkehrsinitiativen aktiv – zunächst in Frankfurt/Main und nach ihrem Ortswechsel in Hamburg. Dort hat sie mit anderen den 10. BiVKo organisiert.

Seitdem ist sie auch im FUSS-Vorstand aktiv und Landessprecherin in Hamburg, wo es inzwischen eine kleine FUSS-Gruppe gibt.

Beruflich hatte sie nichts mit diesen Themen zu tun, sondern arbeitete bei der Deutschen Bundespost im Fernmeldebereich.

Außer Verkehrsthemen gab und gibt es immer viele andere, in denen sie sich engagiert: Gewerkschaft, Anti-AKW, internationale Solidarität, Stadtentwicklung. Aktuell ist sie in der Hafengruppe Hamburg und macht alternative Hafenrundfahrten zum Handel mit der 3.Welt.

 

Ekkehard Westphal, Leipzig

ImageEkkehard Westphal wurde 1968 in Hildburghausen in Thüringen geboren. Er studierte von 1990 bis 1995 an der Technischen Universität Dresden Verkehrsingenieurwesen mit der Vertiefung Öffentlicher Personennahverkehr. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Verkehrsplaner in verschiedenen Ingenieurbüros in Dresden und Berlin. Zu seinen Projekten zählten Radwegeplanung (u. a. die Planung von Teilabschnitten des Elberadweges), die Erstellung von Nahverkehrsplänen für verschiedene ostdeutsche Kommunen und Landkreise sowie Verkehrserhebungen. 1999 kam er zu den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB), wo er heute als Teamleiter für Angebotsplanung und Infrastrukturentwicklung zuständig ist.

Bereits während seines Studiums engagierte sich Ekkehard Westphal in mehreren verkehrsökologischen Vereinen, unter anderem in der Grünen Liga Sachsen. Seit 1993 ist er Mitglied des FUSS e.V. und gründete die Dresdner Ortsgruppe des Vereins, die mehrere Jahre lang die verkehrspolitische Entwicklung in der sächsischen Landeshauptstadt kritisch begleitete und mit der Stadtverwaltung bei der Verbesserung der Bedingungen für den Fußverkehr zusammenarbeitete. Seit 1997 gehört Ekkehard Westphal dem erweiterten Bundesvorstand des FUSS e.V. an. Seit 1999 ist er als Schriftführer Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstandes. Seit 2007 ist er auch ehrenamtlicher Ansprechpartner für den Verlag Pharus-Plan bei der Herausgabe und Aktualisierung des Leipziger Fußgängerstadtplans.

Ekkehard Westphal ist verheiratet und hat drei zwischen 1999 und 2005 geborene Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Leipzig. In seiner Freizeit joggt er gern durch den Leipziger Auwald oder spielt Klavier."

 

Danksagung bei den Mitgliedern des erweiterten FUSS e.V. Bundesvorstandes bis 2010

Der FUSS e.V. nahm sein 25jähriges Jubiläum im Jahre 2010 zum Anlass, um sich bei den bis dahin immerhin 43 ehemaligen oder noch aktiven Mitgliedern des erweiterten Bundesvorstandes zu bedanken. Diese Vorstandsarbeit ist der strukturelle und inhaltliche Kern der Verbandsarbeit.

Unser Dank geht an:

Manfred Bernard (Offenbach, seit 1985), Helmut Schad (Obernau, seit 1991), Peter Struben (Schmidtheim, seit 1991), Bernd Herzog-Schlagk (Berlin, seit 1991), Angelika Schlansky (Bremen, 1993-2009 und wieder ab 2010), Klaus Schlabbach (Hamburg, 1985-1999), Rita Mensching (Eichwalde, 1989-2003), Andreas Schmitz (Kassel, 1989-2001), Detlev Gündel (Hannover, 1993-2005), Arndt Schwab (Koblenz, seit 1999), Ekkehard Westphal (Leipzig, seit 1999), Sonja Tesch (Hamburg, seit 1999), Georg Giersch (Halle, 1999-2009), Arne Blase (Bonn, seit 2001), Uwe Albrecht (war nicht zu ermitteln, 1991-1999), Dirk Bräuer (Dresden, 1993-2001), Karl-Heinz Ludewig (Berlin, seit 2003), Roland Hasenstab (Kassel, seit 2003), Norbert Paul (Dortmund, seit 2003), Ruth Bäumler (Zürich, seit 2005), Volker Kipke (Berlin, 1985-1991), Brigitte Nake-Mann und Reinhard Nake (Berlin, seit 2005), Paul Bickelbacher (München, seit 2005), Dirk Bösel (Reinhardshagen, seit 2005), Nikolai Luber (Bonn, seit 2005), Jürgen Brunsing (Dortmund, 1991-1996), Edeltraud und Wolfgang Koch (Coburg, 2001-2005), Jessica Feddern (Braunschweig, 2005-2009), Hanna Schlagk (Potsdam, 2003-2007), Thomas Schlüter (verstorben, 1989-1993), Frank Biermann (Berlin, seit 2007), Stefan Lieb (Berlin, seit 2007), Klaus Polzin (Berlin, 1996-1999), Bernd E. Jürgens-Samm (Bielefeld, seit 2009), Sylke Petry (Darmstadt, seit 2009), Martin Beck (Kiel, 1999-2001), Wolfgang Bohle (Hannover, 2005-2007), Olaf Holthaus (Dresden, 1989-1991), Walter Merle (verstorben, 1989-1991), Tobias Schmauder (Tübingen, 1999-2001) und Carsten Thies (Braunschweig, 1999-2001).

 
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